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24. September 2012 1 24 /09 /September /2012 18:02

 


 

 

Ich brauche Zeit.

Gibt mir Sekunden, gib mir Minuten, um darüber nachzusinnen, was zu antworten das Richtige wäre.

Gibt es ein falsch oder richtig? Meines Erachtens nach nicht, und doch…

 

Tat begangen, für schuldig befunden, weiteres Vorgehen fragwürdig.

Gib mir Stunden, Tage, Wochen.. Antwort wird erwartet, doch kann ich keine Antwort geben, unfähig zu entscheiden, nicht über mich und schon gar nicht über uns, also lass es uns einfach dabei belassen.

Nicht mehr darüber reden, es einfach ignorieren, so tun als wäre diese Frage nie in den Raum geworfen worden. Ich nehme mir die Zeit, ich nehme mir oft einfach, was ich will und brauche, und ich frage mich, ob ich DAS brauche und DICH und UNS und ich bin

                                     z w i e g e s p a l t e n.

 

Also knauple ich weiter, obwohl ich mir fest vorgenommen habe, es zu lassen, weil meine Finger dann immer so hässlich, zerschunden und abartig wirken, wie der Abgrund meiner Gedanken.

Sieh meine Finger an, und du weißt, was in mir vorgeht.

Was ich fühle, was ich will.

Ich hätte so gerne schöne Fingernägel, da das elegant wirkt und gepflegt, ich hätte so gerne schöne Fingernägel, da oft auf die Finger geschaut wird.

Doch eine Maniküre zu beanspruchen wäre nur ein Verstecken, ein Überstreichen der alten Fassade.

Also lass ich es einfach.

 

Ich lasse es, vegetiere vor mich hin, todmüde da keine Minute diese Nacht geschlafen, ersuche den Sinn, und denke über das Geschehene nach, unschlüssig was ich davon halten soll.

 

Ich hätte Lust, mir die Finger abzuschneiden, doch dann würde ich leiden denn so könnte ich keine Musik mehr erschaffen, also beschließe ich es zu lassen.

Ein Instrument zu beherrschen bereitet mir einfach zu viel Freude. Finger braucht man da leider.

Abgesehen davon kann man mit Fingern Wunder bewirken. Kann streicheln, zärtlich sein, dir den Kopf graulen, dich fest im Genick oder beim Schopf packen und..

 

Was man mit Fingern alles machen kann ist unglaublich. Ich mag Ärsche, vor allem Männerarsche, ganz besonders deinen.

Doch nur mit den Handflächen fühlt‘s sich dann nicht so gut, also brauche ich meine Finger..

Wie ich dir über die Lippen fuhr, mit dem Daumen, in dieser Nacht und meine Finger Bände sprachen, dich suchten und fanden, dich wollten.

Dein Gesicht ersuchten um dir die Küsse zu geben, welche ich dir nicht geben durfte, wollte und konnte.

 

Habe Angst, etwas zu verpassen, wenn wir den Entschluss fassen, es zu lassen. Sagtest, wir sollten dieses Mal konsequent sein, ob ja oder nein.

Doch wie sollte dies gehen? Denn so wie es bisher geschehen…..

Habe dir meine Entscheidung mitgeteilt, schon vor langer Zeit, habe abgelehnt und mich in diesem Moment entspannt zurückgelehnt, da ich naiv wie ich war, noch annahm- >ich sagte was ich dachte< also lachte ich in Gewissheit, es sei vorbei und geklärt und ab sofort nicht mehr verkehrt.

Verneinte aus Stolz, aus Angst das WIR könnte zerbrechen, die Furcht du könntest mich brechen und das ungesagte Versprechen, meine Gewissheit du würdest damit etwas in mir freisetzen und meine Grenzen austesten.

Der Gedanke ich könnte dir am Ende doch nicht genügen.

Was wenn wir unsere Erwartungen nicht erfüllen, dann nebeneinander liegen wie leere Hüllen, uns nicht ausfüllen und die Stille schweigend anbrüllen.

Zu verlieren das Vergnügen, welches so schön ist wie es JETZT ist und mir so viel gibt.

Weil nicht jede Veränderung im Endeffekt ein Genuss oder gut sein muss. Weil du mir zu wichtig bist und am Ende vielleicht nur alles Illusion ist.

Da du dich in einer Beziehung befindest und ich zumindest nicht die sein mag, die sich dann fragt Tag für Tag ob es an ihr lag.

Und doch – will ich so sehr - mit dir den Geschlechtsverkehr.

 

Sex macht doch oft alles kompliziert.

Und doch, wenn ich bei dir bin, du mich dann fesselst, einfach um zu zeigen, wie man schnürt, wie sollte ich das einfach hinnehmen können?

Wenn du mich zum Abschied auf den Hals küsst, wie sollte ich das einfach hinnehmen können?

Und vor allem - wie sollte ich dich wegstoßen, wo es mich doch so sehr zu dir zieht? Das kann ich einfach nicht.

Wie sollte ich immer auf’s Neue ruhig bleiben, wenn du mir immer wieder sagst, es wird sicherlich passieren, es ist nur eine Frage der Zeit?

 

Es zehrt an mir und frisst mich auf, ich fühle mich als wäre ich nur ein Hauf-en Schutt, wenn ich von dir gehe und mich dann im Spiegel sehe, verblasse –

da in meinem Kopf die Dinge geschehen, die ich nicht mit mir machen lasse, es zieht mich so sehr zu dir.

Würde nur zu gern das Träumen wahr werden lassen.

Und doch – versuche ich mich zu fassen, zurückzukehren zur

                                        V e r n u n f t.

 

Was soll ich wohl weiter sagen, außer „Nein!“, wenn du mir einfach mal so am Straßenrand erklärst, dass wir uns nicht mehr sehen können.

In diesem Moment wurde mir klarer, als je zuvor, dass es verdammt kompliziert werden könnte.

 

Und dann gehst du halt aus meiner Tür raus, ich blick dir nicht nach, schlag die Tür zu und rauch erst mal eine, da ich nicht drauf klarkomme. Es verlangt nach dir, ich schaffte bisher dann höchstens grad noch so kurz davor den Schlussstrich zu ziehen und vor mir selbst zu fliehen.

 

Ich blicke auf meine Finger, nehme ein Messer, ziehe einen 1 Zentimeter langen Schnitt.

Es blutet arg fein, und ich freue mich – nicht.

Keine Alternative zum Knaupeln, und doch, wenigstens blutet es, so wie meine Gedanken mir durch den Kopf rennen, rennt das Blut meinen Finger entlang.

Ein schönes Bild, ein wunderbarer Vergleich. Und doch keine Alternative.

 

Ich hätte Lust, in diesen Spiegel zu schlagen, der mir zeigt, wie du von hinten an mich herantrittst, ich mitnichten abgeneigt, du meine Hüften greifst, daraufhin deine Hände über meinen Körper gleiten, und ich lasse mich verleiten. Werfe meinen Kopf nach hinten auf deine rechte Schulter, schon alleine durch meine Gedanken in völliger Ekstase gefangen.

Mein ganzer Körper bebt vor Verlangen nach dir, und ich gehorche.

Aufs Wort.

 

Aber dann müsste ich mir einen neuen Spiegel kaufen, der mir ja doch nur das gleiche Bild zeigt.

Denn kein Spiegel schweigt.

 

Wenn wir uns für das Nein entscheiden würden, was wäre denn dann? Könnten wir es tatsächlich lassen? Würde das Verlangen wahrhaftig verblassen?

Bisher ging das doch auch nicht, also – was hat dann dieses erneute Nein überhaupt für ein Gewicht, nur weil man es mal wieder erneut ausspricht?

Mit dem Vorhaben, es sei endgültig, definitiv und nicht nur ein primitiv-er Versuch.

Die Entscheidung dagegen muss nicht wahrhaftig die Lösung sein, schließlich existierte sie vorher auch.

Wenn wir sagen, wir lassen es, stellen wir erneut diese Regel auf, hängen einfach das Wort >endgültig< dran,

wollen glauben, aber.. das macht es dann manchmal doch sogar noch reizvoller, denn Regeln zu brechen fasziniert.

Vor allem dann, wenn man sie verschärft.

Und wenn wir sie absprechen dann brechen, ist es nicht noch viel schlimmer, als wenn es zuvor geschehen wäre? Was auch immer - egal ob ja oder nein, ob ich mich wehre und von diesem Verlangen trenne oder aber - mich bekenne - beide Worte bereiten mir gleichermaßen Angst.

Für mich gibt es momentan keinen Weg als einfach zu sagen: Ich bin hin- und hergerissen und doch – werde ich mich wohl entscheiden müssen.

 

Vielleicht sollte ich mir Handschuhe zulegen!

 

 

 

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welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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