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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 21:34

 


 

 

 

Laufe mit gesenktem Kopf. Hände in den Hosentaschen, rieche den Regen. Mich umhüllt Dunkelheit.

Blicke mich kurz um, glaubte Schritte gehört zu haben.

Entdecke jedoch nichts außer das Flackern der Straßenlaterne am Wegesrand. Die letzte in dieser Gegend.

Werden wohl die ersten Regentropfen gewesen sein, die nun die Erde erreicht haben und auf liegengelassene Plastiktüten prallen.

 

Entferne mich immer mehr von der Laterne, die wohl bald den Geist aufgibt, entferne mich vom festen Wege, immer weiter stolpere ich in das Dunkel hinein.

Sauge den Duft des Regens in mir auf und verliere mich in Gedanken.


Da! Schon wieder!

Blicke mich um, nur um dann wieder nach vorne zu sehen und meinen Schritt zu beschleunigen.

Ganz geheuer ist mir das nicht.

Nackenhaare stellen sich auf.

Fühle. Gefahr.

 

Zweifel. Soll ich mich verstecken? Rennen? Rufen?

Entscheide mich für letzteres. "Hallo?"

Keine Antwort, doch etwas in mir sagt: Lauf! Jetzt hat es dich definitiv mitbekommen!

Also renne ich.

Schlage Haken, renne im ZickZack.

Unendlich weit wie mir scheint. Dabei sind es nur 200 Meter zur nächsten Ecke, wo es wieder Licht gibt.

Geben müsste!

 

Habe meinen Weg verloren, weiß nicht wo ich bin.

Also renne ich einfach weiter, die Angst durchfließt meinen Körper.

Der Regen hat nun richtig eingesetzt, ein richtiges Unwetter.

Bin durchnässt bis auf die Knochen. Weiß nicht, ob ich vor Angst oder Kälte zittere.

 

Höre. Fühle. Bass.

Weit entfernt, scheint als würde ich das Ziel nie erreichen.

Stolpere immer wieder, die Dunkelheit wirkt nicht, als würde sie mein Freund werden wollen..

Einmal falle ich, schaffe es jedoch, mich gleich wieder aufzurichten, nur um noch panischer zu werden und weiter dem Basse zu folgen.

 

Auf einmal!

Licht!

Blendet mich, muss die Hand vor Augen halten.

Wieder. Diese. Schritte. Schaben. Auf. Dem. Boden.

Will mich ein letztes Mal umblicken, um dann aufzugeben und kraftlos zusammenzubrechen.

Falle jedoch.

Zu früh!

 

Spüre etwas Nasses. Im Gesicht.

Will die Augen nicht öffnen, mein Körper bebt. Mein Finger krampfen sich zusammen, die Fingernägel reißen das Innere meiner Handfläche auf.

 

"Miauu?" Höre ich da, fühle etwas an meinem Bauch.

Öffne apprupt die Augen und entdecke - ein kleines, dünnes, zusammengerolltes Wollknäul an mir.

 

Weine und lache zugleich.

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Published by rueckwaerts - in ..rueckwaerts
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Ab sofort könnt ihr euch die meisten Artikel in den Kapiteln

"Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Verlauf"

und "Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Gedanken" anhören!

Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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