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26. Februar 2012 7 26 /02 /Februar /2012 19:36
 27.02.2012

 

Befinde mich im Schwebezustand. Hab das Gefühl, als würde ich den Boden nicht berühren.

Erschütterungen werden nicht mehr wahrgenommen.

Kurz nach oben geschaut - grauer Himmel heute.

 

Trotzdem habe ich das Gefühl, als würde die Sonne mit ihrer vollen Kraft durch den Dunst auf mich scheinen.

Fühle mich geblendet von der Schönheit der Welt. Graue Fassaden werden vor meinen Augen bunt.

Hundehaufen werden zu wunderschönen Blumen, die man ja nicht zertreten darf.

Unfreundliche Blicke - verwandelt in breites Grinsen.

 

Eine ältere Frau an der Haltestelle neben mir - im heftigen Streit mit ihrem Mann.

Schweigt plötzlich!

Wird freundlich, liebevoll, nimmt ihn in den Arm, drückt ihm einen fetten Kuss auf die Wange.

Schlechte-Laune-Gesicht von ihm beginnt zu strahlen.

Er springt auf, beginnt zu tanzen. Dreht eine Pirouette, danach nimmt er sie an die Hand, zieht sie mit sich.

"Wie in einem schlechten Bollywood-Film" denke ich, als beide mit ihren Glockenhellen Stimmchen von 12 Jährigen singen beginnen, ihr Glück und ihre Liebe öffentlich kund zu tun.

 

Weiter im Leben geht es nun für mich mit Tram 9.

Kleines Kind mit Mutti hinten im Wagen, Kind gelangweilt, Mutter schaut müde und gestresst aus.

Bis die Dame Ihnen gegenüber beginnt, mit den Füßen im 3/4 Takt aufzutreten.

Mittig steigt nun ein Mann mittleren Alters ein, sieht das Szenario und beginnt, lauthals die Melodie des Donauwalzers zu singen.

So einfach kann man sich das Leben machen!

Das Kind versucht, seine tänzerischen Künste unter Beweis zu stellen, freut sich über diese rhythmisch-musikalische Abwechslung.

Erst schaut die Mutter verdutzt, dann steht sie langsam auf, nimmt das Kind bei der Hand und zeigt ihm die Schritte des Walzers.

Der Mann zieht eine winzig kleine Harfe aus der Jackentasche und beginnt, seinen Gesang mit Harfengeplätscher zu unterlegen.

Eine Harfe mag für diesen Zweck absolut unpassend klingen, zumindest bei diesem Stück.

Ist sie komischerweise aber überhaupt nicht.

Andere Menschen gesellen sich nach und nach hinzu.

Man kann von Glück sprechen, dass die Tram 9 nicht all zu überfüllt ist, so hat jeder genug Platz zum tanzen, singen und aufstampfen.

Ich muss aussteigen. Kämpfe mich durch die tanzenden Zweiergespanne, die mich ein wenig an meine Spieluhr erinnert, die ich zu Kindheitstagen besaß.

Auf ihr stand ein tanzendes Paar, welches sich im Kreise zur Melodie bewegte und so elegant und zufrieden aussah.

 

Stecke mir eine Zigarette an und sehe zu, wie die Bahn weiterfährt, die tanzende Meute in ihrem Bauch.

 

 

 

 

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23. Februar 2012 4 23 /02 /Februar /2012 22:35

23.02.2012

 

 


 

 

 

Und mein Bericht geht weiter (:

 

Immernoch bin ich total verwundert, wie ruhig es um mein Auge ist.

Probleme mit Licht habe ich nun gar nicht mehr.

 

Tropfen tu ich natürlich immernoch fein. Aber es ist einfach nur so unglaublich erstaunlich.

 

Als man mir den Befund mitteilte, erzählte man mir zugleich von einer Patientin, die ein Jahr lang unter ständig wiederkehrenden Schmerzen litt, bis man eine NotOP machen musste.

 

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, mein Leben sei nun vorerst vorbei.

Ich war kurz davor, aufzugeben. Wollte niemanden mehr sehen, außer meiner Familie und meiner besten Freundin und beschloss, mich einzubunkern.

Bis mich dann mein allzu gut bekannter Trotz ergriff und ich mir dachte:

Ne! Ich geb doch nicht auf wegen sonem Mist.

Sehn tu ich auf dem anderem Auge trotzdem noch, is doof aber nicht zu ändern.
Studium schaffe ich, und wenn halt von heim aus.

 

Natürlich hatte ich das unglaubliche Glück, gute Freunde und Kommilitonen an meiner Seite zu haben.
Von meiner Familie will ich gar nicht erst anfangen, sie alle haben so viel für mich getan, dass ich gar nicht weiß, wie ich ihnen jemals danken kann...

 

Doch auch gute Freunde an der Seite zu haben, die dich Heim besuchen kommen und absolutes Verständnis haben, dass du einfach keine Kraft hast, rauszugehen, zu feiern. Oder auch nur spazierengehen für dich eine Qual ist.

Weil du mit der Angst lebst, es könnte jeden Moment wieder losgehen.

Fast alle haben in jedem Moment genau richtig reagiert.

Geschwiegen, wenn es von Nöten war.

Geredet, wenn es mir gut tat.

Mit versucht zu motivieren, wenn sie merkten, dass ich just in dem Moment nicht so am Ende bin, dass ich es falsch auffasse.

Mir in den Arsch getreten, wenn es wirklich an der Zeit war.

Mit die Hand gehalten, wenn ich nicht mehr konnte.

Mit mir geweint und mit mir gelacht.

 

Ich kann mich glücklich schätzen, solch Menschen an meiner Seite zu haben.

Dies ist ein Glück, welches ich erst jetzt richtig begreife und ich wünsche jedem von euch, der auch betroffen ist, er möge das Gleiche erfahren.

 

Doch auch wenn man vor den Kopf geschlagen wird, bösartige Kommentare hört oder auf einmal für Menschen "nicht mehr existiert", so sollte dies niemals Grund sein, sich deswegen auch nur annähernd fertig zu machen.

Komischerweise ist mir dies bei allen (bis auf bei einem Menschen) erstaunlich gut gelungen.

Das Problem ist, dass diese Krankheit so selten ist, dass keiner je etwas davon gehört hat.

Das Problem ist, dass viele ja gar nicht wissen, was mit dir los ist, warum du dich nicht meldest und dann setzt der Trotz ein: "Du meldest dich nicht, also melde ich mich auch nicht". Man denkt ja nie daran, es könnte etwas passiert sein.

Das Problem ist auch, dass viele nicht damit umzugehen wissen. Wie aber auch sollten sie es?

Wenn eure Freunde mal etwas sagen, was euch vielleicht in der Situation verwundert, verletzt oder ihr es einfach nicht erwartet habt, so ist dies noch lange kein Weltuntergang.

Meistens meinen sie es ganz anders oder es rührt einfach von Unwissenheit her.

Zu oft erlebe ich immernoch erstaunte Blicke von Menschen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe "Wie jetzt? Du siehst nix? Ich denke es ist alles gut???".

Denn sie begreifen auch nach 5 Mal sagen nicht, dass gut in diesem Krankheitsbild heißt, seine Ruhe zu haben, keine Schmerzen zu haben und am Leben teilhaben zu dürfen.

Gut heißt für alle: Alles zu Ende, Krankheit tot.

Is nich so, ja, aber das wissen nur wir.

 

In dem Falle, wo ich merkte, dass sich "Freunde" nicht mehr meldeten, weil ich mich nicht mehr meldete (wie auch, wenn man nur im Krankenhaus liegt, einfach keine Kraft hat und sich einfach nur wünscht, es erkundigen sich die Leute, die wichtig sind/waren nach einem von sich aus - denn man selber fühlt sich unfähig), dann beließ ich es einfach dabei.

Und ihr werdet sehen: Diese Menschen braucht ihr einfach nicht. Auch wenn es euch in manchen Momenten dort schrecklich vorkommt, ihr euch einsam fühlt - denkt an die, die für euch da sind. Alles andere zählt nicht!

Oder oft ergibt es sich später dann einfach wieder.

Nehmt nicht alles so auf die Goldwaage, es wird euch viel viel Kummer ersparen.
So sind halt die Menschen!

 

Nehmt es auch nicht übel, wenn sich eine Freundin immer per Handy bei euch meldet, aber euch nicht besuchen kommt.

Jeder hat seine eigenen Sorgen und Probleme. Jeder muss sein Leben irgendwie regeln. Besuchszeiten im Krankhaus sind zudem meist doof geregelt. Glaubt mir, sie versuchen es oder wöllten es zu gerne, können aber einfach nicht. Egal wie beschissen es euch geht, denkt nie, ihr seid der Mittelpunkt der Welt.

Klar will man das manchmal in so einer Situation sein. Man wünscht sich Menschen, die für einen da sind. So aber ist das Leben nicht. Und dafür können eure Freunde wirklich auch nichts!

Andere wiederum empfinden panische Angst oder fühlen sich einfach total unwohl im Krankenhaus, auch wenn sie selber nicht drin liegen und nur zu Besuch sind. Diese können euch einfach nicht besuchen kommen. Und oftmals trauen sich diese Menschen nicht, es einfach zu sagen.

 

Ich habe in der Zeit gelernt, vieles noch leichter zu nehmen.
Wir alle sind nur Menschen, wir alle machen Fehler. Wir alle sind so mit uns selbst beschäftigt, dass für die anderen oft kaum mehr Zeit bleibt.

Ich habe gelernt, noch ruhiger mit Krisensituationen umzugehen. Sehe mittlerweile dann einfach die guten Seiten und denke mir dann so: Ist doof gelaufen, aber machen wir das Beste draus. Und das in jeder Lebenssituation.

 

Ich gehe mittlerweile durch die Straßen und wenn mir danach ist, singe ich.

Wenn ich im Bus sitze und habe Lust, mitzusummen, dann tu ich das halt.

Wenn ich Lust habe, mich bei Laufen im Kreis zu drehen und gen Himmel zu blicken, so mache ich das jetzt.

Sehe ich eine Pfütze, kommt es mittlerweile oft vor, dass ich mit voller Kraft hineinspringe und mich freue, umso weiter es spritzt.

Gehe ich einkaufen und ich sehe leckere Champignons, dann ruf ich auch mal laut heraus: "Hey! Was für tolle Champignons! Vorzüglich!" - und freue mich dann, dass mein Frühstück für die nächsten drei Tage absolut lecker sein wird.

 

Ich freue mich über die kleinsten Dinge. Und noch mehr freue ich mich, wenn ich jemandem etwas Gutes tun kann.

Das alles gab es schon vorher, aber jetzt fühlt es sich anders an.

Es fühlt sich echter an.

Viel realer.

Ich sehe meine Welt mit anderen Augen, bin fasziniert von jeder Kleinigkeit.

Manchmal auch überfordert, wo ich es vorher nie gewesen wäre.

Raffe mich dann aber so schnell wieder hoch, wie es auch zuvor nie möglich gewesen wäre.

Ich genieße das Leben so sehr.

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23. Februar 2012 4 23 /02 /Februar /2012 22:20
 23.02.2012

 

Der Februar der Februar.

Alles steht Kopf.

Alles in Bewegung, nie Ruhe. Vorwärts! Vorwärts!

Schläge ins Gesicht, dann wieder durch sanftes Massieren der Seele das Herz so in Verwirrung gebracht, dass es nicht weiß, ob es stillstehen oder springen soll. Denn es geht bergauf.

Es macht man so und man so.

Hie schweigt es still, verkriecht sich, da es nicht weiß, wohin mit sich.

Da wiederum beginnt es zu rennen und zu schlagen, dass es sich anfühlte, als hätte man tausende von Nadeln in der Brust.

 

Alles verändert, durch eine erzählte Sache.

Eine erzählte Sache, die mich zurückwarf und mich zweifeln ließ. An allem.

Vor allem an meinem Bauchgefühlt.

Kopfstand der Welt, durch eine erzählte Sache.

 

Dann aber – denn man ist ja nun erwachsen geworden – Reden.

Reden, erläutern, Ungläubigkeit und betretenes Schweigen. Zigarette.

Erzählte Sache gibt es so nicht.

War dann doch alles vor Umsonst. Die Aufregung. Der Kopfstress. Viel zu viel mit einmal auf einmal.

Viel zu viel, Zerstören des Vertrauens.

 

Und wieder steht die Welt Kopf.

Falsch herum stand sie und steht jetzt wieder falsch herum.

Steht sie dann also richtig herum?

 

Kann nicht sein.

Was ist das für eine Logik, in der ein Fehler gar kein Fehler war und dann doch alles seine Ordnung hat und aber wieder auch nicht.

Kopfschütteln meinerseits.

Verwirrung. Und doch so viel Klarheit wie schon lange nicht mehr. Beides zugleich. Vernetzt. Vernetzt. Fäden überall die so herumhängen und mich teilweise durchblicken lassen. mir teilweise die Sicht versperren. Netze. 

 

Fragestunde.

Was ist die Wahrheit?

Ist die Wahrheit, was ein Mensch sagt oder tut?

Liegt die Wahrheit im Gedanken?
Ein Mensch kann anders Reden und Tun, als er denkt. Was dann aber ist die Wahrheit derer beiden Dinge?

Spott und Verhöhnung – Mal angenommen gesagt. Denken aber tut man etwas anderes.

So kann man ja doch nicht sagen, das Gedachte sei die Wahrheit.

Denn spricht man so Schimpfsachen aus, so ist dies nicht ungesagt.

 

Was ist die Wahrheit?

Wem kann man glauben?

Wem schenkt man sein Vertrauen?

Was ist gesagt, was nicht. Was sind Worte? Was sagen sie?

 

Abwägen.

Wie mit einer Waage die einzelnen Geschehnisse auf die eine oder andere Seite legen.

Unklarheit ist eigentlich nicht unklar.

Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl. Wieder.

Hätte ich auch damals tun sollen.

War das doch alles so unbegreiflich. Ein Mensch, der immerzu brutal ehrlich, soll auf einmal das Gegenteil sein?

Auf einen Tag?

Weiß für mich dann doch, was mir gut tut und was nicht.

Weiß für mich mein Glück zu finden und das Unglück zu entfernen.

Ich entscheide mich hiermit für mein Glück.

Denn es geht mir gut dabei.

Zu gut.

 

Zigarette.

 

 


 

 

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21. Februar 2012 2 21 /02 /Februar /2012 18:21
 21.02.2012



 

Und ich stehe vor deinem Grab und kotze!

Dabei weiß ich gar nicht wer du warst. Oder vielmehr – was du warst.

Sollte ich dich beschreiben, könnte ich es gar nicht verwörtlichen.

 

Und jetzt stehe ich hier, kotze, und kann gar nimmer aufhören. Und freue mich darüber, endlich meinem Unmut Luft machen zu können.

 

Ich kenne ihre Zeilen, kenne sie, als seien es meine eigenen.

Weiß, was du mit ihr getan, weiß, welche Narben sie durch dich trägt.

 

Kannte dich von früher da, als wir noch alle jünger waren. Schienst ganz nett, ein wenig verrückt vielleicht, aber doch ganz nett.

Akzeptabel warst du da in meinen Augen. Bis ich ihre Zeilen zu Gesicht bekam.

Und mein Gesicht veränderte sich. Bekam einen grauen Schimmer, der nie mehr weggehen sollte. Begriff ich doch just in diesem Moment, was leben bedeutet und was es bedeutet, entlebt zu werden.

Durch dich.

 

Irgendwann dann – da war es mir genug. Jeden Abend stankst du immens – nach „ich komm nich mit meim Leben klar“. Und als ich kurz davor war, auch zu stinken, hielt ich mich denn von dir fern. Brach den Kontakt ab und beschloss, ein Leben weit weg deines Gestankes zu führen.

Und so schob ich ihre Zeilen in den entferntesten Winkel meines Kopfes, drehte mich um und ging hinfort.

 

Dein Gestank aber holte mich immer wieder ein. An so manchen Abenden erinnerte ich mich daran und ekelte mich aufs Neue. Zum Glück wurden diese Erlebnisse immer seltener.
Wüsste nicht, wie ich sonst wieder hätte ruhig leben können.

 

So verging dann Jahr um Jahr.
Ich hatte gelernt, achtsam zu sein.

Stellte dann fest, dass ich zu achtsam war. Vertrauen unmöglich. Nicht mal meinen besten Freunden vertraute ich. Arbeitete an mir, veränderte  mich Tag für Tag. Drehte mich mit dem Winde, folgte kleinen Lüftchen, lernte wieder, mit dem Sturm zu tanzen und zu singen, wann immer es mir möglich war.

Lernte, die Sonne zu genießen, wobei sie mir zuvor immer lästig war, da alle Welt dann glücklich schien.

War sogar irgendwann fähig, einfach mal nichts zu tun.

Dazuliegen, so ganz ohne alles.  Ohne Buch. Ohne Musik. Es gelang mir sogar manchmal, nicht einmal nachzudenken und einfach die Welt Welt sein zu lassen.

 

Bis eines Tages du vor mir standest.

Ein Abend in der Heimat, nichts zu tun gewesen. Leipzig lag ruhig.

Zu ruhig, wie ich hätte bemerken sollen.

Denn schon immer war es so. Wenn diese besondre Art der Ruhe die Welt und so auch mich erfüllte, kam von irgendwo daher eine Welle auf mich zu. Irgendetwas, das versuchte, mich hinfort zu reißen und zu ertränken.

Und siehe da!

Die Klingel schrillte.

 

Da hab ich dann die Tür geöffnet, und du standst vor mir.

Mit einem unsicherem Lächeln. Ich dachte mir so kurz bei mir: töten das Vieh!

Ließ es dann aber.

Ich entschloss, dir zuzuhören und zu schauen, was du nun bist.

In mein Haus lassen konnte ich dich, kanntest es ja ohnehin und umziehen würde ich eh bald schon. Dann würdest du nicht mehr wissen, wo ich zu finden wäre.

Hielt die ganze Zeit außerhalb deines Blickwinkels ein Messer bereit.

Auf der Lauer, stets bereit, dich anzugreifen.

Oder wohl eher, mich zu verteidigen.

Solltest du es schaffen, mir das Messer zu entreißen, so lägen dann hier auch genug Flaschen herum, um eben eine von diesen zu greifen und über deinen Kopf zu ziehen, der doch so unfassbar leer ist.

Hast ich selber geleert, durch deinen Gestank.

 

Wie du dann so auf meinem Balkon saßest, stellte ich fest, dass du immer noch das Gleiche ---Nichts- bist, wie früher.

Littest wirklich an einem Herzfehler, das sei damals kein Spiel und Schabernack gewesen, sagtest du voller Verzweiflung.

Und da freute ich mich diebisch, dass ich dich hatte hereingelassen.

Dich so zu sehen entfachte in mir ein Freudenfeuer.

 

Ich hatte nun die Wahl.

Die Wahl zwischen einem Leben weiter ohne dich und – einem Leben, dir bei deiner Selbstzerstörung zuzuschauen und dabei fein in die Hände zu klatschen. Die Möglichkeit, zu beobachten, wie du zugrunde gehst.

Ich war stark geworden, ich konnte deine Anwesenheit – zumindest unter diesen Umständen – recht gut ertragen.

Ich entschloss mich somit für die zweite Option.

 

An diesem Abend schickte ich dich schon nach kurzer Zeit fort, ein Mensch wollte mich besuchen, den ich sehr gerne mochte. Guter Grund, dich wieder rauszuschmeißen, guter Grund.

Nicht mal lügen war notwendig. Sagte dir einfach, ich mochte ihn um einiges lieber und wollte ihn durchaus sehen. Geh bitte!

 

Daraufhin folgten Telefonate. Immer wieder riefst du mich an, erkundigtest dich nach mir.

Und dass es dir so schlecht ging, war immer wieder Punkt der Tagesordnung.

Riesig gefreut habe ich mich da! Mein Herz machte immer einen kleinen Satz, wenn ich hörte, dass dein Leben immer mehr den Bach runtergeht.

Bei folgenden Treffen war ich nie allein, immer war jemand in der Wohnung. Sonst hätte ich dich auch nie hereingelassen.

Hatte ihre Zeilen nicht vergessen.

Wie auch hätte ich sie vergessen können. Niemals werde ich sie vergessen, begleiten werden sie mich immer.

Es folgten wieder und wieder Annäherungsversuche von dir, du hast mich angewidert.

Diese bekannte Angst überkam mich.

Habe mich gefragt, ob ich das richtige tue. Ob ich mich nicht doch einer Gefahr aussetze.

Aber die Genugtuung tat so unfassbar gut, sie überrannte mich. Die Angst überging ich einfach. Ich konnte nicht anders.

 

So sehr gestunken wie früher hast du nicht.

Schon, aber nicht so krass.

Deshalb konnte ich davon ausgehen, du würdest mir nichts tun.

Denn Menschen zu verletzen schafftest du nur, wenn du so sehr gestunken hast, dass du dich selbst nicht mehr begriffen hast.

Ich warf dich schon immer nach kurzer Zeit raus, betrachtete dich immer nur kurz, um mich zu vergewissern, dass du dem Abgrund tatsächlich immer näher rückst.

 

Ich solle mich doch einmal bei dir melden, das waren deine Worte. Hab ich dann nur getan, wenn ich nicht mehr sicher sein konnte, dass du noch lebtest.

Rief dann kurz an, um zu hören, ob du lebst oder vielleicht doch endlich das zeitliche gesegnet hattest.

Lange musste ich warten, sehr lange.

Meine Ungeduld wuchs stetig an.

 

Bis dann eines Tages der Anruf kam.

 

Und jetzt stehe ich hier.

Ich stehe vor deinem Grab und kotze!

Eine besondere Art der Freude erfüllt mich, eine Freude, die mit immenser Erleichterung einhergeht.

 

Irgendwann dann ist mein Magen so leer, dass einfach nichts mehr geht.

Das finde ich schade aber – alles hat ja nunmal ein Ende.

Die Sonne scheint dezent hinter den Bäumen hervor, ein paar Vögelchen singen, ein leises Windchen weht.

 

Sie lebt weiter in einem Käfig, eine gebrochene Seele, die man versucht hat zu flicken. Da das nicht ging, sperrte man sie einfach weg. In der Hoffnung, sie könnte vergessen werden. In der Hoffnung, auch sie möge einfach so dahinsterben, ohne dass einer es bemerke.

 

Doch ich tanze mit dem Windchen davon, nehme mich der Vögel an und singe mit.

Mehr schlecht als recht, da meine Stimme vor Freude zittert und gar nicht weiß, wie sie singen soll, da sie doch so überhaupt keine Kontrolle über sich hat.

Aber ich ignoriere sie und tanze und singe weiter.

 

 

 


 

 

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18. Februar 2012 6 18 /02 /Februar /2012 12:42

 


 

 

 

18.02.2012

 

Und da sagen sie dir, du wirst wahrscheinlich nie mehr sehen.

Und da sagen sie dir, einfach so, es dauert ein Jahr.

   Mindestens.

 

Und da sagen sie dir, du sollst aufgeben.

Sie sagen dir, du sollst das Studium vergessen, welches dir so Kraft gab.

Und da sagen sie dir - es wird immer und immer wieder kommen, fraglich ob das ein Ende nimmt.

Und da sagen sie dir, wenn es immer wieder schlimmer wird, muss eine  Operation angesetzt werden.

 

Und das sagen sie dir einfach so, und du weißt damit nicht umzugehen.

Gibst dann auf, denkst dir so: Das Leben hat sich erst mal geschissen.
Leben? Was ist das?

Was war das doch noch gleich?

 

Und da steh` ich also jetzt hier, und denke mir so:

Geschafft !

 

Dachte mir: Scheiß auf`s Sehen! Wirst schon mit leben können, hast ja noch ein andres Auge. Gibt schlimmeres.

Dachte mir auch: Ein Jahr, was ist das schon? Irgendwann wird es ja wohl ein Ende haben.

Dachte so im Stillen: Wenn das vorbei ist, werde ich halt leben wie nie zuvor! Werde das Jahr einfach nachholen!

 

Laut sagte ich dann: Man kann schon damit leben, was soll das denn, es ist nicht das Ende!

Noch lauter sagte ich: Ich gebe das Studium nicht auf! Um nichts in der Welt, irgendwie wird es schon machbar sein, auch wenn ich nicht hingehen kann, mach ich halt alles zu Hause!

Und ich rief laut heraus: ICH LEBE JETZT! Ich lasse mir das nicht nehmen.

 

Und dann ging ich los und tat mein Bestes.

 

Erstaunlich war vor allem, was die anderen dachten. Und denken.

Noch erstaunlicher war es, was man mir da so sagte, wenn man mich fragte, was das denn sei und ich berichtete.

 

1: "Damit kann man doch nicht leben, Sie dürfen doch nicht ihr Augenlicht aufgeben, wie schrecklich ist das denn"

Ich:" Was soll ich tun, als mich damit abzufinden? Etwas anderes kann ich ja doch eh nicht tun. Ich kann dem Auge ja nicht sagen: Los- sehe wieder- und es sieht wieder!"

1: "Aber das ist furchtbar, Sie sind so jung, und dann schon so etwas ..."

Ich: "Nunja, andere erfahren schlimmeres. Und ich habe mich erstaunlich schnell daran gewöhnt!"

1: "Das können Sie doch so nicht sagen!!! (Die Empörung strotze ihr aus dem Gesich) Wieso an anderen messen, wenn man selber Leid erfährt! Und wie meinen, daran gewöhnt, sie DÜRFEN das einfach nicht so hinnehmen!"

Ich: "Ich bin sehr froh, es akzeptiert zu haben. Am Anfang war es sehr schlimm, aber es gibt nunmal doch schlimmeres! Es war ein Kampf mit mir selber - und hier bin ich un, trotz der Lage zufrieden, denn eigentlich habe ich doch alles was ich brauche!"

1: "Nein, nein, nein. Sie dürfen einfach nicht... Es ist mir unbegreiflich! Wie können Sie nur-..."

Ich: "Was soll ich tun? Mich etwa im Selbstmitleid baden? Soll ich jetzt vor schlechter Laune mich heim einsperren, nicht mehr herausgehen, mein Leben aufgeben? Soll ich mir jetzt Tag für Tag Gedanken machen, was wäre wenn und wie schön es wäre, wäre mir das nicht passiert? Das bringt nichts, im Gegenteil. Es macht alles nur viel schlimmer, als es eigentlich ist" - Und ich drehte mich um, und ging. Kopfschüttelnd!

 

Anmerkung:

1 war eine Apotherin, bei der ich meine gefertigten Tropfen abholte.

Es ist unglaublich.

Man soll sich also aufgeben, hört hört!

 

 

 

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18. Februar 2012 6 18 /02 /Februar /2012 12:25
 18.02.2012

Durch Unistress und anderer zeitraubender  Dinge war es mir lange Zeit wieder nicht möglich, genauer zu beschrieben was denn nun so mit dem Auge los ist.

Eigentlich kann man es an dieser Stelle recht kurz fassen.

Seit meiner letzten Meldung, vom 21.01., ist nicht viel passiert. Wie auch zuvor habe ich immer fein regelmäßig getropft, Polyhexanid so 6-10 Mal am Tag, genau wie Brolene, Dexa wie vom Arzt gewollt zwei mal und Polyspectran drei Mal.

Alles ist auffällig ruhig, ich habe kaum mehr Probleme.

Schmerzen habe ich schon gleich gar nicht, rot wird des Auge auch nimmer und sogar mit Licht habe ich fast gar keine Probleme mehr.

Ich benutze sogar fast gar nicht mehr die Pilomann-Tropfen (die waren zur Verkleinerung der Pupille gedacht - und nur bei Bedarf anzuwenden). Das kommt höchstens einmal in der Woche vor und dann eigentlich auch nur vorbeugend.

Selbst starke Wärme- und Kälteschwankungen sind nun kaum mehr ein Problem.

 

Der Optimismus macht sich nun in vollem Ausmaße breit, so langsam glaube ich, es könnte dann vielleicht doch irgendwann mal enden.

 

Sehr gespannt bin ich auf meinen Kontrolltermin in der Klinik Anfang März.

Der Arzt meinte ja zu mir, wenn alles ruhig ist könnte man über eine OP nachdenken.

Dass das Ringinfiltrat von selber weggeht, daran glaube ich nun beim besten Willen nicht mehr.

Sollte man es in Erwägung ziehen können, dann im Laufe der Nächsten Wochen eine OP anzusetzen, muss ich mir nun überlegen, was ich will.

Kann ich damit leben, auf dem Auge so gut wie nichts zu sehen, oder gehe ich das Risiko ein, eine Hornhautverpflanzung vornhemen zu lassen, danach wieder sehen zu können aber im schlimmsten Fall alles noch schlimmer zu machen - nämlich ein Heckmeck mit Hornhautablösung usw..

Es muss natürlich nicht so laufen, aber die Möglichkeit ist da.

So werde ich mich also am Tag des Klinikbesuches nochmal mit ihm unterhalten und sehen, was er so sagt.

 

Bis dahin - warte ich gespannt, was denn noch so passiert (:

 

 


 

 

 

 

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16. Februar 2012 4 16 /02 /Februar /2012 21:33
 16.02.12

 

 

Du bist da. Jede Zeit meines Lebens begleitest du mich.

Lange konnte ich dich aus meinem Kopf verbannen, lange hat es funktioniert. Doch jetzt habe ich das Gefühl, du hast einen Weg zu mir gefunden.

Mittwoch war dann der Scheißtag. Mittwoch war der Tag, an dem ich das Gefühl hatte, du stündest neben mir, legtest deine Hand auf meine Schulter und …

Und ich wurde ruhig.

Wurde leise und fühlte mich so ruhig, wie schon lange nicht mehr. Saß da vor dem Zimmer und wartete – darauf, was gleich passieren würde.

Mir war alles egal. Nicht auf diese Art von wegen „Ich-hab-keinen-Bock“, eher so auf die Weise - „was passiert, passiert halt“.

Denn du warst ja da.

 

Bisher warst du nur anwesend, weil ich an dich dachte. Mir sagte: Das hätte er gewusst. Dies hätte er mir erklären können. Ich musste schmunzeln, weil ich mich erinnerte, wie du mir zu dem Thema schon einmal etwas erzähltest.

Jetzt ist es ein: „Hallo – da also bist du wieder“ – Gefühl.

In diesem Moment zumindest war es ein „Hallo – da bist du wieder“ Gefühl.

Wie ich dann aber aus dem Zimmer herauskam und erfuhr – Prüfung bestanden – so war ich mitnichten ruhig.

Da wurde aus der Ruhe ein gewaltiger Sturm.

In mir hatte ich das Gefühl, es tobte eine Menge Leute, wütend und aufgehitzt, machten da Krawall, schwenkten so ihre Schilder herum, dass sie meine Magenwand trafen und stampften alle gemeinsam im Takte auf.

Schön war das freilich nicht, doch ich wusste mich nicht gegen zu wehren.

Warum da diese Meute so ein Gezeter veranstaltete, war mir schleierhaft, hatte keinen leisen Schimmer.

Schnell dann ins Klo einsperren, wo zum Glück keiner ist, da ja Semester vorbei ist und nur noch ein paar Prüfungen laufen.

Wusste nur, du stehst hinter mir und schaust zu.

Siehst mich da so an und kannst ja auch doch nichts gegen tun.

 

So ging ich denn nach Hause, aß da so einen Salat und Nudeln und ertränkte die Meute vehemment.

In Soße. Und Wein.

Was bildeten die sich denn auch ein, mich nach so langer Zeit wieder zu penetrieren.

Ertränk sie jetzt einfach immer wieder.

In irgendeinem Matsch.

 

Ich will dich nicht immer bei mir haben. Ich mag dich nicht sehen. Ich mag wenn überhaupt – nur einen kurzen Gedanken aufwenden. Und dann nämlich, wenn ich das will und es mir erlaube.

Wenn ich nur kurz an dich denken kann, da da so viele um mich herumsitzen und ich gar nicht zulassen kann, allzu lang an dich zu denken.

Denn sonst fallen mir wieder so Sachen ein, wie du geredet und gelacht hast und all das Ganze.

Dann wird nämlich aus einer schemenhaften Skizze immer mehr das Abbild deiner selbst, gestochen scharf, beinahe lebendig!

 

Ich lebe! Ich lebe hier und ich lebe jetzt.

Was vergangen, ist vergangen. Und will mich nicht mit dir beschäftigen. ICH LEBE.

Und meine netzartigen Gedanken weben mich dann ein, so als ob ich mich fühlte, als sei ich tot. So dass ich taub bin, benommen, einfach so wie nicht da.

 

Und so hab ich dann nach dem Schmause noch ein bisschen Wein hinuntergeschickt – drehte mich dann zu dir um, nahm den Radierer und radierte dich einfach weg.

Solange du als Bleistiftzeichnung immer wieder erscheinst, ist mir das gut möglich.

 

Muss ich mir nur noch überlegen, was ich tu, wenn du in Eding-Gestalt auf mich zurennst.

 

 

 

 


 

 

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15. Februar 2012 3 15 /02 /Februar /2012 19:43

Die Welt steht Kopf
Zu meinen Füßen Schnee.
Am klaren Silbersee
Eisstatue - Vogelkopf

Ich sehne mich nach Winter
Ich sehne mich nach Schnee
Ich sehne mich nach der Idee
Erkenne dich dahinter

 

 


 

 

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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 01:59

Und dann sitze ich manchmal einfach da.

Höre ein Lied.

 

Und dann ist mein Kopf leer.

 

Ich sitze einfach so da, meine Arme hängen da so an mir herunter, als würden sie gar nicht so wirklich zu mir gehören.

Die baumeln da rum, wie die Schaukeln von den Bäumen, welche angebracht wurden, um die Kinder zu erfreuen, die schon lange fort sind.

Sie haben so unglaublich ausgeschaukelt, diese Schaukeln!

Hängen da so rum, verdeckt von den Büschen, die da jetzt nun schon mittlerweile aus dem Boden schauen, schaukeln sacht im Wind und wissen gar nicht mehr, wozu sie eigentlich da sind.

Denken - wenn sie denken - sie seien dazu da, damit ein Vogel sein Nest auf Ihnen baue.

Das glauben sie, fragen sich, ob das die tatsächliche Wahrheit ist. Wenn sie denn hinterfragen.

 

Ein Vögelchen wüde nie ein Nest auf Ihnen bauen, viel zu unsicher für die kleinen zukünftigen Sprösslinge.

Würden durchgerüttelt werden, käme ein heftiger Wind auf.

 

Ab und zu ist schon eines vorbeigekommen, hockte sich dahin und guggte. Fragend. Wartend.

Ob dies ein geeigneter Platz sei für die Kleinen?

Die meisten dann weiter geflogen, die Gefahr erkennend.

Nur eines hatte sichs gewagt, die Schaukeln zu testen. Setze sich darauf, sprang hin und her, befand dieses Plätzchen als lustig.

Fing an, ein paar Haare zu sammeln, Stöckchen und Laub. Hatte schon mit dem Bau begonnen. Bis es wieder einmal fortflog, um weitere feine DInge zu sammeln - kam es wieder - Nest war herabgefallen, zerprungen, kaputt

Der Wind!

Sah`s das Vögelchen, gab einen entsetzten Laut von sich und flog davon.

 

 

Schaukeln da so rum, die Schaukeln, ohne zu wissen, dass sie schaukeln, warten.. ja..!

 

Sie wissen nicht, worauf. Wissen eigentlich nicht einmal, dass sie warten.

Doofe Schaukeln!

Gehören gar nicht dahin, haben ihren Sinn schon lange verloren! Zu nichts nutze!

Schnüren doch nur dem armen Baume die Arme ab mit ihren Schnuren, welche so fest gebunden und gewickelt.

Wissen selbst nicht einmal, wozu sie nutzen.

 

 


 

 

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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 01:41

Momentan habe ich meine Stundenanzahl an Schlaf von 8-9 auf nun noch 4-6,5 Stunden Schlaf reduziert. Ich habe das Gefühl, dies ist auch der Grund, dass es momentan recht stabil ist. Sobald ich mehr schlafe (wie am Wochenende), scheint es immer wieder schlimmer zu werden.

ich dachte bisher, schlafen sei gut, aber vielleicht ist es bei dieser Krankheit nicht der Fall.

Da durch die Wärme ja Bakterienwachstum durchaus gefördert wird, kann ich mir vorstellen, dass dies der Grund ist. Ist das Auge länger geschlossen, entsteht natürlich auch auf längere Zeit Wärme.

Ob dies so stimmt, weiß ich nicht. Ist nur eine Vermutung. Mir allerdings scheint es gut zu tun.

Dafür hau ich mich dann immer nachmittags nochmal eine oder zwei Stunden aufs Ohr, so dass ich trotzdem meist zu einer mir angenehmen Menge Schlaf im Gesamten komme.

 

Zudem habe ich festgestellt, dass eine direkte Konfrontation mit sehr hellem Licht sofort nach dem Aufstehen wahre Wunder wirkt.

Bisher habe ich versucht, mich nach dem Aufstehen langsam an das Licht zu gewöhnen. Dies regle ich jetzt anders.

Ich tropfe sofort nach dem Aufstehen "Pilomann" (Damit die Pupille kleiner wird und somit die Lichtempfindlichkeit herabgeschraubt wird), gehe in die Küche, koche mir einen Kaffee und renne sofort ins Bad, wo ich die sehr helle Deckenbeleuchtung anmache. Auf dem Weg dahin knipse ich noch überall das Licht an (Flur, usw) und so komme ich komischerweise sehr gut hin.

Anfangs schmerzt es doch sehr und ist ziemlich heftig, aber so komme ich viel besser über den Tag. Diese zwischenzeitliche gefühlte Überanstrengung des Auges tritt nun nicht mehr so häufig auf wie vor wenigen Wochen.

 

 

Kontrollbesuch in der Uniklinik - 13.01.2012

 

Zu meinem Kontrollbesuch am 13.01. kam nichts spektakuläres bei raus.

Der Arzt ist recht zufrieden, mein Auge wirkt viel klarer als beim letzten Besuch.

Ich soll nun erst im März wiederkommen, in der Hoffnung es bleibt so.

Sobald der Zustand sich wieder verschlechtert, soll ich wieder hinfahren.

Ansonsten gibt es momentan nichts neues.

Auf meine Frage hin, ob die Arztakte zu kopieren sei und ob es möglich sei, die Fotos zu bekommen, erhielt ich ein sofortiges Ja.

So kann ich bald ein paar der Bilder hier reinstellen, so dass es besser zu verstehen ist, was ich meine.

 

Liebe Grüße

und

 

auf bald (:

 

 


 

 

 

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Ab sofort könnt ihr euch die meisten Artikel in den Kapiteln

"Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Verlauf"

und "Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Gedanken" anhören!

Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


DSC00051.JPG