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20. Oktober 2012 6 20 /10 /Oktober /2012 23:47

Tutorial:

 


 

 

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7. Oktober 2012 7 07 /10 /Oktober /2012 15:13

 

 


 
 

 

 

Mit der LVB ist es so eine Sache.

 

Die letzten Jahre bin ich fast nie Bahn gefahren, da die Bahnen uns Busse im Winter zu voll sind und im Sommer die Menschen darin stinken.

Abgesehen davon finde ich es eklig, wenn Menschen mich berühren, und da man die Hälfte des Jahres mindestens relativ freizügig herumrennt, ist es in Bahn und Bus kaum möglich, dem Ekel auszuweichen.

 

Zum Glück hatte ich immer ein Fahrrad, entweder ein eigenes, welches ich großzügiger weise geschenkt bekam und nie lange lebte, oder übergansweise ein „geliehenes“.

Da ich jedoch sehr ungeduldig bin, habe ich höchstens den Schlauch gewechselt, wenn das jedoch nicht zur Reparatur reichte, fand das nächste Fahrrad den Weg zu mir.

Am Ende hatte ich fünf Räder im Keller stehen, wobei ich schon einige aussortiert hatte, und als ich auszog, beschloss ich, auch diese freizugeben, da ich sie alle hätte zur Reparatur bringen müssen und Geld habe ich ja nie.

Ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht ahnen, dass ich ein Gewissen entwickeln würde, nämlich als man mir mein meist geliebtes Fahrrad stahl.

Ich schloss es im Winter an einen Baum, da der Schnee über Nacht solche Ausmaße angenommen hatte, dass selbst schieben eine Qual und kaum möglich war.

Da ich nur noch eine Bahn Gelegenheit hatte, pünktlich zu kommen und mit Rad statt 10 Minuten mindestens dreißig gebraucht hätte, um zur Haltestelle zu gelangen, suchte ich mir also einen Baum, mit relativ vielen Zentimetern Umfang und ließ es dort.

Zwei, drei Tage später, als man endlich beschlossen hatte, Leipzig wieder ein wenig befahr- und begehbar zu machen und die Schneeschieber doch mal ausgesandt hatte, stiefelte ich los, um meinen Karl abzuholen und wieder in den Keller zu verfrachten.

Ich lief also die Straße entlang, an der ich ihn zurückgelassen hatte, und besah mir jeden Baum, da ich mir nicht mehr sicher war, ob es der sechste oder siebte war, dem ich habe Karls Gesellschaft zuteilwerden lassen.

Neben der Tankstelle jedoch war es, dessen war ich mir todsicher.

Doch weit und breit wurde ich nicht fündig, ich lief die ganze Straße entlang,

Ich sann kurz nach, wie viel ich wohl gestern getrunken haben mochte, stellte fest dass das nicht relevant war, und lief die Straße noch einmal entlang.

Am Anfang der Straße angekommen konnte ich mir ein Stirnrunzeln nichtmehr unterdrücken und startete meinen dritten Versuch.

Diesmal lief ich ausgesprochen langsam, sah mich genau um. An der Tankstelle jedoch fand ich wieder nichts, außer – nachdem ich genau hinsah - einen abgehackten Baumstumpf!!

Ich sah noch einmal genauer hin und dachte mir, es könne doch nicht sein, Karl war alt und schon zerschunden, kein besonderes Rad, Lenkung war schief, kein Licht, Bremsen hatte er auch keine mehr, Sattel war schon kurz vorm auseinanderfallen, Klingel schon ewig verschollen und und und…

Ich schloss die Augen, um klar denken zu können, die Promille verdrehten mir wohl noch ein wenig den Kopf.

Nach einer Minute etwa öffnete ich sie wieder und – mir erschloss sich immer noch das gleiche grausame Bild.

Ein zerstörter Baum, vielmehr ein Stumpf, ohne Karl.

Man hatte also einen Baum umgehackt um an eine alte Möhre zu gelangen.

Wie besoffen muss man dazu denn bitte sein??

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder heulen sollte, und da es mich so hin- und herriss, beschloss ich, beides gleichzeitig zu tun und begab mich auf den Weg nach Hause.

An diesem Tage entwickelte sich mein Gewissen, was Fahrraddiebstahl anbelangte.

Ich selber hatte zwar eh noch nie ein Rad geklaut, es nur mitgenommen wenn es  nicht angeschlossen war (das ist für mich kein Diebstahl), jedoch hatte ich liebe nette Freunde, denen gegenüber man nur erwähnen musste, dass man grad kein Rad hatte, und schon klingelte am nächsten, spätestens am übernächsten Tag das Handy.

Doch als mir Karl, mein heiß geliebtes Fahrrad, mein letztes funktionierendes Fahrrad vom Baum gepflückt worden war, war es damit auch vorbei.

 

Ich besitze auch heute noch kein Rad, denn eine ganze Zeit lang konnte ich gar nicht fahren und jetzt habe ich – kein Geld.

So bin ich gezwungen, die Öffentlichen zu nutzen und leide jedes Mal aus Neue.

Ich habe aber auch das Glück, dass sich mindestens jedes zweite Mal jemand neben oder hinter mich setzt, der entweder eine Bierfahne hat (und das schon vormittags oder mittags), nach Schweiß stinkt oder nach Katzenpipi.

Oder einer, der meint sich so nahe an mich setzen zu müssen, dass er mich mit seiner triefenden Haut berührt, dass mich Schüttelekelfrost am ganzen Körper überkommt.

 

Zumindest ist das Fahren für mich durch meine Studentenkarte kostenfrei, so muss ich mich wenigstens nicht über die unverschämten Preise der LVB von mittlerweile 2,3€ die Stunde rumärgern.

Oder 1,7€ für vier Haltestellen.

Wichtig ist beim Bahn- und Busfahren, im Winter gewisses Zubehör einzupacken.

Wärmekissen für den Nacken, eine Thermokanne mit Tee, Hörbücher aufm MP3-Player und gute Musik, damit man zur Not an der Haltestelle tanzen kann, damit einem warm wird, da die Bahn mal wieder mindestens eine halbe Stunde zu spät kommt.

Da dieses Phänomen jedoch nicht nur im Winter auftritt, sollte man auch im Sommer, wenn man einen Termin hat, mindestens eine Dreiviertelstunde eher losstiefeln, um wenigstens eine Chance zu haben, pünktlich zu sein oder den Zug zu schaffen.

Besser noch ist eine Stunde oder anderthalb, da das aber kein Mensch macht, ist in Leipzig das „Zuspätkommen“ mittlerweile schon fast überall toleriert, wird sogar teilweise schon eingeplant.

Partyeinladungen beispielweise tragen zumeist den Startzeitpunkt „20 Uhr“, wobei eine Stunde den LVB zugerechnet wird, eine halbe Stunde denjenigen, die sich, wie ich meist erst zu Tode suchen, da sie die Straße oder Hausnummer nicht finden und eine Stunde, da man nie verfrüht oder tatsächlich zum festgelegten Startzeitpunkt auf der Party erscheint.

So wird mit den Gästen dann also frühestens um 22:30Uhr oder 23:00 gerechnet und wundert sich doch arg sehr, wenn die Menschen eher eintrudeln.

Ich persönlich habe es eh nicht so mit Zeitplanung, beziehungsweise plane ich schon, schaffe aber nie, rechtzeitig mit aufräumen und vorbereiten fertig zu sein, und so ist es gar nicht so schlecht, diese Stunde Spielraum dank den LVB zu haben.

Also vielleicht sollte ich mich eigentlich nicht aufregen..

 

Laufen ist für mich leider selten eine Alternative, da ich meist lange Wege zurücklege, wo ich eine oder anderthalb Stunden zu Fuß unterwechs wäre.

Wahnsinn ist, was ich letztens erlebte: wenn die LVB eine Ersatzhaltestelle einrichtet, da gebaut wird, jedoch aber der Busfahrer darüber nicht informiert wird und einfach an einer Menschenmenge vorbeirattert.

Oder aber er freut sich einfach, wenn er mal ein paar Leute ärgern kann.

Schön vor allem, wenn dies an einem Sonntag geschieht auf einer Buslinie, welche nur einmal aller halbe Stunde fährt.

In diesem Falle entschied ich mich dann doch für das Laufen, ich kam gleichzeitig an meinem Endziel mit dem darauffolgenden Bus an und fragte mich, ob auch dieser an der Haltestelle vorbeigefahren war und die Menschen, die beharrlich und zugleich sehr mutig stehen geblieben und weiter gewartet haben, heute dort versauern werden.

Ich hatte kurz überlegt, meine zwei Schlafsäcke aus dem Keller zu holen, und sie den bemitleidenswerten Wartenden zu bringen, doch dann hätte ich ja auch wieder den Weg zurücklaufen müssen, und so beschloss ich, mal ganz unmenschlich zu sein und mich in meiner warmen Wohnung mit einem Film zu vergnügen.

 

Letztens dann erlebte ich eine Seite der LVB, die mir zuvor ganz verschlossen geblieben war – zum Glück.

Noch in der Kurve, ein paar hundert Meter bevor die Bahn normalerweise zum Stehen kommt und die Fahrgäste wieder an die frische Luft springen, froh dem nach Urin stinkenden Abteil entfliehen zu können da endlich angekommen, drückte ich den „Halstestellenwunsch“. Das Knöpflein und die Leuchtschrift an der Tür blinkten sogar, also funktionierte er auch.

Doch neuerdings ist der „Haltestellenwunsch“ leider tatsächlich nur noch ein Wunsch und wird wörtlich genommen, denn der Fahrer ratterte unbeirrlich an der Haltestelle vorbei.

Ich hab nicht schlecht geguggt, und mir schlief das Gesicht ein, als ich daran dachte dass meine und die darauf folgende Haltestelle unglaublich weit voneinander entfernt liegen.

Ich konnte nur hoffen, er würde dieses Mal halten und nicht bis Markkleeberg durchrattern.

Zumal ich wusste, dass keine Bahn mehr zurückfährt, da schon viel zu spät.

Ich hatte Glück, wahrscheinlich hatte er grad eine erfreuliche SMS bekommen, er beschloss, mich hinauszulassen.

Und ich lief nach Hause.

 

Seit einigen Wochen nun ernähre ich mich nur noch von Nudeln und Reis, um das Geld für ein Fahrrad zu sparen..

 

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24. September 2012 1 24 /09 /September /2012 18:02

 


 

 

Ich brauche Zeit.

Gibt mir Sekunden, gib mir Minuten, um darüber nachzusinnen, was zu antworten das Richtige wäre.

Gibt es ein falsch oder richtig? Meines Erachtens nach nicht, und doch…

 

Tat begangen, für schuldig befunden, weiteres Vorgehen fragwürdig.

Gib mir Stunden, Tage, Wochen.. Antwort wird erwartet, doch kann ich keine Antwort geben, unfähig zu entscheiden, nicht über mich und schon gar nicht über uns, also lass es uns einfach dabei belassen.

Nicht mehr darüber reden, es einfach ignorieren, so tun als wäre diese Frage nie in den Raum geworfen worden. Ich nehme mir die Zeit, ich nehme mir oft einfach, was ich will und brauche, und ich frage mich, ob ich DAS brauche und DICH und UNS und ich bin

                                     z w i e g e s p a l t e n.

 

Also knauple ich weiter, obwohl ich mir fest vorgenommen habe, es zu lassen, weil meine Finger dann immer so hässlich, zerschunden und abartig wirken, wie der Abgrund meiner Gedanken.

Sieh meine Finger an, und du weißt, was in mir vorgeht.

Was ich fühle, was ich will.

Ich hätte so gerne schöne Fingernägel, da das elegant wirkt und gepflegt, ich hätte so gerne schöne Fingernägel, da oft auf die Finger geschaut wird.

Doch eine Maniküre zu beanspruchen wäre nur ein Verstecken, ein Überstreichen der alten Fassade.

Also lass ich es einfach.

 

Ich lasse es, vegetiere vor mich hin, todmüde da keine Minute diese Nacht geschlafen, ersuche den Sinn, und denke über das Geschehene nach, unschlüssig was ich davon halten soll.

 

Ich hätte Lust, mir die Finger abzuschneiden, doch dann würde ich leiden denn so könnte ich keine Musik mehr erschaffen, also beschließe ich es zu lassen.

Ein Instrument zu beherrschen bereitet mir einfach zu viel Freude. Finger braucht man da leider.

Abgesehen davon kann man mit Fingern Wunder bewirken. Kann streicheln, zärtlich sein, dir den Kopf graulen, dich fest im Genick oder beim Schopf packen und..

 

Was man mit Fingern alles machen kann ist unglaublich. Ich mag Ärsche, vor allem Männerarsche, ganz besonders deinen.

Doch nur mit den Handflächen fühlt‘s sich dann nicht so gut, also brauche ich meine Finger..

Wie ich dir über die Lippen fuhr, mit dem Daumen, in dieser Nacht und meine Finger Bände sprachen, dich suchten und fanden, dich wollten.

Dein Gesicht ersuchten um dir die Küsse zu geben, welche ich dir nicht geben durfte, wollte und konnte.

 

Habe Angst, etwas zu verpassen, wenn wir den Entschluss fassen, es zu lassen. Sagtest, wir sollten dieses Mal konsequent sein, ob ja oder nein.

Doch wie sollte dies gehen? Denn so wie es bisher geschehen…..

Habe dir meine Entscheidung mitgeteilt, schon vor langer Zeit, habe abgelehnt und mich in diesem Moment entspannt zurückgelehnt, da ich naiv wie ich war, noch annahm- >ich sagte was ich dachte< also lachte ich in Gewissheit, es sei vorbei und geklärt und ab sofort nicht mehr verkehrt.

Verneinte aus Stolz, aus Angst das WIR könnte zerbrechen, die Furcht du könntest mich brechen und das ungesagte Versprechen, meine Gewissheit du würdest damit etwas in mir freisetzen und meine Grenzen austesten.

Der Gedanke ich könnte dir am Ende doch nicht genügen.

Was wenn wir unsere Erwartungen nicht erfüllen, dann nebeneinander liegen wie leere Hüllen, uns nicht ausfüllen und die Stille schweigend anbrüllen.

Zu verlieren das Vergnügen, welches so schön ist wie es JETZT ist und mir so viel gibt.

Weil nicht jede Veränderung im Endeffekt ein Genuss oder gut sein muss. Weil du mir zu wichtig bist und am Ende vielleicht nur alles Illusion ist.

Da du dich in einer Beziehung befindest und ich zumindest nicht die sein mag, die sich dann fragt Tag für Tag ob es an ihr lag.

Und doch – will ich so sehr - mit dir den Geschlechtsverkehr.

 

Sex macht doch oft alles kompliziert.

Und doch, wenn ich bei dir bin, du mich dann fesselst, einfach um zu zeigen, wie man schnürt, wie sollte ich das einfach hinnehmen können?

Wenn du mich zum Abschied auf den Hals küsst, wie sollte ich das einfach hinnehmen können?

Und vor allem - wie sollte ich dich wegstoßen, wo es mich doch so sehr zu dir zieht? Das kann ich einfach nicht.

Wie sollte ich immer auf’s Neue ruhig bleiben, wenn du mir immer wieder sagst, es wird sicherlich passieren, es ist nur eine Frage der Zeit?

 

Es zehrt an mir und frisst mich auf, ich fühle mich als wäre ich nur ein Hauf-en Schutt, wenn ich von dir gehe und mich dann im Spiegel sehe, verblasse –

da in meinem Kopf die Dinge geschehen, die ich nicht mit mir machen lasse, es zieht mich so sehr zu dir.

Würde nur zu gern das Träumen wahr werden lassen.

Und doch – versuche ich mich zu fassen, zurückzukehren zur

                                        V e r n u n f t.

 

Was soll ich wohl weiter sagen, außer „Nein!“, wenn du mir einfach mal so am Straßenrand erklärst, dass wir uns nicht mehr sehen können.

In diesem Moment wurde mir klarer, als je zuvor, dass es verdammt kompliziert werden könnte.

 

Und dann gehst du halt aus meiner Tür raus, ich blick dir nicht nach, schlag die Tür zu und rauch erst mal eine, da ich nicht drauf klarkomme. Es verlangt nach dir, ich schaffte bisher dann höchstens grad noch so kurz davor den Schlussstrich zu ziehen und vor mir selbst zu fliehen.

 

Ich blicke auf meine Finger, nehme ein Messer, ziehe einen 1 Zentimeter langen Schnitt.

Es blutet arg fein, und ich freue mich – nicht.

Keine Alternative zum Knaupeln, und doch, wenigstens blutet es, so wie meine Gedanken mir durch den Kopf rennen, rennt das Blut meinen Finger entlang.

Ein schönes Bild, ein wunderbarer Vergleich. Und doch keine Alternative.

 

Ich hätte Lust, in diesen Spiegel zu schlagen, der mir zeigt, wie du von hinten an mich herantrittst, ich mitnichten abgeneigt, du meine Hüften greifst, daraufhin deine Hände über meinen Körper gleiten, und ich lasse mich verleiten. Werfe meinen Kopf nach hinten auf deine rechte Schulter, schon alleine durch meine Gedanken in völliger Ekstase gefangen.

Mein ganzer Körper bebt vor Verlangen nach dir, und ich gehorche.

Aufs Wort.

 

Aber dann müsste ich mir einen neuen Spiegel kaufen, der mir ja doch nur das gleiche Bild zeigt.

Denn kein Spiegel schweigt.

 

Wenn wir uns für das Nein entscheiden würden, was wäre denn dann? Könnten wir es tatsächlich lassen? Würde das Verlangen wahrhaftig verblassen?

Bisher ging das doch auch nicht, also – was hat dann dieses erneute Nein überhaupt für ein Gewicht, nur weil man es mal wieder erneut ausspricht?

Mit dem Vorhaben, es sei endgültig, definitiv und nicht nur ein primitiv-er Versuch.

Die Entscheidung dagegen muss nicht wahrhaftig die Lösung sein, schließlich existierte sie vorher auch.

Wenn wir sagen, wir lassen es, stellen wir erneut diese Regel auf, hängen einfach das Wort >endgültig< dran,

wollen glauben, aber.. das macht es dann manchmal doch sogar noch reizvoller, denn Regeln zu brechen fasziniert.

Vor allem dann, wenn man sie verschärft.

Und wenn wir sie absprechen dann brechen, ist es nicht noch viel schlimmer, als wenn es zuvor geschehen wäre? Was auch immer - egal ob ja oder nein, ob ich mich wehre und von diesem Verlangen trenne oder aber - mich bekenne - beide Worte bereiten mir gleichermaßen Angst.

Für mich gibt es momentan keinen Weg als einfach zu sagen: Ich bin hin- und hergerissen und doch – werde ich mich wohl entscheiden müssen.

 

Vielleicht sollte ich mir Handschuhe zulegen!

 

 

 

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19. September 2012 3 19 /09 /September /2012 14:23

Der kleine Komet


Der große Komet sprach zum kleinen Kometen, als er dessen Herz auf einmal leuchten sah: „Vergiss sie, sie wird nie dein, ihr seid zu unterschiedlich!“. Doch der kleine Komet liebte sie zu sehr, als dass er hätte auf ihn hören können, auch wenn sein Verstand ihm das gleiche sagte. Er blickte tagelang hinab, seufzte, wenn sie seufzte und freute sich, wenn sie lachte.

Seine Sehnsucht war so groß, dass er eines Tages zum großen Kometen ging, um sich zu verabschieden. Dieser hieß ihm noch einmal, doch dazubleiben, er würde verglühen, wenn er sich der Erde näherte, so sei es Gesetz. Doch der kleine Komet lächelte ihn an und sagte: „Wenn ich hier bleibe, dann habe ich jeden Tag das Gefühl, als würde ich verbrennen, und dies ist eine viel schlimmere Qual! Ich muss es versuchen, vielleicht schafft es meine unendliche Liebe, dieses Gesetz zu brechen“.

Und so machte er sich auf den Weg. Seine Reise währte recht lang, doch als er sich dem Hause der geliebten Frau langsam näherte, freute er sich sehr, würde er doch bald bei ihr sein. Doch plötzlich bemerkte er, wie seine äußerste Schicht langsam Feuer fing und er spürte Schmerzen, die ihm ungeheuerlich erschienen. Dabei wollte er doch nur zu ihr…

Da rief er zu den Wolken, sie mögen doch Regen hergeben, und begann zu weinen. Die Wolken mochten den kleinen Kometen auf Anhieb sehr und bewunderten ihn zudem für seinen Mut, hatten sie doch schon lange davon geschwärmt, über die Berge hinfortzuschweben, und doch so große Angst, die Bergspitzen würden sie zerreißen wenn der Wind sie nicht  hoch genug tragen würde.
So waren sie sofort bereit, ihm zu helfen und es begann in Strömen zu regnen.

Die Frau, die den Regen so sehr liebte, trat erfreut ans Fenster, legte ihr Ohr ans Fenster und schaute hinaus. Da sah sie von weit her den Kometen fliegen, direkt in ihre Richtung. Sie freute sich sehr, hatte sie doch noch nie einen Kometen von so nahem gesehen. Doch trotz dass sie wusste, dass er näher kam, schien es als würde er immer kleiner werden. Sie sprang zum Stuhl, nahm geschwind ihren Morgenmantel und zog ihn sich über, während sie die Wendeltreppe hinunter stürmte um zum Ausgang in den Garten zu gelangen.

Dort stand sie dann und starrte weiter den Kometen an. Er erschien ihr so wundervoll, so vollkommen. Der Komet indess weinte vor Glück, hatte er die Hoffnung doch nicht aufgegeben, seine Reise zu überstehen. Er verglühte zwar immer mehr, trotz des Regens, und doch..

Ein paar Meter weit von ihr entfernt platschte es. Sie rannte zu der Pfütze, die den Kometen aufgefangen hatte, und suchte nach ihm.

Dann endlich, nach angestrengtem Schauen, entdeckte sie einen Stein, der sonderbar glänzte, ein wenig rot, ein wenig silbern. Sie nahm ihn behutsam in die Hand und dachte bei sich:

„Dies ist wohl alles, was von dem kleinen Kometen übrig geblieben ist!“ und damit hatte sie recht. Es war sein Herz, welches nicht verglühte. Denn dies war es schon gewohnt, dies hatte es jahrelang erlebt, ein Glühen konnte ihm nichts anhaben.

Also fand das Herz des kleinen Kometen einen Platz bei ihr – in der Vitrine neben anderen, wundervollen und einzigartigen Sachen.
Sie allerdings sollte erst viel später erfahren, was es mit diesem Ding, was ihr wie ein Stein erschien, auf sich hatte.

 

 


 
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12. September 2012 3 12 /09 /September /2012 01:21

Ich vergieße Tränen, wenn ich in die Welt hinaus blicke, aus der Bahn die von Werbung zugeklebt ist. Ich vergieße Tränen, da ich an dich denke und du mir offenbart hast, was das Leben eigentlich bedeutet, wohin es führen kann, da du mir offenbartest was wichtig ist und was nicht.

Dies durch deine bloße Anwesenheit.

 

Ich verschütte Tränen, da ich sie lange nicht habe frei gelassen, ich habe Ihnen kein Gehör geschenkt. Jedes Mal, wenn nun eine Träne mit lautem Getöse über meine Wange rollt, bin ich nicht nur traurig, ich bin zudem von solch unendlicher Freude und Freiheit erfüllt, dass ich nicht begreifen kann, was mit mir geschieht.

Ich habe noch nie zuvor erlebt, wie sich solche gegensätzliche Gefühle parallel zueinander entwickeln können.

Ich habe noch nie erleben dürfen, was es heißt, beide Seiten zugleich zu sehen, und dies in allen Situationen.

 

Ich weine um dich, da ich dich niemals werde fassen können.

Weine für die Liebe, welche ich dir entgegenbringe und die so unendlich scheint, dass mein Herz zerspringen mag wenn ich an dich denke.

Einfach so.

 

 

Informationen und Wissen sind Gift. Sobald man anfängt, sich aufrichtig mit sich selbst, den Menschen um sich herum und der Gesellschaft zu beschäftigen, stirbt man tausend Tode, sobald man sich vor die Tür wagt und zudem der Musik, die im Hintergrund spielt, erliegt. Alsbald man anfängt, sich Gedanken zu machen um wichtigere Dinge als seine Problemchen, begreift man wie vielseitig doch das Leben ist.

 

Zumindest ergeht es mir so.

Zweifel an sich selbst, an der Aufrichtigkeit seiner Taten und an dem, an was man glaubt.

Und doch die Gewissheit, dass man auf dem richtigen Weg ist.

 

Leben – Leben will ich, ohne Einschränkungen.

 

Und heute – dieses Lied. Ein Lied. Für mich, für dich, für alle, die mir ähnlich sein mögen.

Ein Liedchen, in welches Zweifel eingemauert wurden, auf dass sie nie wieder hervortreten sollen, ein Liedchen einfach nur um der Schönheit Willen.

 

Das Begreifen, warum jetzt, warum nach 10 Jahren, wird niemandem außer mir und dir möglich sein.

Ich brauche keine Worte, keine Entschuldigung,

Die Frage „Verstehst du, was ich meine!“ ist mittlerweile nur noch eine Feststellung als eine Frage.

Ein Blick genügt. Manchmal reden wir schon gar nicht mehr, denn es ist einfach nicht nötig.

 

So schön das alles auch sein mag, umso mehr zweifle ich an dem KONZEPT, umso mehr mag ich mich einfach nicht in diese Gesellschaft eingliedern.

 


 

 

Denn ich passe hier einfach nicht rein.

Doch Trost schafft immerhin – ich weiß, dass DU mich verstehst.

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5. September 2012 3 05 /09 /September /2012 19:35

Grün- blaue Streifen malt die Sonne, als sie durch die Scheiben bricht.

Du zückst schnell den Fotoapparat, postierst dich passend und erschaffst neue Werke, mit dir selbst als Inhalt.

Du bist der Inhalt, anders wäre es auch falsch denkst du dir und lädst das Bild schnell hoch, damit deine Freunde es bewundern können.

Der Moment der Sinnlichkeit und Schönheit bekommt viele „likes“, während dessen löschst du die missratenen Fotos von der Kamera.

Dieses Gebäude hier, dieses alte zerschlissene Gebäude, welches einmal sicher viel Leben enthielt, versprüht einen gewissen Charme – und du bist ganz allein hier drinnen.

Deine Freundin, die laut „cool“ gerufen hatte, als sie von deinem Ausflug hörte, wird demnächst hier eintrudeln, die Frage ist nur, wie schnell sie den versteckten Eingang durchs Gebüsch findet.

Auch sie bringt eine Kamera mit, das weißt du, eine weit aus bessere mit viel mehr Pixeln und so.

Deine Hand streift über den Tisch, der schon tausende Spuren zeigt, die auf seinen nfrüheren Nutzen hinweisen.

Schon einmal warst du hier, genau einmal – mit ihm.

Die weiteren Besuche fand man dich nur zusammengehockt auf dem Berg Schutt, der sich hinter dem Gebäude befand.

Sie hatten schon lange mit den Bauarbeiten begonnen, wollten Loftwohnungen draus machen, und dies machte dich traurig.

Bis heute, heute spürt du etwas anderes, als du aus dem Fenster herab in den Innenhof blickst.

Eine innere Zufrieden- und Gelassenheit macht sich in dir breit und in diesem Moment hörst du hinter dir Schritte.

Du stellst die vor, wie du EURE Spinnereien wahr werden lassen würdest, die Hand um seinen Nacken legst und ihn anstiftest, all jene Gedanken dieses Abends wahrhaftig werden zu lassen.

Du drehst dich um und rufst: „Los geht’s, zück deine Kamera“ – und du lächelst.

Lächelst nicht etwa sie an, wie sie glaubt sondern belächelst dich selbst aufgrund dieser absurden Vorstellungen.

Du träumst immerzu, malst dir Dinge aus, die niemals geschehen würden, so real du sie auch in deinem Kopf ausmalst.

 

Sie schießt ein Foto nach dem anderen, während deine Hände alles berühren, was sie auch an jenem Abend berührt hatten.

Sie steht am Fenster und die Sonne malt grün- blaue Streifen, als sie durch die Scheiben bricht.

Du hörst einen Ruf: „Komm her, hier ist das Licht ganz fabelhaft!“ – und siehst einen Ausdruck auf ihrem Gesicht, der dich deutlich erkennen lässt, dass sie nicht dir zulächelt, sondern einem anderem, irgendwem, nur nicht dir.

 

Sie dreht sich um und blickt aus dem Fenster, während du dich ihr näherst. Stellst dich neben sie und blickst in ihr wunderschönes, zufrieden und gleichzeitig trauriges Gesicht.

Gerne würdest du fragen, was sie denkt, aber sie scheint so weit weg, dass du nur deine Ellenbogen auf den Fenstersims lehnst und es ihr gleichtust.

Nach einer Weile dreht sie sich langsam zu dir, küsst dich auf die Stirn und legt die Kamera vors Gesicht.

Es macht ganz leise zweimal klick, sie betrachtet die Werke, deren Inhalt du bist, und lächelt.

„Fabelhaft“ – befindet sie und lächelt an der Kamera vorbei, an dir vorbei und an der Welt vorbei.

 

 


 

 

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28. August 2012 2 28 /08 /August /2012 12:33

Das Holz hatte geschrien, als man es für den Zweck missbrauchte, die Liebe der beiden für ewig festzuhalten.

Nun singt es, wenn sich jemand auf die Bank setzt und den Tag genießt.

Es singt: >Sieh her, ich bin Zeuge einer wunderbaren Geschichte! Jeden Sonntag kommen diese beiden sich liebenden Menschen hier her, auch nach den vielen Jahren<.

Doch die Menschen die dort sitzen, können es nicht hören und fragen sich alle, ob diese Liebe noch so endgültig, so lebhaft ist wie vor diesen vielen Jahren, als sie hier einen Platz fand.

Es gibt überall auf der Welt tausende Herzen, tausende Bäume und abertausende Bänke, die Symbolik hinaustragen sollen, die Geschichten erzählen.

 

Die beiden saßen auf einer Decke auf der mit Blüten bedeckten Wiese – ihr erstes Date.
Später ging SIE hin, um ihre „Liebe auf den ersten Blick“ der Welt in nur zwei Buchstaben und einem Zeichen kundzutun.

 

Zur gleichen Zeit auf der anderen Seite der Welt ritzt ER mit dem Taschenmesser seines Bruders zusammen mit seiner frisch gebackenen Frau eben das Gleiche – nur mit einer anderen Geschichte – in eine wunderschöne, neu aufgestellte Bank.

 

Viele dieser Liebenden kommen viele Jahre später zurück, betrachten traurig den Beweis früherer schöner Zeiten,  wünschen sich zurück oder erinnern sich mit Freuden oder aber Wut, Trauer an den oder die Verflossene.

 

Doch jene, die es geschafft haben, sitzen manchmal immer noch gemeinsam auf der Bank, streicheln sich gegenseitig ihre faltigen Gesichter und sehen doch immer noch den gleichen Menschen wie früher:

Einen Menschen nämlich, den sie lieben.

 

 


 

 

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20. August 2012 1 20 /08 /August /2012 01:21

Sie sagen vielleicht, dass du verrückt bist, doch messen SIE den Grad deiner Verrücktheit an den TATEN, die du begangen und nicht an dem, WAS du BIST.

Sie urteilen über dich und du wirst in ihren Augen immer dieser eine Mensch sein.

 

Es gibt da jene, die es schaffen, sich zu ändern und sogar für sich im Sinne ihrer Zukunft und Freiheit neue Prinzipien schaffen.

Diese neu zu gestalten ist wahrhaftig nicht einfach, doch hast du es einmal geschafft, so wirst du lernen, wie wichtig es ist, deine Fehler mit dir auszumachen und Frieden mit ihnen zu schließen.

Hat du gelernt, deine Fehler zu LIEBEN, so werden jene dunkle Gestalten, die dich wieder zurückzureißen drohen indem sie dich erinnern, dir nichts mehr anhaben können.

 

 

    SIEG AUF GANZER LINIE


Ich mochte. Den Menschen. Der sich da entwickelte zu einem Ungetüm von solcher Größe, dass es die Sonne verdeckte.

Wusste nicht mehr - zu keiner Zeit - ob Tag, ob Nacht. Was hab ich mir nur dabei gedacht? Dich zu halten, an dich zu glauben. Du wolltest immer weiter an mir schrauben.

Manipulation, Spielchen und Grenzen testen. Das tun sonst nur Kinder, die den Ernst all dessen noch nicht begreifen.

Du bist ein Kind? Nein, du bist einfach nur blind.

"Orkan" ist jenes Wort, welches ich früher suchte um die Lage zu beschreiben, in der ich mich befand - und erst jetzt habe ich es zufällig gefunden.

Es lag da einfach auf einmal mitten im Wege herum, es hat mich praktisch angeschrien und meinte zu mir: "Nimm mich mit!".

Ich nahm es also, lächelte, begriff meinen Sieg, legte es in eine kleine Schachtel und verstaute sie, da jene Zeit nicht mehr mein Dasein bestimmt.

 

   Nimm ein Bier und trink es auf Ex, in der Ecke hinter dem Schrank, in der Ecke, wo eine stürmische Zeit und viele Fehler beginnen werden.

Trink es und stürz dich hinein, in die Ungewissheit und in viele schöne Abende. Doch vergiss nie, die Flasche abzusetzen, wenn das Bier leergetrunken ist.

 

Diese Kiste steht da jetzt so lange herum, wie noch ein paar andere kleine Schachteln, nur damit ich sie, wenn ich mal alt und gebrechlich auf einer Wiese liege und den strahlend blauen Himmel betrachte, all diese hervorzukramen und mich zu erinnern, wie viele Siege ich erlangt habe.

Und dies, ohne zu spielen..

 

 

Balkon. Nachts.

Und ich rede daher, weiß jedoch es ist dir egal, denn du denkst nicht über dich und dein Leben nach, schon gar nicht über die Leben, die du absichtlich systematisch zerstörst.

Du tust es einfach.

Sage dir einfach, dass es nicht meine Schuld ist, allein dein Fehler brachte uns dorthin, wo mir das Schild deutlich zeigte, dass ich eine andere Richtung als die Deine einschlagen muss.

Also nahm ich eine kleine Metalllaterne, die mir meine beste Freundin gestohlen hatte da ich sie auf den ersten Blick liebte, zündete ein Teelicht an, steckte es hinein damit die Laterne ihren Nutzen erfüllen kann, und wanderte wieder weiter auf dem richtigen Pfad - auf meinen Weg!

 

Und sie lebte glücklich.

Ohne ihn.

 

 


 

 

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18. August 2012 6 18 /08 /August /2012 19:37

Es gibt ein Gesetzt, welches "groben Unfug" verbietet. Was jedoch ist grober Unfug, wo fängt er an?

 

ICH LIEBE DICH schreien meine Zeilen dir entgegen, und sie sagen dir auch ganz genau, warum ich dich so lieben gelernt habe und was ich an dir so schätze.

Viele Zeilen meiner Texte tun dies, ohne dass du oder wer anderes es jemals begreifen und wissen wird.

Auf dem Tisch steht das Bier, die Sonne kitzelt es fortwährend am Bauch und wärmt es wohlig.

Wir trinken es gemeinsam, abwechselnd, und keiner ist missgelaunt, wenn der andere einen größeren Schluck nimmt.

Nein, es fällt gar nicht auf, wichtig ist nur das Beisammensein und das Sichvorlesen.

Ich lese dir gern vor, vor allem da dieses Buch mich mein Leben lang schon begleitet - zumindest gefühlt - und auch mit dir ein neues Leben begann, in dem Moment als ich dich auf dem Boden der Universität habe sitzen und grübeln sehen.

Deine Haare wirkten recht zerzaust an dem Tage, du hieltest sie kurz, so wie ich,

Ich ging auf dich zu, um dich über bisher Geschehenes zu informieren und ENTDECKTE dich - in diesen wenigen Minuten verhaltenen Sprechens.

 

Bis heute frage ich mich, was gewesen wäre, wenn du nicht den ersten Tag gefehlt hättest - ich hätte keinen Grund gehabt DIREKT auf DICH zuzugehen, unser erstes Gespräch wäre unter anderen Umständen geschehen.

Ich habe dir bis heute verschwiegen, dass ich sofort als ich dich dort sitzen sah, spürte, dass es etwas GROßES werden könne.

Ich ging nicht nur auf dich zu, um dir zu helfen, ich ging auf dich zu weil du mich angezogen hast, unerklärlicherweise.

Mein Bauch behielt recht.

 

Das alles denke ich in meiner kurzen Lesepause, lehne meinen Kopf daraufhin wieder an die Mauern, die dein eigen Heim beschreiben und lese dir weiter vor.

Vergleiche dich gleichzeitig mit diesem Buch.

Es ist schon ewig bei mir, und doch erscheint es mir jedes Mal auf Neue so wunderbar wenn ich es lese, als hätte ich es noch nie zuvor in den Händen gehalten.

Du bist jedoch erst recht kurz bei und mit mir, und es fühlt sich trotz dessen an, als seist du schon ewig da.

Ich muss kurz lächeln und freue mich über das Photo, was dich zeigt und auch mich, denn der Stern aus Kajalschmiere auf deiner Stirn stammt von mir.

Genau wie das Bärtchen und der Klecks auf der Nase, ich liebe es zu lachen!

 

Freundschaft ist etwas so wundervolles, etwas so unerklärliches und doch einfaches zugleich.

Eine Freundschaft zu definieren wird niemals möglich ein, denn die Menschen verbinden miteinander so unterschiedliche Dinge, dass man es einfach nicht schafft.

>Werft die Lexika doch fort!< denke ich mir jedes Mal, wenn einer versucht, Liebe, Freundschaft oder Loyalität zu definieren und gelingt es ihm nicht, zückt er das Lexikon um stürmisch zwischen den Seiten blätternd Erkenntnis zu erlangen bzw. alternativ Google oder Wikipedia nutzt .

Leute, ihr könnt Freundschaft icht definieren, es sei denn ihr setzt euch hin und schreibt diesem Freund oder dieser Freundin einen Brief, indem ihr eure Gedanken und Gefühle offenlegt.

Auch dies wird keine vollständige Definition sein, da Worte nicht wie die Gefühle und Gedanken unendlich sind, es sei denn ihr erlernt noch ein paar andere Sprachen, die Worte beinhalten die die deutsche Sprache nicht erfasst.

Doch auch dann werdet ihr es nicht schaffen, es sei denn ihr lernt, zwischen den Zeilen des Briefes zu lesen und zu erkennen, was hinter jedem einzelnem Satzzeichen und in jedem Leerzeichen steht!

Denn schon alleine diese Leerzeichen beispielweise offenbaren dir so vieles, wenn du nur genau hinschaust.

Schreibe, öffne dich und deinen Verstand, schreibe, und du wirst erkennen.

Den Brief musst du nicht abschicken, doch hilft er dir selber zu erkennen, wer du bist, wer sie oder er ist und vor allem: Was IHR seid.

 

 

 


 

 

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13. August 2012 1 13 /08 /August /2012 19:09
 

Wir alle haben unsere Vorstellungen und Ziele, jedes für sich ist schon alleine deshalb einzigartig.

Die Frau, die immer wieder ihren Mann betrügt, hat vielleicht das Ziel, dies nicht mehr zu tun. Der Sohn, der immer wieder die Grenzen überschreitet, hat sich vielleicht zum Ziel gemacht, seine Eltern nicht mehr zu enttäuschen.

Das kleine Mädchen, das mit der Zuckertüte auf den Stufen der Schule steht und in die Kamera lächelt, hat sich vorgenommen, immer fleißig zu sein und die Hausaufgaben zu machen, damit es gut in der Schule ist.

Der Vater hat sich vorgenommen, seine abendlichen Alkoholexzesse, die mit dem Schlagen seiner Frau enden, nicht mehr vorkommen zu lassen.

 

Ich hatte mir vor langer Zeit auch so einiges vorgenommen:

Meine Mutter stolz zu machen, immerzu stark zu sein, mein Leben in die Hand zu nehmen, weiterhin Texte zu schreiben, ewit weg zu gehen, ihn zu vergessen, immer für meine Familie und Freunde da zu sein.

 

Doch was, wenn wir unsere Ziele und Vorhaben nicht einhalten, da wir entweder die Kraft nicht besitzen, die Umstände nicht passen, man uns davon abhält oder wir schlicht und einfach unsere Vorhaben vergessen?

Wenn wir wieder in alte Gewohnheiten verfallen?

 

Einmal war ich so verletzt, dass ich mir vornahm, ich wolle nie wieder sprechen und essen.

Dieses Vorhaben war natürlich absoluter Humbuk, ich habe es keine drei Tage ausgehalten, da ich viel zu verfressen bin und auch immerzu rede, reden muss um nicht unterzugehen.

Ich bin viel zu kommunikativ, als das ich dies jemals hätte durchziehen können.

Diese zwei tage aber haben mir gezeigt, wie wichtig es manchmal ist, sich ein Ziel zu setzen, wie unsinnig und nicht schaffbar es auch sei.

Ich habe gelernt, dass es nicht schlimm ist, seine Vorhaben ab und zu  zu brechen.

Denn schon nach kurzer Zeit – da wollte ich nicht mehr schweigen, um niemals mehr eine Antwort zu hören, die mich verletzen könnte, nein ich wolt Schweigen, damit ich meinen Stolz bewahre.

Im Endeffekt war es gut, meinen eigenen Stolz zu brechen indem ich wieder sprach und aß (den Fakt mit dem Hunger lassen wir hier mal aus), sonst hätte mein Handeln ernsthafte Konsequenzen gehabt – nämlich den Tod.

Dessen war ich mir gar nicht wirklich bewusst, als ich diesen Pakt mit mir selber schloss.

 

Andernseits stellt sich natürlich auch die Frage, was geschieht, wenn wir ein Vorhaben, welches wirklich wichtig für unsere Zukunft, unser Leben und vielleicht auch Charakterbildung ist, brechen.

Nun, das kann verschieden enden:

Entweder, wir setzen uns neue Ziele, fühlen uns einfach schuldbewusst, rügen uns und starten einen neuen Versuch oder – wir geben irgendwann auf.

Dann bricht oftmals etwas in uns, manchmal nur ein wenig, manchmal aber entsteht ein solcher Bruch, dass wir es lange nicht mehr schaffen, uns selbst zu vertrauen.

Dieses Vertrauen wieder aufzubauen, scheint manchen unmöglich, andere betrügen sich selbst um diesen Schritt zu gehen.

Und manche – manche bleiben an dieser Stelle ihrer Lebens stehen und zerbrechen daran.

 

 

 

 


 

 

 

 

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Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


DSC00051.JPG