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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 01:59

Und dann sitze ich manchmal einfach da.

Höre ein Lied.

 

Und dann ist mein Kopf leer.

 

Ich sitze einfach so da, meine Arme hängen da so an mir herunter, als würden sie gar nicht so wirklich zu mir gehören.

Die baumeln da rum, wie die Schaukeln von den Bäumen, welche angebracht wurden, um die Kinder zu erfreuen, die schon lange fort sind.

Sie haben so unglaublich ausgeschaukelt, diese Schaukeln!

Hängen da so rum, verdeckt von den Büschen, die da jetzt nun schon mittlerweile aus dem Boden schauen, schaukeln sacht im Wind und wissen gar nicht mehr, wozu sie eigentlich da sind.

Denken - wenn sie denken - sie seien dazu da, damit ein Vogel sein Nest auf Ihnen baue.

Das glauben sie, fragen sich, ob das die tatsächliche Wahrheit ist. Wenn sie denn hinterfragen.

 

Ein Vögelchen wüde nie ein Nest auf Ihnen bauen, viel zu unsicher für die kleinen zukünftigen Sprösslinge.

Würden durchgerüttelt werden, käme ein heftiger Wind auf.

 

Ab und zu ist schon eines vorbeigekommen, hockte sich dahin und guggte. Fragend. Wartend.

Ob dies ein geeigneter Platz sei für die Kleinen?

Die meisten dann weiter geflogen, die Gefahr erkennend.

Nur eines hatte sichs gewagt, die Schaukeln zu testen. Setze sich darauf, sprang hin und her, befand dieses Plätzchen als lustig.

Fing an, ein paar Haare zu sammeln, Stöckchen und Laub. Hatte schon mit dem Bau begonnen. Bis es wieder einmal fortflog, um weitere feine DInge zu sammeln - kam es wieder - Nest war herabgefallen, zerprungen, kaputt

Der Wind!

Sah`s das Vögelchen, gab einen entsetzten Laut von sich und flog davon.

 

 

Schaukeln da so rum, die Schaukeln, ohne zu wissen, dass sie schaukeln, warten.. ja..!

 

Sie wissen nicht, worauf. Wissen eigentlich nicht einmal, dass sie warten.

Doofe Schaukeln!

Gehören gar nicht dahin, haben ihren Sinn schon lange verloren! Zu nichts nutze!

Schnüren doch nur dem armen Baume die Arme ab mit ihren Schnuren, welche so fest gebunden und gewickelt.

Wissen selbst nicht einmal, wozu sie nutzen.

 

 


 

 

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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 01:41

Momentan habe ich meine Stundenanzahl an Schlaf von 8-9 auf nun noch 4-6,5 Stunden Schlaf reduziert. Ich habe das Gefühl, dies ist auch der Grund, dass es momentan recht stabil ist. Sobald ich mehr schlafe (wie am Wochenende), scheint es immer wieder schlimmer zu werden.

ich dachte bisher, schlafen sei gut, aber vielleicht ist es bei dieser Krankheit nicht der Fall.

Da durch die Wärme ja Bakterienwachstum durchaus gefördert wird, kann ich mir vorstellen, dass dies der Grund ist. Ist das Auge länger geschlossen, entsteht natürlich auch auf längere Zeit Wärme.

Ob dies so stimmt, weiß ich nicht. Ist nur eine Vermutung. Mir allerdings scheint es gut zu tun.

Dafür hau ich mich dann immer nachmittags nochmal eine oder zwei Stunden aufs Ohr, so dass ich trotzdem meist zu einer mir angenehmen Menge Schlaf im Gesamten komme.

 

Zudem habe ich festgestellt, dass eine direkte Konfrontation mit sehr hellem Licht sofort nach dem Aufstehen wahre Wunder wirkt.

Bisher habe ich versucht, mich nach dem Aufstehen langsam an das Licht zu gewöhnen. Dies regle ich jetzt anders.

Ich tropfe sofort nach dem Aufstehen "Pilomann" (Damit die Pupille kleiner wird und somit die Lichtempfindlichkeit herabgeschraubt wird), gehe in die Küche, koche mir einen Kaffee und renne sofort ins Bad, wo ich die sehr helle Deckenbeleuchtung anmache. Auf dem Weg dahin knipse ich noch überall das Licht an (Flur, usw) und so komme ich komischerweise sehr gut hin.

Anfangs schmerzt es doch sehr und ist ziemlich heftig, aber so komme ich viel besser über den Tag. Diese zwischenzeitliche gefühlte Überanstrengung des Auges tritt nun nicht mehr so häufig auf wie vor wenigen Wochen.

 

 

Kontrollbesuch in der Uniklinik - 13.01.2012

 

Zu meinem Kontrollbesuch am 13.01. kam nichts spektakuläres bei raus.

Der Arzt ist recht zufrieden, mein Auge wirkt viel klarer als beim letzten Besuch.

Ich soll nun erst im März wiederkommen, in der Hoffnung es bleibt so.

Sobald der Zustand sich wieder verschlechtert, soll ich wieder hinfahren.

Ansonsten gibt es momentan nichts neues.

Auf meine Frage hin, ob die Arztakte zu kopieren sei und ob es möglich sei, die Fotos zu bekommen, erhielt ich ein sofortiges Ja.

So kann ich bald ein paar der Bilder hier reinstellen, so dass es besser zu verstehen ist, was ich meine.

 

Liebe Grüße

und

 

auf bald (:

 

 


 

 

 

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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 01:33

Aus Zeitgründen ist es mir MOMENTAN leider nicht möglich, fortwährend ausführlich zu berichten. Zudem würde dies den Rahmen sprengen, da sich momentan das Auge recht ruhig verhält. Es gibt Hoch und Tiefs, welche sich allerdings in Grenzen halten und zu ertragen sind.

Einen weiteren Krankenhausaufenthalt gab es seit Oktober bisher zum Glück immernoch nicht, ich hoffe sehr, es bleibt so.

Die Angst ist ja nun doch da, dass es wieder losgeht.

Aufgrund dieser oben genannten Gründe hier alles weitere in Tabellenform, um Übersichtlichkeit zu gewährleisten und trotzdem noch weiter zu dokumentieren. Viel Spaß dabei ;)

 

 

Bisher habe ich festgestellt: Umso weniger ich schlafe, umso besser ist komischerweise der Zustand des Auges. Zudem ist die direkte Konfrontation mit Licht direkt nach dem Aufstehen unglaublich hilfreich.

Dies tut in der ersten halben Stunde meist doch sehr weh und ist sehr unangenehm, aber so komme ich besser über den Tag und das Auge macht weniger Faxen.

Vielleicht hilft dies dem einen oder anderen, der denkt, schlafen sei gut und es mal so versuchen will.

Ich habe nun meine tägl. Schlafmenge (also an einem Stück des Nachts) von 8,5 auf i.d.R. maximal 6,5 Stunden reduziert (Außer am Wochenende..)

Dafür lege ich mich meist am Tag nochmal 1 bis 2 Stunden hin.

Ich habe das Gefühl, dies trägt sehr dazu bei, dass der Zustand momentan so stabil ist.

 

 


 

 

 

Tag

ca. Std. Schlaf

Zustand/ Auffälligkeiten/ Verhalten

10.01.2012

Die

ca. 5,5

·         Auge ca 1 Std.lang  nach Aufstehen noch etwas anstrengend (Lichtempf.)

·         Sofort Konfrontation m. sehr hellem  Licht nach Aufstehen

·         Schlagartig ertragbar

·         Wetter: Bewölkt, ab und zu stark Sonne – mit Sonnenb. gut zu ertragen

·         Zwischendurch ¼ Stunde hingelegt, Augen zu

·         Nachmittags- ca 16Uhr im Bus- warm- Auge „hängt“

·         Nach Aussteigen alles wieder oke

·         Bei heißer Dusche- Auge klappt kurz bisschen zu, fühlt sich „müde“ an, danach schlagartig weg

·         Getropft heute:

o   Brolene: 9x

o   Poly: 8x

o   Dexa: 3x

o   Polyspectran: 3x

11.01.2012

Mi

6,5

·      Stabil, keine Beschwerden

·      Abends kurz anstrengend à Licht

·      Kurz darauf: geht wieder

·         Getropft heute:

o   Brolene: 8x

o   Poly: 8x

o   Dexa: 3x

o   Polyspectran: 3x

12.01.2012

Do

6,5

·      Keine Beschwerden

·         Getropft heute:

o   Brolene: 9x

o   Poly: 8x

o   Dexa: 3x

o   Polyspectran: 3x

13.01.2012

Fr

6

·      Licht morgens bereitet erstaunlicherweise keine Probleme

·      In Uni, „Kinoraum“: unglaublich helles Licht, ständiger Wechsel zwischen Licht an und aus (Abdunkeln d Raumes zur Filmvorführung)  bereitet auf einmal unglaubliche Probleme, schmerzt, Auge wird rot

·      Uniklinik zur Kontrolle: Ab sofort nur noch 2mal tägl. Dexa, damit die Hornhaut nicht noch dünner wird, der Rest bleibt. Ich soll weiterhin 6-9 Mal am Tag tropfen, da bisher so gut verlaufen

o   Brolene: 7x

o   Poly: 6x

o   Dexa: 2x

o   Polyspectran: 3x

14.01.2012

Sa

8,5

·      Heute unglaublich anstrengend, Auge auch sehr rot

·         Getropft heute:

o   Brolene: 8x

o   Poly: 8x

o   Dexa: 2x

o   Polyspectran: 3x

15.02.2012

So

7,5

·         Auge immernoch anstrengend, rot, Lichtempfindlich.

·         Zeitweise ein kurzes Tränen

·         Ertragbar, deswegen nicht in die Klinik, Hoffen auf Besserung

·         Getropft heute:

o   Brolene: 9x

o   Poly: 8x

o   Dexa: 2x

o   Polyspectran: 3x

16.01.2012

Mo

6,5

·      Auge noch sehr anstrengend.

·      Herumlaufen mit Sonnenbrille, obwohl grauer Himmel

·      Nach Ausruhen zu Hause (nachmittags) tritt langsam Besserung ein

·         Getropft heute:

o   Brolene: 10x

o   Poly: 10x

o   Dexa: 2x

o   Polyspectran: 3x

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8. Dezember 2011 4 08 /12 /Dezember /2011 22:00
 2009
 

Aquarell

 

Gar nicht lange ist es her

Als ich ginge lichterschwer

Durch die Abenddämmerung

Und mein Liedel leise sung

 

Dort der Herbst, der Schwerenöter

Färbt die Landschaft immer röter

Mich bezaubert das chamois

Und zähl' leise, un, deux, trois

Frische Luft streift meine Nase

Übers Feld springt leis' ein Hase

 

Und ich laufe immerzu

Betrache die Wege, schweigend

Die Bäume, sich kläglich neigend

Wetterumschwung kommt im Nu

 

Der Wind schreit, der Himmel tut sich auf

Schwarzes kreisendes Loch

Verschluckt die Erde

Ein Gewitter entsendet

Es zückt sein Schwert

Geht auf dich los, will dich fangen

Du kriechst ins Bett, kannst nicht schlafen

Wie Nadeln am Fenster deines Zimmers

Stile schleicht

sich nach und nach

in deinen Kopf

Von weit her ein heulendes Tier

Filmriss

 

Doch ich atme sanft, in Ruh

Erwache, und recke mich nackt

Entdecke, im Rahmen, den Akt

Fast blind vor Schönheit auch du

 

Die Erinnerung kommt wieder

wie gar traurig leise Lieder

Stille Gassen, leere Straßen

Wie vom Wind hinweggeblasen

 

 


 

 

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8. Dezember 2011 4 08 /12 /Dezember /2011 03:29

 

Weißer Gruß

 

Heute ist dein großer Tag

Hörst du schon den Glockenschlag?

weil wir dich mögen wünschen wir

von Herzen alles Gute dir

 

Wir schwingen froh die Hüte

Und lieben deine Güte

Dein Lachen stets so laut erschallt

Dass es schon manchmal arg laut knallt

 

Und hast du einmal großen Kummer

wählst du von jedem hier die Nummer

Hast du einen von uns erreicht,

dein Lachen ins Gesicht sich schleicht

 

Und dies ist ein besondres Jahr

Dein ew'ger Traum wird endlich wahr

Der Schnee bedeckt das ganze Land

Da geht alles von Zauberhand

 

Und vielleicht fragst du dich schon

"Wo werd ich in'  paar Jahren wohn' ?

Was werde ich wohl später machen?

Kann ich dann auch noch so viel lachen?

Was wird aus meinem Leben werden?

Wo stehe ich dann wohl auf Erden?"

 

Doch egal, wo du wirst stehn

 Aus uns'ren Herzen

 lassen wir dich nicht geh'n

Und egal wohin du gehst,

wie du dann im Leben stehst,

Was du später machen wirst,

Du immer mit zu uns gehörst

 

 


 

 

 

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5. Dezember 2011 1 05 /12 /Dezember /2011 16:20

05. Dezember 20 11

 

 

Ich habe keine Lust mehr.

Wie lange soll das noch so weitergehen?

Ich habe keine Kraft mehr. Immer wieder geht es bergauf und bergab. Mal hält sich das Auge ne ganze Zeit lang, alles ist recht oke, dann wieder geht es schlagartig rueckwaerts, immer wieder wird es schlechter.

Wie lange soll ich noch in diesem Zustand leben?

Wie lange soll das bitte denn noch andauern?

Ich habe im Geheimen so sehr darauf gehofft, dass sie endlich die Op ansetzen, aber nein- wieder nichts.

Ich will dass es ein Ende hat!

Ich will endlich ein Ende sehen!

Das ist kein Zustand.

 

Ja klar, der Reizzustand sollte eh erst weggehen bevor man eine Transplantation macht aber wenn ich Freitag dahinkomme, und alles ist wieder recht schick - nur das Infiltrat ist immernoch gleichgroß..

Kann ich ne Op völlig vergessen!!

 

Man muss ja versuchen, die Hornhaut zu retten, und wenn ich keine Schmerzen habe .. wird sich das noch Ewigkeiten rauszögern.

Ich muss weiter damit leben, kein Ende in Sicht.

Ich kann einfach nicht mehr, ich bin kurz vorm Verzweifeln.
Schön und gut, die letzten Wochen war ich positiv aber im Endeffekt war das auch für die Katz'.

Denn wieder ist es schlimmer geworden!

Ständig lebe ich in der Angst, dass es wieder anfängt.

Immer weiter geht das Ganze.

Immer wieder fängt's von vorn an.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Akanthamöben durch die Tropfen weggehen ist ohnehin nicht sehr groß, warum also bitte macht man diese verdammte OP nicht ??????

Ich verstehe es nicht, es geht einfach nicht in meinen Kopf rein?

Scheiß auf das Risiko, scheiß drauf was danach passieren kann.

Zur Not sollen sie mir das verdammte Auge rausnehmen.

Mir ist alles egal!

Es ist mir sowas von gleichgültig!

Ich will nur dass es ein Ende hat.

Und wenn es heißt, dass ich blind auf dem Auge bin ist mir das nur allzu recht!

Damit kann ich wunderbar leben.

Viel besser als in diesem Schwebezustand!

 

Ich habe keine Kraft mehr..

 

 


 

 

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5. Dezember 2011 1 05 /12 /Dezember /2011 16:17
 05. Dezember 2011 

 

Tja.

Der Arzt sagt, das Iniltrat wirkt ein wenig "durchsichtiger", kleiner geworden ist der Ring jedoch nicht.

Der Reizzustand des Auges im Allgemeinen ist auch zurückgegangen, aber noch nicht weg.

Alles in allem meint er sei der Befund auf keinen Fall schlechter als am Freitag, eher besser.

Also keine Operation.

 

Weiterhin muss ich alle halbe Stunde tropfen, am Freitag bin ich wieder in der Klinik bestellt zur Kontrolle.

 

 


 

 

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4. Dezember 2011 7 04 /12 /Dezember /2011 00:01
 04. Dezember 2011 

 

Die Schmerzen sind fast weg, das Wochenende über hat sich das Auge ein wenig beruhigt.

Die Schmerzen beim Tropfen sind auch kaum mehr da, so war ich fleißig und hab alle halbe Stunde fein getropft.

Das Ringinfiltrat ist trotzdem noch so groß, warten wir also ab was der Arzt morgen sagt.

 

Mittlerweile hoffe ich eigentlich auf die Operation, da die Chance besteht, dass es danach endlich mal vorbei ist.

Auch wenn die Op Risiken birgt, so habe ich jedoch keine Angst (nur vor dem Fäden ziehen, was später auf mich zukommt - keine Ahnung warum :D ).

Da ich aber meinem Oberarzt sehr vertraue, bin ich mir sicher, dass bei der Op selber alles gut geht.

 

Ich warte also eigentlich auf ein "Sie bleiben hier!".

Ich bin gespannt.

 

 

 


 

 

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3. Dezember 2011 6 03 /12 /Dezember /2011 12:00
 03. Dezember 2011
 
 

 
 

Veränderung der Wahrnehmung

Wir alle wissen es - Blinde haben ein sehr stark ausgeprägtes Gehör.

Ich selber habe das jetzt erlebt!

ich bin zwar nicht blind, sehe jedoch auf dem einem Auge fast gar nichts und in vielen Momenten muss ich meine beiden Augen schließen, da es anders wegen der vielen Lichtquellen nicht geht und auszuhalten ist.

Ich hatte schon immer ein sehr gutes Gehör, aber es hat sich innerhalb dieser Zeit noch so einiges verändert.

ich nehme die leisesten Geräusche wahr, alles kommt mir auch mittlerweile viel lauter vor, als es eigentlich ist.

Dies kann sehr hilfreich sein, wie zum Beispiel im Straßenverkehr.

So nehme ich kleinste Einzelheiten wahr und kann mich so auf meine anderen Sinne verlassen.

Wenn ich beispielsweise über die Straße gehe, sehe ich ja auf der rechten Seite nichts und wenn ich mich drehe, so scheint vieles verschoben dadurch, dass ich nur mit einem Auge guggen kann.

 

Mein Gehör nimmt mir viele Kleinigkeiten ab, mittlerweile kann ich Entfernungen nur alleine durch mein Gehör zusätzlich besser einschätzen.

Hinzu kommt, dass auch mein "Tastsinn" viel stärker ausgeprägt ist.

Wenn mein Auge mal wieder arg schlimm war, schloss ich oft meine beiden Augen und musste mich sozusagen "durchtasten".

Mittlerweile nehme ich Vibrationen aller Art unglaublich sensibel wahr.

Wenn also ein Auto angerauscht kommt, achte ich zuerst auf mein Gehör, dann darauf, welche Schwingungen der Boden mir vermittelt und dann erst nutze ich mein Auge.

 

Dies alles ist auf der einen Seite unglaublich hilfreich, auf der anderen jedoch kann einen das in den Wahnsinn treiben.

Wenn ich früher über eine längere Zeit Baustellenlärm ertragen musste, so nervte mich dies einfach nur.

Mittlerweile treibt es mich in den Wahnsinn und ich bin manchmal kurz vorm verzweifeln.

Wenn ich dann also beispielsweise im Wartezimmer sitze, guggen andere genervt wenn draußen gewerkelt wird - ich jedoch muss mich zusammenreißen, dass ich nicht die Flucht ergreife und abhaue, da mein Kopf zu platzen scheint und dieses Geräusch mich völlig fertig macht.

 

Menschen

 

Menschen.

 

Bisher bei einem Treffen:

Ich stehe und warte, halte Ausschau. Suche die Menschenmengen ab nach dem mir bekannten Gesicht.

Analysiere die anderen, um mich zu beschäftigen.

Suche weiter, nach einer Tasche, einer Jacke.. irgendwas, von dem ich weiß - der Mensch, mit dem ich mich treffe trägt diese!

 

Jetzt bei einem Treffen:

(Die Sonne scheint. Brille tragen unmöglich wegen des Lichtes. Sonnenbrille aufgesetzt. Somit nicht nur blind auf dem rechten Auge, auch mein linkes wird nun unbrauchbar, da ich ohne Brille praktisch blind bin und noch keine Sonnenbrille mit Stärke besitze (durch Krankheit und Krankenhausaufenthalt noch nicht geschafft))

Stehe da, höre ganz leise Musik.

Augen geschlossen, warten dass endlich der Mensch kommt.

Höre mir die Stimmen um mich herum an, lausche, was sie reden. Such nach bekanntem Gesprächsstoff, nach bekannten Stimmen.

Kein Erfolg.

Öffne mein linkes Auge gerade so, dass ich wenigstens ein paar Umrisse erkenne.

Warte weiterhin. Auf einmal ein mir bekannter Gang - diesen Schritt kenne ich. Sehe einen braunen Umriss - muss eine braune Jacke sein. Einen blauen Punkt daneben - vielleicht eine blaue Tasche. Das müsste sie sein. Bin mir fast ganz sicher. Gehe auf sie zu. Höre ein Hallo und bin mir nun sicher!

Willkommen!

 

 

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2. Dezember 2011 5 02 /12 /Dezember /2011 18:49
 02. Dezember 2011
 

Und das Auge macht Krawall ! ! !

 


 

 

 

Zuerst einmal möchte ich euch erzählen, wie die letzten Monate so für mich aussahen. Unterschiedlichste Diagnosen wurden gestellt, alle möglichen Salben und Tropfen habe ich bekommen und ich schwebte praktisch in der Luft. Ich wusste ganz lange nicht, was denn nun wirklich mit mir los ist. Immer wieder dachte ich, die Ursache für mein Leiden sei gefunden und immer wieder gab es herbe Rückschläge…

 

Mal wieder… Bindehautentzündung.

Schon zu Anfang des Jahres fing es an- ich hatte (nach Jahren der Ruhe) mal wieder eine Bindehautentzündung.

An sich war ich das ja schon gewohnt, da ich mit dem Alter von ca. 16 Jahren ständig Bindehautentzündungen hatte durch den fahrlässigen Umgang mit meinen Kontaktlinsen.
Damals nahm ich die Hygiene und Pflege nicht so ernst.

Da ich allerdings seit langer Zeit umso vorsichtiger war und penibel auf Sauberkeit im Umgang mit den Linsen geachtet hatte, wunderte mich das ein wenig.

Nach ein paar Tagen des Tropfens hatte ich das Problem auch wieder in den Griff gekriegt.

 

Dieses Prozedere machte ich so bis Ende Mai immer mal wieder durch.

Nichts weiter dramatisches, wie mir schien.

Als ich dann jedoch das letzte Mal nach einer Woche Behandlung zu meinem Augenarzt zur Kontrolle ging, hatte ich einen leichten weißen Schleier vorm Auge.

Ich dachte, dies sei von der Salbe, die ich verschrieben bekommen hatte und mein Arzt müsse mein Auge wohl nur „ausspülen“, um diesen wegzubekommen, deshalb war ich umso schockierter, als er meinte, dies sei wohl ein schwerwiegendes Problem.

Dieser Schleier verheiße nichts Gutes.

 

Mir wurde gesagt, dass die Ursache entweder ein „Herpes-Virus“ sei, andere Bakterien oder Viren oder dass – im schlimmsten Fall- Akanthamöben die Ursache sein könnten.

Ich fragte ihn natürlich sofort aus, was davon das Schlimmste sei, wie lange ein Heilungsprozess dauern würde, was zukünftige Folgen sind, wie es jetzt weitergeht….

 

Er meinte, er sei sich recht sicher, dass es ein Herpesvirus ist und überwies mich in die Uniklinik, um den Befund bestätigen zu lassen.
So also fuhr ich gleich hin und einige Ärzte schauten mich an.

Dies war am 26.08.2011.

Die Meinungen jedoch waren bezüglich der Diagnose recht unterschiedlich.

Einige meinten, es sei definitiv der Herpesvirus, ein paar andere jedoch meinten, das glaubten sie nicht.

So bekam ich also alle möglichen Tropfen und Salben verschrieben und wurde auf den Herpes-Virus behandelt.

Ich durfte da noch nach Hause gehen.

Der Zustand meines Auges war seit da an sehr schwankend. Es gab Tage, an denen es recht gut ging und Tage, an denen es gar nicht ging.

So musste ich immer mal wieder in die Klinik, bis ich am 10.09.2011 das erste Mal stationär aufgenommen wurde, da die Schmerzen unerträglich wurden.

Ich glaubte nicht mehr wirklich daran, dass es der Herpes Virus ist. Eigentlich war ich mir von Anfang an sicher, dass er es nicht ist. Aber ich bin nun einmal kein Arzt. Ich bat von Anfang an darum, mich doch direkt auf Akanthamöben zu behandeln. Denn ich hatte wenig über diese Krankheit von den Ärzten gehört, allerdings nur Schreckliches.

Nun erzähl aber einmal als Laie den Ärzten, was die beste Behandkung für dich ist... Ich konnte mich natürlich nicht durchsetzen und bereue es im Nachhinein zutiefst! Ich hatte schon immer ein gutes Körper- und Bauchgefühl. Aber ich hatte keine Chance. Sie wollten mir die A.-A.-Tropfen nicht geben. Diese Therapie sei zu aggresiv, um sie auf Verdacht hin zu verabreichen!...

Niemand wusste so wirklich bis dahin, ob die Diagnose stimmt und ich war völlig im Unklaren, was ich nun eigentlich wirklich habe.

 

Bei meinem allerersten Besuch im Krankenhaus wurde mir mitgeteilt, man würde mein Kontaktlinsenaufbewahrungsgefäß kontrollieren, ob man dort einen Hinweis fände.

 

Da dies aber bis dahin immer noch nicht geschehen war, wies ich die Ärzte darauf hin, dass diese Maßnahme noch nicht ergriffen wurde.

So wirklich ernst genommen wurde ich nicht, also setzte ich fest, ich würde meiner Mam Bescheid sagen und legte einfach fest, dass das Gefäß kontrolliert würde.

Am nächsten Tag also drückte ich das der Ärztin in die Hand.

Mir wurde gesagt, über einen eventuellen Fund würde man mich natürlich sofort informieren.

Nichts dergleichen geschah jedoch.

 

Ich lag bis zum 13.09.2011  im Krankenhaus, viel kürzer  als ich erwartet hatte.

Darüber war ich natürlich unglaublich glücklich.

 

Als mich jedoch wenige Tage mein Augenarzt schon wieder in die Klinik schickte, da mein Auge wieder schlimmer geworden war, nämlich am 19.09.2011, war ich natürlich unglaublich niedergeschlagen.

Ich war doch so froh, dass es meinem Auge bis dahin so gut ging…

Nach 4 Stunden Ungewissheit und Warten teilte man mir mit, dass zwei Bakterien im Kontaktlinsenbehälter gefunden wurden (ich wurde also NICHT! informiert…!)

Das eine Bakterium war nicht weiter schlimm und recht gut zu behandeln, das andere jedoch multiresistent gegen alle möglichen Antibiotika.

 

Mir wurden wieder andere Medikamente verschrieben.

Am 22.09.2011 sagte mir ein Arzt, dass es fraglich ist, ob ich je wieder sehen kann und wenn, wie viel dann noch.

Ich war natürlich am Boden zerstört.

Mir erschien alles so sinnlos, die Behandlungen schienen ja doch nicht zu helfen und jetzt auch noch die Botschaft, ich würde eventuell mein Augenlicht verlieren.

Meine Mam jedoch machte sich sofort im Internet kundig und las von einer Hornhauttransplantation. Sie erzählte mir davon, dass es vielleicht eine Möglichkeit sei.

Ich fragte meinen Oberarzt, ob das stimmt, wie wahrscheinlich es ist, dass es soweit kommt.

Er klärte mich auf und sagte, dies sei durchaus eine Möglichkeit, falls sich auf dem Auge Narben bilden würden und ich nicht mehr sehen kann.

Dies beruhigte mich natürlich ungemein. Zu wissen, dass es zur größten Not mit einer OP zu beheben wäre, war immerhin ein Lichtblick.

Er sagte jedoch auch, dass es bei mir nicht so aussieht, dass bei mir eine starke Narbenbildung sehr  wahrscheinlich ist und dass dies nur im größten Notfall passieren würde.

Dann sah alles schon wieder ganz anders aus.

Der lernende Arzt hatte mir also unglaubliche Panik gemacht, die der Oberarzt mir wieder nahm.

Das Auge war dann auch wieder  kurz recht oke und beruhigte sich. Wir hofften alle, dass es jetzt langsam mal vorbei sein möge..

Am 26.09.2011 wurde ich dann also entlassen,

 

nur um 2 Tage später, am 28.09.2011, jedoch wieder sofort auf Station zu liegen.

Ich war es langsam Leid.

Da sich die Ärzte nicht anders zu helfen wussten, verabreichte man mir Betaisodonaspülungen, um den Keim abzutöten.

Diese waren zu Anfang unglaublich schmerzlich, da mein Auge nicht richtig betäubt wurde.

Dies war auch das erste Mal, als ich kurz davor war, einfach aufzugeben.

Ich konnte nicht mehr und wusste nicht mehr weiter.

Diese Spülungen wollten sie mir 3! Mal am Tag verabreichen.

Da es allerdings so schmerzhaft war, erhielt ich am ersten Tag „nur“ eine Spülung und am 2. Tag auch „nur“ eine.. dann weigerte ich mich strikt.

Die Schmerzen waren nicht auszuhalten und ich brauche mir auch gar nicht die Mühe machen, sie hier in Worte fassen zu wollen.

Ich wusste nicht, dass man so schlimmes fühlen kann und war am Ende mit meinen Nerven.

Als dann jedoch mein Oberarzt mit mir redete (der einzige, zu dem ich zu diesem Zeitpunkt noch Vertrauen hatte) und meinte, es müsse sein, ließ ich die Spülungen wieder zu.

Schließlich musste man ja irgendwas machen, damit es weggeht.

Ich dachte mir „ein letztes Mal probiere ich es noch, dann weiß ich auch nicht mehr weiter“.

So also bekam ich an dem Tag die Spülung von meinem Oberarzt.

 

Die nächsten Tage waren unglaublich anstrengend. Wenn der Oberarzt die Spülung machte, lief alles gut und die Schmerzen hielten sich in Grenzen (das Auge wurde eine Stunde lang zuvor immer wieder mit Betäubungstropfen behandelt).

Auch die Schmerzen danach waren nicht so enorm, wie wenn jemand anderes spülte.

 

Sobald aber mal jemand anderes es machte, war es nur noch ein absolutes Horrorszenario.

Der eine betäubte nicht richtig und spülte mein Auge danach nur einmal statt zweimal (GEGEN die Anweisung des Oberarztes!) aus – höllische Schmerzen folgten.

Der andere meinte, mein Auge aufruppen zu müssen, sodass ich trotz Betäubung unter höllischen Schmerzen litt.

Mein wiederholtes Rufen „STOPP! Pause BITTE!“ wurde -ganz dezent- überhört und ich fühlte mich wie in einem Horrorfilm.

Ich weigerte mich dann, von diesen Ärzten behandelt zu werden.

Ich sprach mit dem Oberarzt und verlor auch immer mehr meine Hemmung, meine Meinung zu sagen und mich durchzusetzten. Ich war es Leid, dass mit meinem Körper (Auge) von einigen so umgegangen wurde, als sei ich ein Schlachtvieh und ein Experiment!

 

Irgendwann halfen dann die Spülungen und mein Auge wurde recht ruhig. Dann war ich bereit, auch 2 Spülungen über mich ergehen zu lassen, nachdem ich meinen Arzt fragte, ob dies die Heilung beschleunigen könne und gut wäre. Er meinte, dies sei wahrscheinlich der Fall.

So bat ich darum, die Dosis zu erhöhen, solange dies Ärzte machten, die umsichtig sind  und denen ich noch einigermaßen vertraute (davon gab es dann nur noch zwei oder 3 – und in der Klinik gibt es wirklich viele Ärzte…).

 

Dies jedoch war zu viel und mein Auge war dann stark gereizt.

So wurden die Spülungen abgesetzt und alles war dann endlich soweit ok. Ich sah zwar immer noch nicht viel, der Schleier war nicht weg, aber ich hatte keine Schmerzen und mein Auge schien stabil.

Am 6.10.2011  wurde ich dann entlassen und freute mich, in meiner neuen Wohnung zu sein – mit einem nicht-schmerzendem Auge.

 

So hatte ich dann ganze 2 Wochen Ruhe und war überglücklich.

Ich dachte doch tatsächlich, dass ich jetzt endlich wieder Ruhe habe.

Dem war aber natürlich nicht so!

Am 21.10.2011 war ich dann wieder in der Klinik – da es so ein stetiges Bergauf und Bergab bis dahin gab, war nun die Vermutung naheliegend, dass es wohl nicht die Bakterien sind.

Auch der Stationsarzt meinte bei meiner letzten Entlassung, dass diese eigentlich schon längst abgetötet sein müssten.

So teilte man mir am 21.10. mit, dass es nun langsam sinnvoll wäre, auf Akanthamöben zu therapieren.

Ich durfte allerdings über das Wochenende erstmal wieder heim, da eine der Tropfen, die ich nun nehmen sollte, speziell in der Apotheke angefertigt werden mussten und diese vor Montag nicht da sein würden.

Übers Wochenende gab mir der Arzt schon folgende Medikamente mit:

1.) Brolene

2.) Oftaquix

3.) Dexa Edo

 

Die ersten beiden Tropfen und die angefertigten, welche ich dann seit Montag bekam (=Polihexanid) sind eine Dreierkombination, welche gegen die Akanthamöben wirken sollen.

Die Tropfen „Oftaquix“ sind dafür da, die Bakterien abzutöten, von welchen sich die Akanthamöben sozusagen „ernähren“.

 

Die Dexa Edo sollte ich weiterhin nehmen, um die Selbstheilung des Auges sozusagen einzuschränken.

Dieser weiße Schleier entstand aus Infiltraten, die sich auf der Hornhaut absetzen. Diese sind eine natürliche Abwehrfunktion des Auges. Zudem sei die „Heilung im Auge“ sozusagen gar nicht so gut, da dadurch Narben entstehen und die Sehfähigkeit wenig bis sehr stark beeinträchtigt werden kann.

 

So ging ich Freitags also Heim mit der Aussicht, Montag wieder stationär aufgenommen zu werden.

Am Samstag wachte ich dann auf und stellte fest, dass ich einen weißen Ring im Auge habe.

Von da an war klar, dass es wirklich Akanthamöben sind!

Denn mein Augenarzt und der Oberarzt in der Klinik hatten mir von diesem eindeutigen Symptom schon oft genug erzählt.

So wusste ich dieses Zeichen eindeutig zuzuordnen.

Auch wenn diese Diagnose schrecklich war, so wusste ich jedoch nun endlich, dass man nach gefühlter Ewigkeit endlich wenigstens wirklich richtig behandeln konnte.

Sonntags war der Ring dann fast weg und ich hatte einen weißen Fleck, ein Stückchen über der Pupille, sah aus wie ein Kuhfleck.

Ich war mir trotzdem sicher, dass ich mit meiner Feststellung richtig lag und am Montag war dann auch wieder das Ringinfiltrat deutlich zu erkennen.

 

Vom 24.-28.10.2011 lag ich dann also wieder in der Uniklinik, um zu sehen, wie ich auf die Tropfen reagiere und ob mein  Auge sie gut verkraftet.

Mir sagte zu dem Zeitpunkt eine Ärztin, ich könne mein Studium vergessen und müsse auf jeden Fall zwei Urlaubssemester nehmen.

Dies war natürlich ein weiterer übler Rückschlag, aber als ich dann aus dem Krankenhaus raus war, wurde mein Auge immer besser.

Alles lief gut und ich hatte lange Zeit Ruhe.

Gesehen habe ich natürlich immer noch nicht viel aber ich war schmerzfrei und entschloss mich deswegen, mein Studium weiterzumachen und nicht aufzugeben.

Alles war auf einmal ok.

Ich war zwar sozusagen blind auf dem Auge aber ich musste statt ca. 30 Mal „nur“ noch 20 Mal am Tag tropfen und hatte wieder Hoffnung.

So also war es bis heute.

 

http://www.kontaktlinsen-sparen.de/blog/die-gefahr-lauert-im-wasser-infektionen-ueber-kontaktlinsen/

 

02. Dezember 2011
 

Die letzte Woche war sehr anstrengend. So ganz optimal war der Zustand des Auges nicht. Alles schlauchte mich sehr, Licht war schrecklich.

Aber alles in allem war mein Zustand in keinster Weise Besorgnis erregend.

Montag dann wachte ich auf und es war alles perfekt!

Ich konnte sofort das große Licht anmachen, ich kam auch draußen wunderbar klar.

Natürlich immer noch mit fettem Schleier vor dem Auge aber sonst superglücklich.

Dann allerdings ging es die letzten Tage ein wenig bergauf und bergab.

Bis ich am Donnerstagmorgen nicht aufgestanden bin, weil mich das Auge sehr anstrengte. Die Tropfen taten ein wenig weh und zum Nachmittag hin konnte ich gar nicht mehr Tropfen, weil es so schmerzhaft war.

Ich wollte allerdings nicht in die Klinik, da mein Auge sonst nicht weiter schlimm aussah und ich soweit noch alles regeln wollte, dass ich zur Not auch vom Krankenhaus weiter fürs Studium arbeiten kann.

 

Heute wachte ich dann auf und traute mich gar nicht, Tropfen zu nehmen, da ich mich an die Schmerzen von gestern erinnerte. Ich überwand mich aber es tat natürlich weh, also ließ ich es.

Ohne das Tropfen ging es soweit gut, außer dass ich mein Auge nicht öffnen konnte.

Ich hatte ein starkes Fremdkörpergefühl, wenn ich es öffnete, und dieses war es auch, was so wehtat.

Mittags war ich dann in der Klinik eh zur Kontrolle bestellt und machte mich also auf den Weg.

Halb 1 war ich bestellt, halb 5 waren wir dann beim Oberarzt.

Dieser meinte, ich müsse definitiv weitertropfen und die Dosis stark hochsetzen.

Jetzt soll ich also stündlich Brolene tropfen und stündlich Polihexanid.  Dexa und Oftaquix bleiben von der Anzahl her bestehen.

 

Zudem kam er wieder auf die Hornhauttransplantation zu sprechen, wie die letzten Male zur Kontrolle auch schon.

Sollte es sich übers Wochenende verschlimmern, muss ich in die Klinik – stationär. Mal wieder.

Mittlerweile scheint es so, als dachte er mehr an eine Op als zuvor.

Er erzählt mir immer wieder von einer Patientin, die auch in der Uniklinik behandelt wurde.

Sie litt auch unter Akanthamöben und wurde ein Jahr lang mit Tropfen behandelt.

Seit der Hornhauttransplantation allerdings hat sie Ruhe und ist zufrieden.

Leider ist das Risiko jedoch sehr hoch, dass die neue Hornhaut von Restbeständen der Akanthamöben angegriffen wird und nicht überlebt.

So kann es zur Abstoßung der Hornhaut kommen.

Im Endeffekt birgt die Op also auch Risiken.

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass nicht alles gut verläuft. Deswegen wird also eine Operation vermieden, solange es geht.

Das Ringinfiltrat ist bei mir jedoch schon ein wenig mehr geworden und wenn es sich nicht legt, besteht die Gefahr, dass es sich über das ganze Auge ausbreitet.

Bei einer Transplantation wird allerdings nicht die ganze Hornhaut entfernt, sondern ein Teil herausgeschnitten, da die neue Hornhaut ja mit der alten vernäht werden muss.

Ist also irgendwann die ganze Hornhaut stark angegriffen, so ist eine Operation kaum bis nicht möglich.

Warten wir also ab, was übers Wochenende passiert und was Montag dann herauskommt…

 

 

 

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Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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