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25. März 2012 7 25 /03 /März /2012 05:23

Ich wusste, dass etwas fehlt, und doch nicht, was.

Höhen und Tiefen, bergauf und bergab die ganze Zeit.

Schwanken zwischen aufgeben und Kraft schöpfen.

Bin noch hier, und frage mich, was mich just in diesem Moment hier gehalten hat.

Frage mich das zur Zeit sehr oft.

Um herauszufinden, was mir fehlt.

Denn was man hat, misst man in der Regel nicht.

War es doch sicherlich weniger das Schicksal, welches ich herausgefordert, als vielmehr mein Unterbewusstsein, dass mir sagte, wie das Schicksal entscheiden würde.

Wusste ich doch ganz genau, welches Ergebnis dieses Spielchen haben würde.

Was also hat mich hier gehalten?

Natürlich meine Familie, einige meiner wahren Freundschaften.

Die Hoffnung, es würde besser werden, die Hoffnung der Schmerz über den Verlust würde sich irgendwann mindern.

Die Hoffnung, alles würde sich irgendwann zum Guten werden.

Die Hoffnung, meine Liebsten würden lernen, irgendwann damit umgehen zu können und die Hoffnung, ich könne dabei helfen.

Vielmehr jedoch war es wahrscheinlich diese unabdingbare Liebe und die Hoffnung, welche mich nie verließ.

Die Hoffnung, lieben zu dürfen und die Hoffnung, irgendwann wiedergeliebt zu werden.

Ich weiß es immernoch nicht und bin ratlos.

Ratlos und rastlos, Gedanken vernebeln meinen Verstand zu jeder Tageszeit, sie kommen ganz plötzlich und in Momenten, in denen ich nicht damit rechne und wo es gänzlich unpassend ist.

 

Auch Neugier hat eine sehr große Rolle gespielt.

Ich bin viel zu neugierig, als dass ich einfach aufgeben könnte.

Was hält das Leben bereit, was wird noch geschehen?

Was wiederum wird nicht geschehen, wohin wird mein Weg mich führen?

Die Frage, inwiefern ich meinen Weg beeinflussen kann.

 

Doch vor allem war es wahrscheinlich Liebe.

Nicht nur die Liebe zu meiner Familie. Auch diese unendliche Liebe zu dem Menschen, welchem ich schon vor langer Zeit mein Herz geschenkt, ohne dass dieser Mensch davon wüsste.

Beziehungsweise es wahrscheinlich nicht sehen mag, denn eigentlich ist es so unglaulich offensichtlich.

Doch wäre es viel zu kompliziert und jetzt ist doch alles so schön einfach.

 

Es geht mir gut, sogar sehr gut.

Ich weiß jedoch nicht, was fehlt.

Suche in allem, was ich tue einen Sinn.

Sehe ich keinen Sinn und keinen Hintergrund, lasse ich es einfach, ohne Lust, ein Risiko einzugehen.

Ohne Lust, diesen Moment einfach zu leben.

Alles was ich tue, muss für mich eine Bedeutung haben, um diesen kleinen leeren Fleck zu füllen.

Ich weiß, es ist keine große Sache.

Ich weiß, es ist nichts unmögliches.

Rätselraten, der Versuch mich zu finden.

Ich hatte mich gefunden, aber ein Stück weit wieder verloren. Anders kann man dies wohl nicht erklären.

 

Und dann geh ich hinaus.

Warme Luft, der Sommer kommt wohl.

Laufe ein wenig herum, es zieht mich zu einem Spielplatz und ich lasse es um mich geschehen.

Allein mit mir selbst, allein in der Vergangenheit. Allein in der nie währenden Zukunft, welche ich mir heranziehe wie das Herrchen den Hund, nur mit sehr viel Gewalt.

Blicke nach oben, sehe da ein paar Sterne und das Schaukeln wirkt aufwühlend und beruhigend zugleich.

Und zwischen all dem Gedankenwirrwar habe ich erkannt, was mir fehlt.

 

Kraft.

Kraft, mich damit auseinanderzusetzen, die Kraft es einfach geschehen zu lassen.

Die Kraft, zu weinen, die Kraft über ihn nachzudenken.

Zu schmerzhaft die Erinnerungen, die daherkommen.

Zu schmerzhaft der Gedanke, ob ich nicht doch hätte etwas tun können.

Zu schmerzhaft der Gedanke, dass er nie wiederkehren wird.

Alles ist für mich nur ein Traum, wirkt noch nach fast einem Jahr so unreal.

Und in kurzen Momenten, in denen ich mich in der Realität finde, eine unglaubliche Liebe, die ich empfinde.

Und da es mich sofort zerreißt, wisch ich die Gedanken schnell weg.

Ich stand zwischen zweierlei:

Der Liebe, die mich von hier fortzog, und jene, welche mich wahrscheinlich hier gehalten hat.

Ich widme mich der, welche noch bei mir ist.

Wenn auch eher weniger als mehr.

 

Diese ist zu ertragen, mit dieser weiß ich umzugehen.

Dieser Mensch lebt.

Meine andere Liebe, meine Liebe zu ihm jedoch basiert auf der Vergangenheit.

Wird nie wiederkehren, wird nie wieder real.

Ist Unsinn, will ich vergessen.

Will vergessen.

Unsinn!

 

 


 

 

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welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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