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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 16:08

Soeben war ich in der Klinik und es gibt ein paar Neuigkeiten.

Das Auge sieht ein wenig besser aus als am Freitag, die deutliche Besserung allerderngs ist eher subjektiv.

Viel verändert hat sich nicht.

Tropfen soll ich momentan weiter wie bisher, allerdings dann nächste Woche ein wenig herunterfahren und die Woche danach noch mehr.

Dexa und Polyspectran bleiben von der Anzahl vorerst so, Dexa soll ich dann ab April auf dreimal reduzieren.

Am 13. April bin ich wieder bestellt - sehr früh - denn die Blutabnahme wurde nun vorverlegt.

 

Ich habe außerdem mal gefragt, warum das Ringinfiltrat weiß ist.

Natürlich weiß ich ja mittlerweile, dass dies vor allem eine Abwehrfunktion ist und nicht die Akanthamöben selbst.

Jedoch wollte ich schon immer wissen, warum es nun doch ausgerechnet weiß ist :D

Jetzt kann ich berichten, dass das zum Ersten daher kommt, da mittlerweile schon Narben vorhanden sind, zum Zweiten sind dies weiße Blutkörperchen und zum Dritten ist das Weiße auch durch die Schwellung, also das "Aufschwemmen" der Hornhaut zu sehen.

Mal wieder eine Frage aufgelöst (:

 

So also werde ich hoffen, dass es jetzt so ruhig bleibt , sodass ich vor der geplanten Kontrolle am 13.04. erstmal nicht wieder hin muss.

 

 

 


 

 

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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 02:33

Gründe, im Erdgeschoss zu wohnen


Viele Leute mögen ja gar nicht ins Erdgeschoss ziehen.

Beim besten Willen kann ich nicht verstehen, warum.

Viele prägende Erinnerungen an meine jetzige Wohnung werden mich wohl noch jahrelang begleiten!

So prägend, dass ich nun krampfhaft nach einer Erdgeschosswohnung gesucht habe, um solch Ereignisse nicht missen zu müssen!

 

Zum einen wäre da die Bahn, die am Fenster vorbeisaust.

Dies ist äußerst praktisch in schlaflosen Nächten. So kann man anstatt der Schafe die vorbeiratternden Bahnen zählen!

Zudem weiß man: Umso seltener die Bahn fährt, desto später ist es!

Und um so lauter sie vorbeiprescht, umso sicherer kann man sich sein, dass es weit nach 0 Uhr ist, da die Bahn so nicht mehr an allen Haltestellen hält und somit an einer Geschwindigkeit gewinnt, die man sich als Nicht-Erdgeschoss-Bewohner nicht mal zu träumen wagt.

Mit der Schnelligkeit der Bahn steigt natürlich auch automatisch das Erbeben der Erde, somit also hat man nach vielen vielen Jahren wieder eine „Wiege“ als Bett, was demnach Kindheitserinnerungen wieder aufleben lässt..

 

Zum anderen erfreut man sich daran, die Paketannahmestelle des Hauses zu sein.

So sieht man wenigstens einmal alle Gesichter, wo man doch sonst nie einen Menschen im Hause hört, geschweige denn sieht.

Niemals wieder alleine sein!

Außerdem ist es doch wunderschön, das strahlende Gesicht des Paketmenschen zu sehen, der sich freut, dass er nicht in den dritten Stock rennen muss!

Noch schöner wird es dann, wenn er immer gleich bei dir klingelt und den eigentlichen Adressaten gar nimmer versucht, zu erreichen.

Schließlich bist du froh, wenn du der Menschheit etwas Gutes tun kannst!

 

Lautstarke Gespräche vor deinem Fenster versüßen dir oft den Tag oder Abend.

Umso betrunkener oder älter die Leute, desto lauter werden die Unterhaltungen und du bist froh, endlich mal ein wenig Abwechslung zu haben.

Dass du so gar nicht mehr verstehst, was da im Film geredet wird, ist nicht weiter tragisch.

Schließlich ist es doch viel interessanter zu hören, dass eine Angelika, beste Freundin von der Freundin des Mädchens, dass da daraußen herumsteht, den Freund der Inge – die Schwester vom Udo – verführt hat!

Was braucht Mensch noch mehr?

Achja – vielleicht ein Gespräch über den trockenen Kuchen der Frau A., die letztes Wochenende zum Tee lud und definitiv den Kuchen sieben Minuten zu lange im Backofen ließ!

DANN ist Mensch glücklich!

 

Wenn man mal vergisst, die Rollos herunterzumachen und einen Gast hat, also morgens nackend aus dem Bett aufsteht, sieht man am Blicke der vorbeigehenden Leute, ob man sich mal wieder auf Diät setzen sollte.

 

Mülltonnen direkt vor dem Fenster gestatten zudem das unauffällige inspizieren der Hausbewohner Lebensstil!

Direkt durch das Fenster kannst du in den Mülltonnen schauen, was denn da so weggeschmissen wird und dir noch brauchbare Sachen herausfischen!
Was ein Luxus!
Der unschöne Geruch dabei ist nicht weiter schlimm, Mensch kann sich doch an alles gewöhnen!

Viel zu schön ist es, diese Möglichkeiten zu haben, da kann man das doch sicher ignorieren!

Weiß gar nicht, wieso sich so manch einer darüber aufregt.
Das Beste an der Mülllagerung vorm Haus ist, dass wenn da einer auf der anderen Straßenseite daherläuft, der dir gar zuwider ist, du dir schnell die Biotonne aufklappst, dich freust dass es so bitter riecht, deine Hand hineinreckst und den Besagten mit einer Fuhre bewirfst!

Welch Segen!

 

Man vergisst auch nie wegen der Einbrecher, die Fenster zu schließen, so umgeht man das Problem der einziehenden kalten Luft im Winter, wenn man lüftet.

 

Der Keller verschafft immer wieder positive Gedanken, da man oft frierend dasitzt und sich da so denkt: „Wenigstens habe ich Kost und ein Dach überm Kopf und muss nicht wie andere im Regen herumrennen, da keine Heimat“

Das blau anlaufen an den Zehen und der Nasenspitze wird dann ungemein gerne hingenommen und Mensch lernt, dankbar zu sein, dass wenigstens noch keine Eiszapfen an der Nase oder den Ohren wachsen.

Die immensen Heizkosten sind auch unsagbar toll!

So lernt man wenigstens, nichts zu Essen und nimmt gut ab, da man das Geld für die Nachzahlung benötigt!

 

Erdgeschosswohnungen sind fabelhaft!

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:28


 

Meine Mitbewohner und ich stellten letztens fest:

Komisch ist das WG-Leben schon.

Zumal es  oftmals auch von allein vor sich hinlebt.

Zum einen tauchen da ständig so Sachen auf, die keiner zu identifizieren weiß.

Ein Rucksack ohne Herrschaft bereiste bei uns bereits tagelang Zimmer um Zimmer, da jeder von uns glaubte, er gehöre dem Zimmernachbarn.

Bis uns dann eines Tages das Schicksal mal wieder gemeinsam an den Küchentisch setzte und wir feststellten, dass dieser niemandem von uns gehört.

Ein bei uns vom vor Freude strahlenden Postboten für Frau Stolz abgegebenes Päckchen wurde dann nach wochenlangem Warten in unserem sanft beleuchtetem Flure von uns aufgerissen und der Süßigkeiten entleert, da Frau Stolz nicht existierte.

Ein kleiner Ankeranhänger und zwei traurige zerschlissene, alte Jacken zieren mittlerweile unseren Fundus, welcher stetig anwächst.

Erst vor kurzem fanden sich dann in unserem Briefkasten an die 30 kleine, quadratische Zettelchen der ganz besonderen Art:

Im Fünferpack aufgeteilt und mit Gummis auf absolut verwirrender Weise zusammengeknüpft enthielten sie hunderte von Lebensdaten nicht nennenswerter Personen, die irgendwann einmal gelebt haben und mittlerweile das zeitliche gesegnet haben.

Außerdem fand ich Geburtsdaten älterer Menschen, die mindestens die 70er-Grenze überschritten haben.

Psalme und Verse zierten den einen oder anderen Zettel, Bibelstellten wurden zitiert.

Ab dem Zeitpunkt ließ dies nur einen Schluss zu:

Ich war mir sicher, das war das selbst kreierte Notizbuch des Sensenmanns!

Dass dieses mitnichten die Form eines Buches hatte, sondern so komisch zusammengewürfelt war, bestätigte meine bereits schon lange aufgestellte These:

Auch der Sensenmann war mittlerweile auf dem „Selbstfindungs- und Ich-Will-Individuell-Sein Trip“ hängengeblieben, der mittlerweile um sich greift wie eine Seuche.

Nachdem ich allerdings das vierte Päckchen entknotet hatte und mir zu Gemüte führte, fand sich da die komplette Abschrift einer Ankündigung der jährlichen Wasserablesung!

Allerdings für eine Straße, deren Name mir doch unglaublich bekannt vorkam!

Nach langem Kramen in meinem Gedächtnis stellte ich fest:

In der dort aufgeführten „Kreuzstraße“, welche ich vehement aus meinem Gedächtnis gestrichen hatte, wohnte ich selber mal, bis ich im Oktober letzten Jahres schreiend das Weite suchte.

Ich las entsetzt nochmals die Anschrift:

Da stand doch tatsächlich die Kreuzstraße 44! (ich wohnte gegenüber - in der 41!!!)

Nun bestätigte sich mein Entschluss von dort wegzuziehen wieder einmal. Ich war unglaublich erleichtert. Denn sollte der Fall eintreten, dass der Sensenmann Amok läuft, da seine Wasserabrechnung unendliche Ausmaße annimmt, war ich wenigstens nicht in der Nähe.

Ein zufriedenes Lächeln schmückte dann mein Gesicht, als ich daran dachte, dass mein Vater noch im Nebenhaus wohnt!

 

Zum anderen haben wir neuerdings, nachdem erneut Grüße aus Friedrichshafen den Weg zu uns fanden, die Existenz einer imaginären neuen Mitbewohnerin festgestellt: Sophie!

Sophie hat noch keiner von uns sich vorzustellen getraut, denn würde sie eines Tages aus unserem Schrank springen, bekämen wir vielleicht einen ungeheuren Schreck, da sie der Vorstellung nicht entspräche.

Immer wieder bekam Sophie Post.

Letztens allerdings dann langte es mir, als dann doch tatsächlich der jedem bekannte Brief von der GEZ eintrudelte.

Bisher hatte ich Sophie akzeptiert und sogar mit offenem Herzen aufgenommen.

Nun allerdings beschloss ich, sie hinauszuwerfen.

Wenn schon die GEZ an imaginäre Mitbewohner schreibt, hört der Spaß langsam auf.

Ich also nahm mir ein Stift und einen Zettel und schreib da so ein Blatt, welches ich im Netto aufhängte:

 

Sophie sucht neue Bleibe.

 

Aufgrund persönlicher Umstände haben wir imaginäre Mitbewohnerin und Freundin abzugeben.

Bei Interesse bitte bei der unten genannten Telefonnummer anrufen, für Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung.

 

Da kam da ein kleines Mädchen daher, welches uns anrief und fragte, ob Sophie noch zu haben sei.

Ich weiß ja, man soll arglose Kinder nicht in die Pfanne hauen - aber mit der GEZ ist nunmal nicht zu spaßen.

Soll die kleine Annelise sich jetzt mit ihr herumschlagen!

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:15

So schnell hat er sich aufgegeben.

Für einen anderen Menschen.

Sieht keine Zukunft, blickt nicht nach vorne. Resigniert. Steht still.

Arbeit über Arbeit.

Wegen einem anderem Menschen.

 

Liebe ist unvollkommen, Liebe kann Trugschlüsse einleiten.

Liebe selbst kann ein Trugschluss sein.

 

Er hat mich geliebt.

Nein, vielmehr lieber er einen Charakter, den er sich selbst zusammengereimt, innerhalb weniger Wochen.

 

So schnell hat er sich aufgegeben.

Für einen anderen Menschen.

Sieht keine Zukunft, blickt nicht nach vorne. Resigniert. Steht still.

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:08

 

Für meinen Schreibtisch habe ich lange gespart, da war ich vielleicht 12.

Geld hat trotzdem nicht gereicht, worauf hin mir meine Eltern die Hälfte bezahlten.

Früher hatte ich mal einen Schlüssel für die Fächer, der ist jetzt weg. Warum, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass es ein Drama war- für mich.

Denn ich hatte viele Geheimnisse, die es zu verstecken galt.

Ist ein alter Schreibtisch, hat schon viele Jahre auf dem Buckel.

Und groß ist er, wunderbar. Konnte ich immer meine Hausaufgaben super drauf machen.

Ach ja, ich glaub der Schlüssel zerbarst irgendwann.

Gab nur noch einen, war ja schon so alt der Tisch, waren bestimmt schon mal einer oder zwei dem Vorbesitzer verloren gegangen.

Schön ist er, dunkelbraun. Ich mag dieses zusammengequetsche helle DDR-Holz nicht, es wirkt so kalt und chemisch.

So sah mein vorheriger aus.

Deswegen habe ich gespart.

Riesige Fächer hat er, links und rechts ein großes. Links unterteilt in 3, rechts unterteilt in 2.

In der Mitte das kriegt man ohne Schlüssel nicht auf, es sei denn, man drückt den Boden des Faches hoch und zieht es nach vorne. Denn es hat keinen Knauf, nur ein Schloss.

Ich weiß noch, der Schlüssel hatte nicht in das mittlere Schloss gepasst. Oder doch? Bild ich mir das ein? Ich weiß nicht so recht…

Wie ein krass gestreiftes Zebra in den falschen Farben ist des Schreibtisches Musterung.

Überall Unebenheiten. Und Kratzer. Und Dellen, Brandflecken, abgeplatzte Holzstellen.

Er hat bestimmt schon viel  erlebt, mehr als ich.

Hausaufgaben wurden auf ihm gemacht, Briefe geschrieben. Geschäftlich oder privat.

Liebesbriefe. Vielleicht eine Kündigung?

Vielleicht eine Drohung oder Bittstellung.

Wenn er reden könnte, hätte er bestimmt viele interessante und auch weniger interessante Sachen zu erzählen.

Welche Bücher schon auf ihm lagen, welche Stifte verwendet wurden und „in“ waren (Zu meiner Schulzeit waren es Fineliner).

Welche Musik er gehört hat.

Momentan hört er „Jack Savarotti“. Eher ruhige, melancholische Musik.

Weiß nicht, ob ihm das gefällt. Vielleicht mag er auch Elektro, Klassik oder Gothmetal.

Wüsst ich gerne.

Kann ihn aber nicht fragen, nur hoffen, er mag meine Musik. Denn er wird noch sehr lange bei mir bleiben.

Solange ich mir ein Zimmer mit mindestens 16 m² leisten kann.

Streitereien mit meinen Eltern hat er auch schon miterlebt. Wenn ich mich mit meiner Mutter stritt, hätte er vielleicht mit dem Kopf geschüttelt. Schade, dass er das nicht kann. Ich war manchmal sehr gemein, vielleicht hätte er mich zur Besinnung bringen können?

Oder mich motivieren in schweren Momenten.

Oder mich ausschelten, oder mir seine Gedanken mitteilen.

Zuhören kann er super, mein Schreibtisch. Ob er lesen kann, was ich gerade über ihn schreibe? Also es wohl eher spüren, denn er hat ja keine Augen.

Naja, ne Haut hat er ja auch nicht, auch kein Herz.

Ist ja doch nur ein oller alter Schreibtisch.

Aber ein schöner, mit viel Platz innendrin…

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:04

 

Hängen geblieben

 

Ich bin hängen geblieben.

Schon wieder.

Das passiert mir in letzter Zeit häufiger.

 

Eigentlich wollte ich mir einen Kaffee machen.

Dann hänge ich in meinen Gedanken fest, wie ne zerkratzte CD.

Es rattert und man kommt von diesem einem Gedanken nicht los, welcher es auch sei. Starrt ins Leere. Und irgendwann versagt sogar dieser Gedanke und man ist besinnungslos, anwesend aber besinnungslos.

Bis zur Besinnungslosigkeit gedacht, so geht es mir oft. Die Zeit vergeht, man weiß nicht wie spät es vor dem Ausfall war und hat auch kein Interesse daran, es zu wissen.

Eine Ewigkeit sitze ich dann so und hänge rum.

Auf meinem Stuhl, die Arme baumeln wie die eines Affen. Trotz dass ich eine Leere in mir spüre, fühle ich wiederum doch nichts. Ein seltsamer Zustand, nicht zu beschreiben.

So könnte ich ewig sitzen, bis ich nach hundert Mal die Augen wieder aufschlagen plötzlich wieder in der Realität bin.

Eigentlich war ich es ja die ganze Zeit, aber egal.

Ist sowieso egal. Man ist ja eh leer.

Zeit ist weg, das macht aber auch nichts. Ich hätte diese –vielleicht eine Stunde?- lesen können. Schreiben, mein Instrument erklingen lassen, laufen…

Nehme ich so wahr und wirkt auf mich trotzdem irrelevant. Unwahr.

Was solls. Was wollte ich nochmal vorhin?

Achja.

Kaffee.

 

Und ich stehe auf und will mir einen Instant Kaffee machen.

 

 

Ich bin hängen geblieben.

Schon wieder.

Das passiert mir in letzter Zeit häufiger.

 

Eigentlich wollte ich mir einen Kaffee machen.

Dann hänge ich in meinen Gedanken fest, wie ne zerkratzte CD.

 

Macht nix.

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 22:10

Er wäre ein großartiger Onkel gewesen.

Ich habe daran gedacht, was ist wenn ich älter bin..

Mal angenommen, ich hätte doch ein Kind – irgendwann.

Dann wäre meine wunderbare Mama Oma.

Unsere Familie ist nun ganz anders, alles fühlt sich anders an.

Sie ist trotzdem wundervoll, doch fehlt da ein Teil.

Was wäre gewesen, wenn?

Was wäre gewesen, wenn er es nicht getan hätte?

Er hätte meinem Kind so viel beibringen können, es hätte ihn wahrscheinlich als den coolen Onkel angesehen, so wie ich meinen Onkel toll finde.

Wir hätten alle zusammen gesessen, zu Geburtstagen, zu Festlichkeiten oder zu Familienfrühstücken..

Was wäre gewesen, wenn?

Was wäre gewesen, wenn nicht..?

Es ist grausam, daran zu denken, aber ich muss es trotzdem.

 

Man fragt sich, was die Zukunft gebracht hätte, man fragt sich so einiges.

Durcheinandergewirbelter Kopf, alles dreht sich.

Einige Minuten am Tag lass ich dies zu, danach wieder wende ich mich dem Leben zu.

 

Und dann, in manchem Momenten möchte man darüber reden, da ein Weg erinnert.

Ein Wort - nur durch ein einziges Wort kannst du schlagartig binnen einer Sekunde in die Vergangenheit geworfen werden.

Bist dann weit fort, so weit, dass es vorerst unmöglich ist, dich zurückzuholen.

Und du träumst dich innerhalb kürzester Zeit durch die Vergangenheit, eine nicht existierende Gegenwart und eine niemals existierende Zukunft.

Mit ihm.

Zusammen.

 

Irgendwann lernst du, darüber zu lächeln.

..diese Zukunft wird es geben.

Denn in deinem Herzen existiert jene unwirkliche Realität so wahrhaftig, dass du immer ein Teil von ihr sein wirst.

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 21:54

"Blablablablabla" meinte die Giraffe zum Eefanten. Der sagte: "Ich will Käse." Du guggte die Giraffe.
Und staunte.

 

 

"Ich mag Eis" meinte die Giraffe zum Elefanten.
Dieser lächelte: "Ich bevorzuge Kekse". Und sie spazierten der Sonne entgegen!

 

 

Klar erhellten Sterne das Himmelszelt. "Komm!" sagte die Giraffe.
Der Elefant flüsterte: "Es ist Zeit,  zu gehen", drehte sich um und lief fort

 

 

"Ich habe keine Kraft mehr", sagte sich die Giraffe. Doch der Elefant schien dies nicht zu registrieren.
Er lief sogar noch ein wenig zügiger und rief nur: "Wir kommen sicher bald an."

 

 

Die Giraffe begann, zu weinen. Für alles eine Träne: Die Sehnsucht, die Ungewisseit, sogar für das
zeitweilige Glück, welches sie erhascht und woraufhin immer noch größere Fragen und Zweifel erscheinen.
Der Elefant wollte dies nicht sehen und meinte nur: "Es regnet ganz schön des heutigen Abends.
Und kalt ist's".

 

 

"Es war sehr schön bei dir." flüsterte die Giraffe. Der Elefant sah sie an und begann, sie zu umarmen.
Er drückte sie so fest und sie wünschte sich, er möge sie nie wieder loslassen.. Nur Erinnerung.

 

 

 

"Ich mag dich" sagte die Giraffe. Und der Elefant wusste nichts zu erwidern. Er fand keine Worte.
Diesmal war sie diejenige, die ging. Für immer.

So zumindest dachte sie..

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 17:48

19.03.2012

 

An allererster Stelle möchte ich von hier aus noch einmal dem Yannick liebe Grüße ausrichten und mich nochmals herzlichst  bei ihm bedanken.

Yannick liegt momentan wieder in der Klinik, wo ich momentan wieder stabil bin.

Aufgrund dessen drücke ich die Daumen.

Trotzdem haben wir die Möglichkeit, miteinander zu schreiben, der Technik sei Dank!

 

Zum Ersten kann ich berichten, dass Yannick in der Klinik einen weiteren Menschen getroffen hat, der auch unter Akanthamöben leidet.

Dieser möchte nun auch am BuchProjekt mitwirken.

Nun sind wir also schon zu dritt.

Meine kopierte Akte müsste nun bald hier ankommen, sobald das geschehen ist, werde ich beginnen, diese aufzuarbeiten.

Wir haben nun beschlossen, eine Art Buch zu schreiben, bzw. das Ganze dann im PDF-Format zur Verfügung zu stellen. Wie genau das aussehen wird, steht noch in den Sternen, aber ich denke es ist eine gute Sache, um allen ein bisschen die Angst zu nehmen und Hilfestellung in manchen Themen geben zu können.

Da wir nun schon zu dritt sind, können wir so auch drei verschiedene Wege beschrieben, denn bei jedem verläuft ja diese Krankheit anders.

 

Zum zweiten habe ich vom Yannick die Erlaubnis bekommen, das Bild von ihm online zu stellen, welches mit dem Gerät "Cornea Module" gemacht wurde.Übrigens doch in Heidelberg und nicht in Freiburg..

Die kleinen weißen Punkte sind wie er es so schön sagte "unsere  geliebten  Amöben" :D

 

In diesem Sinne wünsche ich dir nochmal viel viel Glück.

 

 

BroersY(6)

 

BroersY-273-.jpg

 

 

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 00:52

  Farbschema

 

  Bunte Lichter, reges Treiben.

Hallo. Hier bin ich.

Stehe inmitten des Gedränges.

Blicke nach oben.

Helle Uhr, wird nicht bemerkt.

Die Menschen laufen, Kopf gesenkt, blicken nicht um sich.

Sind zu abgelenkt von ihren Problemen.

Von ihren Aufgaben, die sie als so wichtig erachten.

 

  Anrufe tätigen, Absprachen treffen. Diskussionen über Mobiltelefon.

Meetings im Cafè neben dir.

Hier ein Klingeln, dort ein Fluchen. Straßenbahn verpasst!

Klicken auf dem ipod, Laptop ist schon Accesoire!

Fachwörter über Fachwörter regieren die Straße!

 

  Hallo. Hier bin ich also.

Verstehe nicht die Hektik der Menschen.

Wozu all das?

 

 Will testen, was geschieht, wenn ich beginne, zu tanzen.

Summe mir mein Lied daher, blicke noch kurz um mich.

Traurige Gesichter, Traurige Gesichter.

Und dann stepp ich mir eins daher, werde immer wilder und erfreue mich an dem zermürbtem Gesicht neben mir.

Stirnrunzeln hie, Stirnrunzeln da.

Ungläubige Blicke und Kopfschütteln vieler.

 

"Die ist doch auf Drogen" hör ich's da neben mir, drehe mich um und lache mir eins.

Lache ihr ins Gesicht, mit unendlicher Freude erfüllt, weiß gar nicht wohin mit mir.

Tanze da also weiter mit all dem Griesgram um mich herum.

Einzig ein Kind - ein kleines, zartes Kindlein beginnt zu lächeln.

Lächelt immer mehr, beginnt bald zu lachen und weiß nicht, wie ihm geschieht.

Allein das Kind begreift die Komik der Situation.

Mutter versucht, ihm Einhalt zu gebieten, doch ich rufe laut:

"So lass es doch lachen! Lach Kind, lach nur immerzu!"

 

Und wir lachen gemeinsam.

Das Kind beginnt, meine Schritte nachzutanzen, selbst der Regen, der eingesetzt hat, bringt es nicht davon ab.

Es schillert bunt, in vielen Farben, die Fröhlichkeit hat es gefasst.

Die Mutter wird nun laut, sagt es solle sich doch zusammenreißen, es solle sie doch nicht so arg blamieren.

 

Das Kind aber juckts herzlich wenig, was die Mutter da zu ihm spricht.

Mein Liedchen ist zu Ende, doch die Leichtigkeit verlässt mich und ebensowenig das Kindchen.

Ich blicke es an und verneige mich vor ihm, mit einem kleinen Handwedeln.

Lächle ihm noch einmal zu und sag ganz kurz:

"Möge dich die Fröhlichkeit nie verlassen".

Drehe mich um und gehe.

Ein kurzer Blick zurück - steht es da und feixt, die Ohren hat es abgestellt um dem Schimpfen der Mutter zu entgehen.

 

Laufe nun langsam weiter, immer weiter durch den Regen, der meinen Nacken kitzelt und mich fragt, was ich als nächstes vor habe....

 

 


 

 

 

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und "Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Gedanken" anhören!

Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


DSC00051.JPG