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19. April 2012 4 19 /04 /April /2012 15:51

Was ich am Wochenende mache, fragst du?

Magst mich wohl sehen? Nun gut, das lässt sich einrichten. Doch nur am Samstag.

Und was tust du momentan? Nichts. Gehst gleich zu Besuch. Und danach hast du Zeit.

Das finde ich gut. Lass uns doch gemeinsam etwas unternehmen.

 

Viele Spiele habe ich schon gewonnen. Auch dieses hier gewann ich bereits.

Vergiss das nie!

 

 

Gemeinsames Laufen hinzu zur Stadt. Kalt ist es heute.

Da kommt eine Bahn, lass sie uns nehmen. Die Bahn für uns alleine? Sehr gut.

Nein, ich möchte nicht spielen gehen, du etwa? Lass uns gemeinsam etwas trinken.

Es unterhält sich momentan so gut mit dir.

Vorbeikommen am Kino. Nein, nichts Gutes. Bin auch eher auf Kommunikation aus.

Und dann genieße ich das Zusammensein mit dir. Die Befürchtung, nichts zu reden zu haben, verschwindet, bis ich sie vollends vergessen habe.

Und wir reden über alles, kann die Augen nicht von dir lassen.

Immernoch übst du Faszination auf mich aus.

 

Und wir reden ohne Unterlass. Verstehen uns prächtig. Könnten sogar die Sätze das Anderen zu Ende führen.

Nicht immer aber doch sehr häufig.

Keine Beziehung also willst du, soso. Dabei kann es wundervoll sein. Ausziehen?? Ja, will ich. Ach, du auch? Dann lass uns zusammenziehen, eine Wohngemeinschaft.

Nein, du bist mir nicht zu verrückt. Ich bin nicht viel anders. Nur auf eine andere Art.

Ein roter Faden. Für den Abend. Und später.

Es schließt. Ich will nicht gehen. Jedoch keine Dramatik in mir. Ein Bedauern, allerdings kein Bruch.

 

Zu einer wunderbaren Zeit hat er uns rausgeschmissen!
Nichts fährt, eine Stunde lang. Nun laufen wir also duch die Nacht. Und entdecken- eine Wiese, welche recht groß scheint.

Bedeckt mit Schnee. Ach was, s ist schon kein Schnee mehr. So festgefroren, wie er ist.

Entdecken Spuren über Spuren- die der Raben, der Hunde und der Menschen, die jene ausführen.

Hinterlassen selber Spuren, blicken nicht zurück.

Geprägt ist die Nacht von Zweideutigkeiten. Mein Körper bebt wegen des Lachens, welches ich nur bei dir so austragen kann.

 

Da ist sie, die alte Druckerei. Schon immer wollte ich hinein.

Und du erfüllst mir diesen Traum. Ohne Unterlass erforschen wir jeden Winkel in dieser stillen friedlichen Nacht.

Sind glücklich.

Hoch hinaus geht es, hinauf aufs Dach. Nein, ich habe keine Angst. Ich weiß, es wird nichts passieren.

Und fasziniert erblicke ich den riesigen, leeren Platz unter mir. Spüre deine Anwesenheit hinter mir.

Kann kaum Begreifen. Es ist ein Traum, das muss es wohl sein. Mit dir gemeinsam.

Zeitlos irren wir herum, betrachten jedes kleine Detail.

Ein Balkon, welcher sich schon absenkt und in der Mitte geneigt ist.

Schon von der anderen Seite sah ich ihn.

Er wird nicht brechen!

Und mein Herz bleibt kurz stehen bei diesem Anblick dieses kahlen Baumes, welcher sich anfangs noch gegen die eisige Kälte zu wehren versuchte und mittlerweile von Eiszapfen bedeckt ist.

Er wird keine Luft mehr bekommen, das Eis bedeckt seine Zweige auf jedem Millimeter.

Im Detail liegt das Wunder.


Nach langer Zeit, wie es mir vorkommt stehen wir wieder vor dem Eingang und sehen uns noch einmal um.

Mehr als zwanzig Zentimeter Schnee bedecken den Innenhof, welchen wohl noch niemand erforschte.

 

Dies ist kein Schnee mehr. Schon vereist ist er nämlich, zeitweise an gewissen Stellen so sehr, dass es sich anfühlt, als würde man auf dem Boden laufen.

Und doch bricht man ab und zu ein, da andere Stellen nicht so verhärtet sind.

Ein Spiel machen wir daraus. Unser Gewicht müssen wir verlagern, um weiterzukommen.

Und aprupt bleiben wir stehen.

Sind fasziniert von dem Anblick, welcher sich uns bietet. Doch dieser Moment hält nur recht kurz.

Denn gleichzeitig rennen wir los, vor Freude strahlend, lachend.

Unbegreiflich. Eine riesige Eisfläche liegt vor uns, daneben noch eine kleinere.

Und sehr lange sind wir nicht zu bremsen.

Mit Anlauf also geht es auf das Eis. Wir fallen uns lachen in die Arme.

Fassen uns an den Händen.

Drehen uns im Kreis und halten und gegenseitig von einem Sturz ab.

Ich genieße deine Nähe, lache. Wir hören nicht auf zu scherzen.

Luftgitarre auf dem Eis, meterweit schlitternd. Umarmend stehen wir kurz da, lassen uns kurz darauf wieder los, um noch einmal zu rutschen.

Auf dich zu, von dir weg, auf dich zu komme ich.

Trotz deiner Größe kann ich dich über das Eis ziehen.

Du jedoch schaffst dies nicht. Das findest du gar nicht gut.

Der Trick ist, keinen Halt zu suchen auf dem Eis. Nur dazustehen und den Arm an die Hüfte zu ziehen. Dann wird das. Aber das begreifst du nicht. Ich werde es dir auch nicht sagen!

Es bereitet Freude, dich in solcher Verfassung zu sehen.

„Na Warte!“ Höre ich dich noch rufen und schwebe schon in der Luft.

Du wirbelst mich durch die Luft, läufst weiter.

Meine Beine lege ich um dich. Mag das. Und wir umarmen uns ein weiteres Mal. Nicht loslassen möchte ich dich, es ist alles wunderbar. Ganz großes Kino.

Wie in einem Märchen fühle ich mich. Nur dass du nicht mein Prinz bist.

Doch seltsamerweise bedauer ich dies nicht.

Dieser Abend macht mich glücklich, ich wünschte er würde noch lange andauern.

Begreife, dass diese Momente alle einmalig bleiben werden.

Für immer.

 

Wie ein wunderbarer Traum kommt es mir vor.


Euphorie am Rande des Wahnsinns.

 

 

 


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Published by rueckwaerts - in ..rueckwaerts
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sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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