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8. Dezember 2011 4 08 /12 /Dezember /2011 03:23

30.04.2009

 

KAFFEEDOSIS

Bebend Schwebend
Euphorisch Erfinderisch

 


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Published by rueckwaerts - in ..gedichte
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8. Dezember 2011 4 08 /12 /Dezember /2011 03:22
 Vom 01.05.2009 

 

ERWACHEN

Liebe
Lieben
Wollen
Nicht loslassen
Keine Gedanken
Fühlen

Eigene Fehler
Erkennen
Sehen
Verstecken
Nicht zulassen
Verstellen

Anderer Fehler
Erkennen
Verdrängen
Nicht sehen wollen
Blind sein
Böses Erwachen

 

 


 

 

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5. Dezember 2011 1 05 /12 /Dezember /2011 16:20

05. Dezember 20 11

 

 

Ich habe keine Lust mehr.

Wie lange soll das noch so weitergehen?

Ich habe keine Kraft mehr. Immer wieder geht es bergauf und bergab. Mal hält sich das Auge ne ganze Zeit lang, alles ist recht oke, dann wieder geht es schlagartig rueckwaerts, immer wieder wird es schlechter.

Wie lange soll ich noch in diesem Zustand leben?

Wie lange soll das bitte denn noch andauern?

Ich habe im Geheimen so sehr darauf gehofft, dass die endlich die Op ansetzen, aber nein- wieder nichts.

Ich will dass es ein Ende hat!

Ich will endlich ein Ende sehen!

Das ist kein Zustand.

 

Ja klar, der Reizzustand sollte eh erst weggehen bevor man eine Transplantation macht aber wenn ich Freitag dahinkomme, und alles ist wieder recht schick - nur das Infiltrat ist immernoch gleichgroß..

Kann ich ne Op völlig vergessen!!

 

Man muss ja versuchen, die Hornhaut zu retten, und wenn ich keine Schmerzen habe .. wird sich das noch Ewigkeiten rauszögern.

Ich muss weiter damit leben, kein Ende in Sicht.

Ich kann einfach nicht mehr, ich bin kurz vorm Verzweifeln.
Schön und gut, die letzten Wochen war ich positiv aber im Endeffekt war das auch für die Katz'.

Denn wieder ist es schlimmer geworden!

Ständig lebe ich in der Angst, dass es wieder anfängt.

Immer weiter geht das Ganze.

Immer wieder fängt's von vorn an.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Akanthamöben durch die Tropfen weggehen ist ohnehin nicht sehr groß, warum also bitte macht man diese verdammte OP nicht ??????

Ich verstehe es nicht, es geht einfach nicht in meinen Kopf rein?

Scheiß auf das Risiko, scheiß drauf was danach passieren kann.

Zur Not sollen sie mir das verdammte Auge rausnehmen.

Mir ist alles egal!

Es ist mir sowas von gleichgültig!

Ich will nur dass es ein Ende hat.

Und wenn es heißt, dass ich blind auf dem Auge bin ist mir das nur allzu recht!

Damit kann ich wunderbar leben.

Viel besser als in diesem Schwebezustand!

 

Ich habe keine Kraft mehr..

 

 


 

 

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5. Dezember 2011 1 05 /12 /Dezember /2011 16:17
 05. Dezember 2011 

 

Tja.

Der Arzt sagt, das Iniltrat wirkt ein wenig "durchsichtiger", kleiner geworden ist der Ring jedoch nicht.

Der Reizzustand des Auges im Allgemeinen ist auch zurückgegangen, aber noch nicht weg.

Alles in allem meint er sei der Befund auf keinen Fall schlechter als am Freitag, eher besser.

Also keine Operation.

 

Weiterhin muss ich alle halbe Stunde tropfen, am Freitag bin ich wieder in der Klinik bestellt zur Kontrolle.

 

 


 

 

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4. Dezember 2011 7 04 /12 /Dezember /2011 00:01
 04. Dezember 2011 

 

Die Schmerzen sind fast weg, das Wochenende über hat sich das Auge ein wenig beruhigt.

Die Schmerzen beim Tropfen sindauch kaum mehr da, so war ich fleißig und hab alle halbe Stunde fein getropft.

Das Ringinfiltrat ist trotzdem noch so groß, warten wir also ab was der Arzt morgen sagt.

 

Mittlerweile hoffe ich eigentlich auf die Operation, da die Chance besteht, dass es danach endlich mal vorbei ist.

Auch wenn die Op risiken birgt, so habe ich jedoch keine Angst (nur vor dem Fäden ziehen, was später auf mich zukommt - keine Ahnung warum :D )

Da ich aber meinem Oberarzt sehr vertraue, bin ich mir sicher, dass bei der Op selber alles gut geht.

 

Ich warte also eigentlich auf ein "Sie bleiben hier!".

Ich bin gespannt.

 

 

 


 

 

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3. Dezember 2011 6 03 /12 /Dezember /2011 12:00
 03. Dezember 2011


 
 

Veränderung der Wahrnehmung

Wir alle wissen es - Blinde haben ein sehr stark ausgeprägtes Gehör.

Ich selber habe das jetzt erlebt!

ich bin zwar nicht blind, sehe jedoch auf dem einem Auge fast gar nichts und in vielen Momenten muss ich meine beiden Augen schließen, da es anders wegen der vielen Lichtquellen nicht geht und auszuhalten ist.

Ich hatte schon immer ein sehr gutes Gehör, aber es hat sich innerhalb dieser Zeit noch so einiges verändert.

ich nehme die leisesten Geräusche wahr, alles kommt mir auch mittlerweile viel lauter vor, als es eigentlich ist.

Dies kann sehr hilfreich sein, wie zum Beispiel im Straßenverkehr.

So nehme ich kleinste Einzelheiten wahr und kann mich so auf meine anderen Sinne verlassen.

Wenn ich beispielsweise überdie Straße gehe, sehe ich ja auf der rechten Seite nichts und wenn ich mich drehe, so scheint vieles verschoben dadurch, dass ich nur mit einem Auge guggen kann.

 

Mein Gehör nimmt viele Kleinigkeiten ab, mittlerweile kann ich Entfernungen nur alleine durch mein Gehör zusätzlich besser einschätzen.

Hinzu kommt, dass auch mein "Tastsinn" viel stärker ausgeprägt ist.

Wenn mein Auge mal wieder arg schlimm war, schloss ich oft meine beiden Augen und musste mich sozusagen "durchtasten".

Mittlerweile nehme ich Vibrationen aller Art unglaublich sensibel wahr.

Wenn also ein Auto angerauscht kommt, achte ich zuerst auf mein Gehör, dann darauf, welche Schwingungen der Boden mir vermittelt und dann erst nutze ich mein Auge.

 

Dies alles ist auf der einen Seite unglaublich hilfreich, auf der anderen jedoch kann einen das in den Wahnsinn treiben.

Wenn ich früher über eine längere Zeit Baustellenlärm ertragen musste, so nervte mich dies einfach nur.

Mittlerweile treibt es mich in den Wahnsinn und ich bin manchmal kurz vorm verzweifelt.

Wenn ich dann also beispielsweise im Wartezimmer sitze, guggen andere genervt wenn draußen gewerkelt wird - ich jedoch muss mich zusammenreißen, dass ich nicht die Flucht ergreife und abhaue, da mein Kopf zu platzen scheint und dieses Geräusch mich völlig fertig macht.

 

Menschen

 

Menschen.

 

Bisher bei einem Treffen:

Ich stehe und warte, halte Ausschau. Suche die Menschenmengen ab nach dem mir bekannten Gesicht.

Analysiere die anderen, um mich zu beschäftigen.

Suche weiter, nach einer Tasche, einer Jacke.. irgendwas, von dem ich weiß - der Mensch, mit dem ich mich treffe trägt diese!

 

Jetzt bei einem Treffen:

(Die Sonne scheint. Brille tragen unmöglich wegen des Lichtes. Sonnenbrille aufgesetzt. Somit nicht nur blind auf dem rechten Auge, auch mein linkes wird nun unbrauchbar, da ich ohne Brille praktisch blind bin und noch keine Sonnenbrille mit Stärke besaß (durch Krankheit und Krankenhausaufenthalt noch nicht geschafft))

Stehe da, höre ganz leise Musik.

Augen geschlossen, warten dass endlich der Mensch kommt.

Höre mir die Stimmen um mich herum an, lausche, was sie reden. Such nach bekanntem Gesprächsstoff, nach bekannten Stimmen.

Kein Erfolg.

Öffne mein linkes Auge gerade so, dass ich wenigstens ein paar Umrisse erkenne.

Warte weiterhin. Auf einmal ein mir bekannter Gang - diesen Schritt kenne ich. Sehe einen braunen Umriss - muss eine braune Jacke sein. Einen blauen Punkt daneben - vielleicht eine blaue Tasche. Das müsste sie sein. Bin mir fast ganz sicher. Gehe auf sie zu. Höre ein Hallo und bin mir nun sicher!

Willkommen!

 

 

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2. Dezember 2011 5 02 /12 /Dezember /2011 18:49
 02. Dezember 2011

Und das Auge macht Krawall ! ! !

 


 
 

 

Zuerst einmal möchte ich euch erzählen, wie die letzten Monate so für mich aussahen. Unterschiedlichste Diagnosen wurden gestellt, alle möglichen Salben und Tropfen habe ich bekommen und ich schwebte praktisch in der Luft. Ich wusste ganz lange nicht, was denn nun wirklich mit mir los ist. Immer wieder dachte ich, die Ursache für mein Leiden sei gefunden und immer wieder gab es herbe Rückschläge…

 

Mal wieder… Bindehautentzündung.

Schon zu Anfang des Jahres fing es an- ich hatte (nach Jahren der Ruhe) mal wieder eine Bindehautentzündung.

An sich war ich das ja schon gewohnt, da ich mit dem Alter von ca. 16 Jahren ständig Bindehautentzündungen hatte durch das fahrlässige Umgehen mit meinen Kontaktlinsen.
Damals nahm ich die Hygiene und Pflege nicht so ernst.

Da ich allerdings seit langer Zeit umso vorsichtiger war und penibel auf Sauberkeit im Umgang mit den Linsen geachtet hatte, wunderte mich das ein wenig.

Nach ein paar Tagen des Tropfens war das Problem auch wieder in den Griff gekriegt.

 

Dieses Prozedere machte ich so bis Ende Mai immer mal wieder durch.

Nichts weiter dramatisches, wie mir schien.

Als ich dann jedoch das letzte Mal nach einer Woche Behandlung zu meinem Augenarzt zur Kontrolle ging, hatte ich einen leichten weißen Schleier vorm Auge.

Ich dachte, dies sei von der Salbe, die ich verschrieben bekommen hatte und mein Arzt müsse mein Auge wohl nur „ausspülen“, um diesen wegzubekommen, deshalb war ich umso schockierter, als er meinte, dies sei wohl ein schwerwiegendes Problem.

Dieser Schleier verheiße nichts Gutes.

 

Mir wurde gesagt, dass die Ursache entweder ein „Herpes-Virus“ sei, andere Bakterien oder Viren oder dass – im schlimmsten Fall- Akanthamöben die Ursache sein könnten.

Ich fragte ihn natürlich sofort aus, was davon das schlimmste sei, wie lange ein Heilungsprozess dauern würde, was zukünftige Folgen sind, wie es jetzt weitergeht….

 

Er meinte, er sei sich recht sicher, dass es ein Herpesvirus ist und überwies mich in die Uniklinik, um den Befund bestätigen zu lassen.
So also fuhr ich gleich hin und einige Ärzte schauten mich an.

Dies war am 26.08.2011.

Die Meinungen jedoch waren bezüglich der Diagnose recht unterschiedlich.

Einige meinten, es sei definitiv der Herpesvirus, ein paar andere jedoch meinten, das glaubten sie nicht.

So bekam ich also alle möglichen Tropfen und Salben verschrieben und wurde auf den Herpes-Virus behandelt.

Ich durfte da noch nach Hause gehen.

Der Zustand meines Auges war seit da an sehr schwankend. Es gab Tage, an denen es recht gut ging und Tage, an denen es gar nicht ging.

So musste ich immer mal wieder in die Klinik, bis ich am 10.09.2011 das erste Mal stationär aufgenommen wurde, da die Schmerzen unerträglich wurden.

Ich glaubte nicht mehr wirklich daran, dass es der Herpes Virus ist.

Niemand wusste so wirklich bis dahin, ob die Diagnose stimmt und ich war völlig im Unklaren, was ich nun eigentlich wirklich habe.

 

Bei meinem allerersten Besuch im Krankenhaus wurde mir mitgeteilt, man würde mein Kontaktlinsenaufbewahrungsgefäß kontrollieren, ob man dort einen Hinweis fände.

 

Da dies aber bis dahin immer noch nicht geschehen war, wies ich die Ärzte darauf hin, dass diese Maßnahme noch nicht ergriffen wurde.

So wirklich ernst genommen wurde ich nicht, also setzte ich fest, ich würde meiner Mam Bescheid sagen und legte einfach fest, dass das Gefäß kontrolliert würde.

Am nächsten Tag also drückte ich das der Ärztin in die Hand.

Mir wurde gesagt, über einen eventuellen Fund würde man mich natürlich sofort informieren.

Nichts dergleichen geschah jedoch.

 

Ich lag bis zum 13.09.2011  im Krankenhaus, viel kürzer  als ich erwartet hatte.

Darüber war ich natürlich unglaublich glücklich.

 

Als mich jedoch wenige Tage mein Augenarzt schon wieder in die Klinik schickte, da mein Auge wieder schlimmer geworden war, nämlich am 19.09.2011, war ich natürlich unglaublich niedergeschlagen.

Ich war doch so froh, dass es meinem Auge bis dahin so gut ging…

Nach 4 Stunden Ungewissheit und Warten teilte man mir mit, dass zwei Bakterien im Kontaktlinsenbehälter gefunden wurden (ich wurde also NICHT! informiert…!)

Das eine Bakterium war nicht weiter schlimm und recht gut zu behandeln, das andere jedoch multiresistent gegen alle möglichen Antibiotika.

 

Mir wurden wieder andere Medikamente verschrieben.

Am 22.09.2011 sagte mir ein Arzt, dass es fraglich ist, ob ich je wieder sehen kann und wenn, wie viel dann noch.

Ich war natürlich am Boden zerstört.

Mir erschien alles so sinnlos, die Behandlungen schienen ja doch nicht zu helfen und jetzt auch noch die Botschaft, ich würde eventuell mein Augenlicht verlieren.

Meine Mam jedoch machte sich sofort im Internet kundig und las von einer Hornhauttransplantation. Sie erzählte mir davon, dass es vielleicht eine Möglichkeit sei.

Ich fragte meinen Oberarzt, ob das stimmt, wie wahrscheinlich es ist, dass es soweit kommt.

Er klärte mich auf und sagte, dies sei durchaus eine Möglichkeit, falls sich auf dem Auge Narben bilden würden und ich nicht mehr sehen kann.

Dies beruhigte mich natürlich ungemein. Zu wissen, dass es zur größten Not mit einer OP zu beheben wäre, war immerhin ein Lichtblick.

Er sagte jedoch auch, dass es bei mir nicht so aussieht, dass bei mir eine starke Narbenbildung sehr  wahrscheinlich ist und dass dies nur im größten Notfall passieren würde.

Dann sah alles schon wieder ganz anders aus.

Der lernende Arzt hatte mir also unglaubliche Panik gemacht, die der Oberarzt mir wieder nahm.

Das Auge war dann auch wieder  kurz recht oke und beruhigte sich. Wir hofften alle, dass es jetzt langsam mal vorbei sein möge..

Am 26.09.2011 wurde ich dann also entlassen,

 

nur um 2 Tage später, am 28.09.2011, jedoch wieder sofort auf Station zu liegen.

Ich war es langsam Leid.

Da sich die Ärzte nicht anders zu helfen wussten, verabreichte man mir Betaisodonaspülungen, um den Keim abzutöten.

Diese waren zu Anfang unglaublich schmerzlich, da mein Auge nicht richtig betäubt wurde.

Dies war auch das erste Mal, als ich kurz davor war, einfach aufzugeben.

Ich konnte nicht mehr und wusste nicht mehr weiter.

Diese Spülungen wollten sie mir 3! Mal am Tag verabreichen.

Da es allerdings so schmerzhaft war, erhielt ich am ersten Tag „nur“ eine Spülung und am 2. Tag auch „nur“ eine.. dann weigerte ich mich strikt.

Die Schmerzen waren nicht auszuhalten und ich brauche mir auch gar nicht die Mühe machen, sie hier in Worte fassen zu wollen.

Ich wusste nicht, dass man so schlimmes fühlen kann und war am Ende mit meinen Nerven.

Als dann jedoch mein Oberarzt mit mir redete (der einzige, zu dem ich zu diesem Zeitpunkt noch Vertrauen hatte) und meinte, es müsse sein, ließ ich die Spülungen wieder zu.

Schließlich musste man ja irgendwas machen, damit es weggeht.

Ich dachte mir „ein letztes Mal probiere ich es noch, dann weiß ich auch nicht mehr weiter“.

So also bekam ich an dem Tag die Spülung von meinem Oberarzt.

 

Die nächsten Tage waren unglaublich anstrengend. Wenn der Oberarzt die Spülung machte, lief alles gut und die Schmerzen hielten sich in Grenzen (Das Auge wurde eine Stunde lang zuvor immer wieder mit Betäubungstropfen behandelt).

Auch die Schmerzen danach waren nicht so enorm, wie wenn jemand anderes spülte.

 

Sobald aber mal jemand anderes es machte, war es nur noch ein absolutes Horrorszenario.

Der eine betäubte nicht richtig und spülte mein Auge danach nur einmal statt zweimal (GEGEN die Anweisung des Oberarztes!) aus – höllische Schmerzen folgten.

Der andere meinte, mein Auge aufruppen zu müssen, sodass ich trotz Betäubung unter höllischen Schmerzen litt.

Mein wiederholtes Rufen „STOPP! Pause BITTE!“ wurde -ganz dezent- überhört und ich fühlte mich wie in einem Horrorfilm.

Ich weigerte mich dann, von diesen Ärzten behandelt zu werden.

Ich sprach mit dem Oberarzt und verlor auch immer mehr meine Hemmung, meine Meinung zu sagen und mich durchzusetzten.

 

Irgendwann halfen dann die Spülungen und mein Auge wurde recht ruhig. Dann war ich bereit, auch 2 Spülungen über mich ergehen zu lassen, nachdem ich meinen Arzt fragte, ob dies die Heilung beschleunigen könne und gut wäre. Er meinte, dies sei wahrscheinlich der Fall.

So bat ich darum, die Dosis zu erhöhen, solange dies Ärzte machten, die umsichtig sind  und denen ich noch einigermaßen vertraute (davon gab es dann nur noch zwei oder 3 – und in der Klinik gibt es wirklich viele Ärzte…).

 

Dies jedoch war zu viel und mein Auge war dann stark gereizt.

So wurden die Spülungen abgesetzt und alles war dann endlich soweit ok. Ich sah zwar immer noch nicht viel, der Schleier war nicht weg, aber ich hatte keine Schmerzen und mein Auge schien stabil.

Am 6.10.2011  wurde ich dann entlassen und freute mich, in meiner neuen Wohnung zu sein – mit einem nicht-schmerzendem Auge.

 

SO hatte ich dann ganze 2 Wochen Ruhe und war überglücklich.

Ich dachte doch tatsächlich, dass ich jetzt endlich wieder Ruhe habe.

Dem war aber natürlich nicht so!

Am 21.10.2011 war ich dann wieder in der Klinik – da es so ein stetiges Bergauf und Bergab bis dahin gab, war nun die Vermutung naheliegend, dass es wohl nicht die Bakterien sind.

Auch der Stationsarzt meinte bei meiner letzten Entlassung, dass diese eigentlich schon längst abgetötet sein müssten.

So teilte man mir am 21.10. mit, dass es nun langsam sinnvoll wäre, auf Akanthamöben zu therapieren.

Ich durfte allerdings über das Wochenende erstmal wieder heim, da eine der Tropfen, die ich nun nehmen sollte, speziell in der Apotheke angefertigt werden mussten und diese vor Montag nicht da sein würden.

Übers Wochenende gab mir der Arzt schon folgende Medikamente mit:

1.) Brolene

2.) Oftaquix

3.) Dexa Edo

 

Die ersten beiden Tropfen und die angefertigten, welche ich dann seit Montag bekam (=Polihexanid) sind eine Dreierkombination, welche gegen die Akanthamöben wirken sollen.

Die Tropfen „Oftaquix“ sind dafür da, die Bakterien abzutöten, von welchen sich die Akanthamöben sozusagen „ernähren“.

 

Die Dexa Edo sollte ich weiterhin nehmen, um die Selbstheilung des Auges sozusagen einzuschränken.

Dieser weiße Schleier entstand aus Infiltraten, die sich auf der Hornhaut absetzen. Diese sind eine natürliche Abwehrfunktion des Auges. Zudem ist die „Heilung im Auge“ sozusagen gar nicht so gut, da dadurch Narben entstehen und die Sehfähigkeit wenig bis sehr stark beeinträchtigt werden kann.

 

So ging ich Freitags also heim mit der Aussicht, Montag wieder stationär aufgenommen zu werden.

Am Samstag wachte ich dann auf und stellte fest, dass ich einen weißen Ring im Auge habe.

Von da an war klar, dass es wirklich Akanthamöben sind!

Denn mein Augenarzt und der Oberarzt in der Klinik hatten mir davon schon oft genug erzählt.

So wusste ich dieses Zeichen eindeutig zuzuordnen.

Auch wenn diese Diagnose schrecklich war, so wusste ich jedoch nun endlich, dass man nach gefühlter Ewigkeit endlich wenigstens wirklich richtig behandeln konnte.

Sonntags war der Ring dann fast weg und ich hatte einen weißen Fleck, ein Stückchen über der Pupille, sah aus wie ein Kuhfleck.

Ich war mir trotzdem sicher, dass ich mit meiner Feststellung richtig lag und am Montag war dann auch wieder das Ringinfiltrat deutlich zu erkennen.

 

Vom 24.-28.10.2011 lag ich dann also wieder in der Uniklinik, um zu sehen, wie ich auf die Tropfen reagiere und ob mein  Auge sie gut verkraftet.

Mir sagte zu dem Zeitpunkt eine Ärztin, ich könne mein Studium vergessen und müsse auf jeden Fall zwei Urlaubssemester nehmen.

Dies war natürlich ein weiterer übler Rückschlag aber als ich dann aus dem Krankenhaus raus war, wurde mein Auge immer besser.

Alles lief gut und ich hatte lange Zeit Ruhe.

Gesehen habe ich natürlich immer noch nicht viel aber ich war schmerzfrei und entschloss mich deswegen, mein Studium weiterzumachen und nicht aufzugeben.

Alles war auf einmal ok.

Ich war zwar sozusagen blind auf dem Auge aber ich musste statt ca. 30 Mal „nur“ noch 20 Mal am Tag tropfen und hatte wieder Hoffnung.

So also war es bis heute.

 

http://www.kontaktlinsen-sparen.de/blog/die-gefahr-lauert-im-wasser-infektionen-ueber-kontaktlinsen/

 

02. Dezember 2011

Die letzte Woche war sehr anstrengend. So ganz optimal war der Zustand des Auges nicht. Alles schlauchte mich sehr, Licht war schrecklich.

Aber alles in allem war mein Zustand in keinster Weise Besorgnis erregend.

Montag dann wachte ich auf und es war alles perfekt!

Ich konnte sofort das große Licht anmachen, ich kam auch draußen wunderbar klar.

Natürlich immer noch mit fettem Schleier vor dem Auge aber sonst superglücklich.

Dann allerdings ging es die letzten Tage ein wenig bergauf und bergab.

Bis ich am Donnerstagmorgen nicht aufgestanden bin weil mich das Auge sehr anstrengte. Die Tropfen taten ein wenig weh und zum Nachmittag hin konnte ich gar nicht mehr Tropfen, weil es so schmerzhaft war.

Ich wollte allerdings nicht in die Klinik, da mein Auge sonst nicht weiter schlimm aussah und ich soweit noch alles regeln wollte, dass ich zur Not auch vom Krankenhaus weiter fürs Studium arbeiten kann.

 

Heute wachte ich dann auf und traute mich gar nicht, Tropfen zu nehmen da ich mich an die Schmerzen von gestern erinnerte. Ich überwand mich aber es tat natürlich weh, also ließ ich es.

Ohne das Tropfen ging es soweit gut, außer dass ich mein Auge nicht öffnen konnte.

Ich hatte ein starkes Fremdkörpergefühl wenn ich es öffnete und dieses war es auch, was so wehtat.

Mittags war ich dann in der Klinik eh zur Kontrolle bestellt und machte mich also auf den Weg.

Halb 1 war ich bestellt, halb 5 waren wir dann beim Oberarzt.

Dieser meinte, ich müsse definitiv weitertropfen und die Dosis stark hochsetzen.

Jetzt soll ich also stündlich Brolene tropfen und stündlich Polihexanid.  Dexa und Oftaquix bleiben von der Anzahl her bestehen.

 

Zudem kam er wieder auf die Hornhauttransplantation zu sprechen, wie die letzten male zur Kontrolle auch schon.

Sollte es sich übers Wochenende verschlimmern, muss ich in die Klinik – stationär. Mal wieder.

Mittlerweile scheint es so, als dachte er mehr an eine Op als zuvor.

Er erzählt mir immer wieder von einer Patientin, die auch in der Uniklinik behandelt wurde.

Sie litt auch unter Akanthamöben und wurde ein Jahr lang mit Tropfen behandelt.

Seit der Hornhauttransplantation allerdings hat sie Ruhe und ist zufrieden.

Leider ist das Risiko jedoch sehr hoch, dass die neue Hornhaut von Restbeständen der Akanthamöben angegriffen wird und nicht überlebt.

So kann es zur Abstoßung der Hornhaut kommen.

Im Endeffekt birgt die Op also auch Risiken.

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass nicht alles gut verläuft. Deswegen wird also eine Operation vermieden, solange es geht.

Das Ringinfiltrat ist bei mir jedoch schon ein wenig mehr geworden und wenn es sich nicht legt, besteht die Gefahr, dass es sich über das ganze Auge ausbreitet.

Bei einer Transplantation wird allerdings nicht die ganze Hornhaut entfernt, sondern ein Teil herausgeschnitten, da die neue Hornhaut ja mit der alten vernäht werden muss.

Ist also irgendwann die ganze Hornhaut stark angegriffen, so ist eine Operation kaum bis nicht möglich.

Warten wir also ab, was übers Wochenende passiert und was Montag dann herauskommt…

 



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1. Dezember 2011 4 01 /12 /Dezember /2011 19:02
 1. Dezember 2011 

 


 
 

 

Endlich wieder hier...

 

 

„Das Gelage dieser Tage. Wir liegen mit mehr Krebszellen als Verstand im Kopf auf diesem durchgefickten Sperrmüllsofa. Wir sind Engel, die Verführer und die Verführten des Amokzustandes, mancherorts fälschlicherweise Leben genannt. Um uns schießt Dummheit wie vergiftete Pflanzen aus krankem Boden.“

 

Gedankenwirrwar, nicht zu ordnen.

Positiv, negativ. Reizüberflutung immer wieder.

Ich lebe und ich lebe doch nicht. Hin- und hergerissen zwischen zwei Welten, ungewollt.

Zwischen zwei realen Welten und vielen fiktiven Welten, solche die nur in meinem Kopf stattfinden und sich gegenseitig bekämpfen.

Jeder will der erste sein.

 

Ich taumle zwischen Leben und Einsamkeit.

Nein, es ist keine Einsamkeit denn einsam bin ich nicht.

Ich schwanke zwischen dem Leben – Studium, Familie, Freunden, Ordnung, Aktivität, Kommunikation.. und zwischen dem alleinsein.

Alles wird mir schnell zu viel. Ich bin überfordert, ich ziehe mich zurück.

Bin unfähig, aufzufassen was um mich herum passiert.

Fühle mich auf einmal so schwach. Als wenn mein Körper versagt.

Drehe mich dann um und gehe.

In mein Zimmer.

 

Mein Zimmer ist mein Refugium.

Hier bin ich Herrin.

Hier bestimme ich!

Hier bin ich sicher.

Hier sieht mich keiner.

 

Ich kann das Licht dämmen, kann die Augen schließen, kann selber bestimmen, was ich tu, wer ich bin.

Muss mich nicht anstrengen.

Mein Körper erschlafft- und schöpft langsam wieder Kraft.

 

Es ist alles so unglaublich anstrengend – an fast allen Tagen.

Ich fühle mich fertig, fühle mich, als sei ich kein Mensch. Nicht fähig, normal zu leben.

Und fraglich, wann ich das wieder kann.

Fest steht: Es wird noch lange dauern.

 

Ich will wieder raus.

Mit Freunden treffen ist immer wieder eine Herausforderung, es zehrt an mir.

Ich muss mich vor meinen Freunden nicht verstellen, muss nicht beweisen wer ich bin. Ich muss niemandem beweisen, wer ich bin.

Aber ich bin es leid – das Mitleid.

Die Blicke, die mich von jenen streifen und die Fragen, wie ich das schaffe.

Die skeptischen Blicke, ob wohl der Scherz unangemessen war, ob man zu weit gegangen ist.

Ich werde akzeptiert, und trotzdem will ich nicht zeigen, wie es mir wirklich geht.

Denn das hieße, mich noch mehr einzuschränken.

So kann ich wenigstens an bestimmten Tagen, wenn ich körperlich ein bisschen fitter bin, normal leben.

 

Aufwachen – Uni – Heim – essen – schlafen – lernen – Film sehen – schlafen.

So läuft jeder Tag ab. Zwischendurch mal an manchen Tagen kurz mal Besuch heim oder ab zur Familie.

Mehr gibt es nicht.

Mehr schaffe ich gar nicht.

Und trotz dass ich manchmal mitten im Leben stecke, so habe ich doch immer das Gefühl, dies ist nicht meine Realität.

Ich sehe nicht nur durch einen Schleier, mein Leben besteht momentan aus einem Schleier.
Vor mir eine Wand, die nicht zu durchbrechen scheint.

 

Und ich scheitere immer wieder.

An den einfachsten Aufgaben.

Vor allem an Tagen, an denen ich wieder einen Rückschlag erleide.

Ich habe ständig Angst.

Ich lebe mit einer Angst, die ich nicht loszuwerden scheine.

Angst, einkaufen zu gehen.

Angst, zum Bürgeramt zu gehen.

Angst, alleine in die Klinik zu gehen.

Sobald ich raus muss und nicht Wege gehe, die ich schon tausendmal gegangen bin, habe ich Angst.

Denn jeden Moment kann mein Auge wieder schlechter werden und dann schwindet wieder all meine Kraft die ich je besessen habe.

Ich will diese Angst nicht mehr, jedoch kann ich sie auch nicht loswerden.

 

Jeden Moment kann die Sonne rauskommen und ich muss meine Sonnenbrille aufsetzten – so dass ich nichts mehr sehe.

Dann bin ich aufgeschmissen.

Abends ist rausgehen am schlimmsten denn überall ist es dunkel und mein Auge entspannt. Sobald ich dann in einen erhellten Raum komme, habe ich das Gefühl es kracht alles zusammen.

Oft sitze ich abends in der Bahn und muss die Augen schließen, da ich das Licht nicht ertrage. Soweit so gut.

Bis dahin ist noch alles ok. Jedoch muss ich sie ja auch wieder öffnen, um auszusteigen. Und dann überrennen mich meine Schmerzen oder ich bekomme meine Augen gar nicht wirklich auf.

Sie umdrehen sich, weigern sich und ich verzweifle.

 

Zu Hause jedoch bin ich frei.

Dieses ständige Tropfen scheint nicht mal annähernd so stressend, wie e das tut wenn ich unterwegs bin.

Denn ständig muss ich mir Nischen oder Orte suchen, wo nicht 30 Menschen um mich herum stehen und mich dumm anstarren.

Natürlich ist es eigentlich egal, denn ich bin nun einmal krank und kann dagegen nichts tun als fein brav meine Medizin zu nehmen.

So aber kommt man sich noch kränker und behinderter vor, als man sowieso schon ist.

Ich will das nicht.

 

Selbst lernen ist oftmals anstrengend. Ich mache oft schlapp an Stellen, wo ich eigentlich richtig loslegen würde, da ich mitten im Stoff bin und nun die Produktivität eigentlich am höchsten wäre.

Würde mich gerne in die Bibliothek setzen um empfohlenen Bücher durchzuarbeiten.

Jedoch strengt das alles an. Ich bin so erleichtert, wenn ich wieder heim bin.

In diesem Moment fällt alles von mir ab.

Mein Refugium.

Ich will hier nicht mehr weg!

 

Ich möchte einfach nur wieder ganz normal leben können.

Aber das ist noch eine verdammt lange Zeit absolut unmöglich.

 

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9. November 2011 3 09 /11 /November /2011 23:28
 10.11.2011

Ich weiß es genau..

 

Noch weiß ich, wie es war, wie es sich angefühlt hat, ihn zu umarmen.

Doch irgendwann werden ich es wohl vergessen.

Ich weiß noch, wie er gelacht und geredet hat, wie sich seine Stimme überschlug, wenn er sich freute.

Ich weiß, wie seine Augen blitzten, wenn er uns voller Begeisterung etwas erklärte!

Ich kenne noch genaustens seinen Gang, gesenkter Blick nach unten, tief in Gedanken versunken - Rufen zwecklos.

Ich kenne noch seine dünnen, fast knochigen Finger, seine ausgeprägte Hüfte - wunderbar für einen Angriff ausgelegt - Und dann:

Sein verzweifeltes Lachen und Rufen, da er so unglaublich kitzlig war. Unfähig, sich zu wehren, da sein Gelächter ihm nicht erlaubte, sich zu widersetzten.

Flehen, doch bitte aufzuhören, da die Bauchschmerzen schon begannen.

Ich kenne bisher keinen Menschen, der so kitzelig ist, wie er es war.

 

Seine knochigen Wangen, oft mit mehr oder weniger kleinen Stoppeln besetzt.

Wie er dastand und meine Umarmungen kaum zulassen konnte, mir nur auf den Rücken oder die Schultern klopfte und kaum reagierte.

Und doch wusste ich, dass er mich auch lieb hat.

 

Ich weiß noch genau, wie er sich am Telefon meldete, mich begrüßte, wenn wir uns sahen, wie er sich verabschiedete...

"Cousine, was gibts?".

"Tschüss Cousine".

Seine Stimmt hallt mir in den Ohren, immer wieder...

Ohne Unterlass.

"Cousine, könntest du heute vielleicht wieder nachrasieren?".

"Willst du auch ein Bier Cousine?".

........

 

Ich weiß noch genau, wie er sich immer ein Kissen krallte, wenn wir einen Serienabend hatten.

Und wie er sein Kinn darin vergrub, die Hände jedoch unter dem Kissen, geballt.

Wie er kaute, wie sich seine Muskeln und sein Kiefer bewegte.

Weiß genau, in welchem Winkel er sein Bier hob und trank, wie es aussah, wenn er schluckte.

Ich kenne seinen Geruch, weiß, wie sich die Pullis anfühlten, die er trug.

Wie glatt sein Ledermantel war, den er sich als erstes kaufte. Und wie froh ich war, wenn ich ihn mal anprobieren durfte.

Wie er ihn mir einmal umlegte, da ich so arg fror.

 

Dass er sein Portmonaie in seiner Hosentasche trug, wenn er es mithatte, sein Geld jedoch trotzdem lose.

Dass er eine Hose besaß, die auch unten, also insgesamt vier Taschen hatte.

Wie stolz er auf seine Eckzähne war und mir dies auch immer wieder zeigte.

 

Wie es klang, wenn sein Schlüssel klapperte, wenn er sich bewegte, jedoch aber auf dem Bett lag und das Geräusch deshalb nur dumpf war.

 

Weiß noch, wie er immer seine Schuhe band. Beziehungsweise, dass er sie am Ende oft nicht mehr richtig band, da es ihm zu lange dauerte..

Wie er schaute, wenn er laß.

 

Dass er sich freute, dass ich seine Mütze mochte, auch wenn er es so nicht sagte.

 

Ich wünschte, ich würde es immer so klar vor mir sehen, wie jetzt.

Niemals vergessen, doch...

Die Erinnerungen werden verblassen, so wie immer...

 

Und trotzdem..

 

..hoffe ich!

 

 


 

 

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6. November 2011 7 06 /11 /November /2011 00:38
 05.11.2011

 

Ich will

 

 

Ich will leben, mich nicht fragen, will vorwärts gehen.

Will nicht verzagen.

Ich will LEBEN, immer weiter.

 

Ich will vergessen und neu beginnen.

Ich will alles beiseite lassen.

 

Lernen, mich zu beherrschen. Lernen, mich zu kontrolieren.

 

Gefühle?

Gefühle können zerstören.

Gefühle können aber auch der Anfang von etwas Neuem sein.

Wie nun?

Wie weiter?

Vorwaerts streben oder es dabei belassen?

 

Sehnsucht nach Veränderung.

Sehnsucht nach dem Leben erfüllt mich.

Suche.

Suche nach mir.

Ich kann momentan nicht ich sein.

Frage mich, wer ich bin, denn ich habe mich verloren.

Ich habe nicht verloren, ich habe MICH verloren.

Ich bin nicht verloren, ich suche mich nur selbst.

 

Was sind meine Ziele?

Mein Verlangen?

Was erfüllt mich?

Wofür lebe ich?

 

Lebe ich für mich?

Momentan nicht.

Kann nicht für mich leben..

 

Versuche, für ihn weiterzuleben. Versuche, ihm gerecht zu werden, obwohl ich weiß, dass ich es nicht kann.

 

Ich kann niemals so gut sein, wie er.

Er war so intelligent.

Er war unglaublich.

Er WAR..

 

Innerlicher Krieg in mir -

 

weiß nicht, wie ich weitermachen soll.

 

Gehe vorwärst, da ich nicht die Kraft und den Mut habe, aufzugeben.

Ich gehe vorwärts, um das Leben zu begreifen.

Um meine Familie nicht im Stich zu lassen.

 

Und immer wieder Fragen über Fragen.

 

Anfangs dachte ich:

Niemals hätte er mich allein gelassen. Er wusste so viel von mir, niemals hätte er mich verlassen,

Ich war seine kleine Cousine, der er die Welt erklären konnte.

Ich war seine kleine Cousine, die Hilfe bedurfte.

Ich dachte, er hat mich geliebt, so sehr, dass er mich nicht im Stich gelassen hat. Nie.

 

Und langsam begreife ich, dass er nicht einfach weg ist. Nicht in ein anderes Land, er lebt nicht woanders weiter.

Sein Rucksack und sein Ausweis sind nicht verschwunden, weil er versucht, sich woanders eine neue Existenz aufzubauen.

Wahrscheinlich hat er seinen Ausweis verloren und sein Rucksack liegt bei einem Bekannten. Hat ihn da vergessen.

Oder entsorgt mit wichtigen Zetteln und Info's, die keiner von uns sehen und wissen sollte.

Wo sind die Tablettenschachteln??
Wahrscheinlich auch entsorgt...

 

 

 

Ja.

 

 

Ich wurde verlassen.

 

 

 

Ich wusste, dass etwas nicht stimmt.

Habe gesagt: "Jetzt hört mal auf, etwas stimmt da nicht. Er würde sich nie so ewig nicht melden bei seiner Familie, wenn da nicht irgendetwas nicht in Ordnung wäre."

Und ich habe nichts getan.

Ich habe einfach nichts getan.

 

Hatte ihm eine Nachricht geschrieben, in der ich meinte, dass er wenigstens absagen sollte oder sagen sollte, wenn er sich nicht mit mir treffen wollte.

Hatte ihn das letzte Mal gesehen, als wir bei der Oma waren.

Hatte ihn gefragt, ob wir mal wieder ein Bier trinken gehen würden.

Und er sagte ja, ich fand Zustimmung.

Er wirkte sogar freudig.

Wir hatten einen vagen "Termin"..

Und nie antwortete er.

Ich sagte ihm, dass ich ihn gerne wiedersehen würde und aber nicht verstünde, dass er sich nicht meldet und nicht absagt.

 

Und dann - irgendwann - begriff ich, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Dass da etwas gewaltig nicht stimmt.

Sagte es sogar, sprach es aus.

 

Und doch unternahm ich nichts aus der Angst heraus, ich würde ihn nerven. Angst zerstört alles...

Und weil ich dachte, es hat Zeit.

 

Bin an seiner Wohnung vorbei gefahren, war schon zu spät  zu einem Treffen und überlegte, ob ich klingel.

Wollte aber nicht noch später kommen und dachte, das machst du ein andern Mal. Er will dich wahrscheinlich eh nicht sehen oder ist gar nicht da.

 

So auch an diesem.Tag.

Ich war schon ungefähr eine halbe Stunde zu spät und fuhr an seiner Wohnung vorbei.

Ich wollte klingeln.

Ich wollte fragen, ob alles ok ist. Hätte ihm wahrscheinlich helfen können.

Doch ich fuhr weiter!

Wollte nicht noch später ankommen.

 

Hatte einen sehr schönen Abend. Viel Spaß und Freude.

Und dann tat er es.

 

Er sprang.

 

 

 

 

 

 

 

Und ich hatte keine Zeit mehr..

 

 


 

 

 

Ich will zurueck!

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welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


DSC00051.JPG