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20. Juni 2012 3 20 /06 /Juni /2012 21:33

Soeben fand ich auf der Seite  "Sauna in Deutschland" (link) folgendes:

 

 

Zitat: "Glücklicherweise selten, aber umso gefährlicher ist eine Infektion des Auges, insbesondere der Hornhaut, beim Saunabaden. Das mögliche Erregerspektrum ist umfangreich und umfasst vor allem Bakterien und Pilze. Die Augen können in der Saunaanlage beim Duschen, beim Schlauchguss oder beim Abkühlen im Tauchbecken mit Krankheitserregern in Kontakt kommen. Eine der nach wie vor gefährlichsten Infektionen der Hornhaut ist diejenige mit Akanthamöben. Dauerhafte Sehverschlechterung durch Narbenbildung auf der Hornhaut bis zu einem infektiös bedingten Verlust der ganzen Sehkraft ist möglich. Gelangen nun potenzielle Erreger unter die Kontaktlinse und werden sie wegen des reduzierten Tränenfilms nicht ausreichend weggespült oder gelangen sie nach dem Saunabaden sogar noch in den Kontaktlinsenaufbewahrungsbehälter, ist eine Vermehrung innerhalb weniger Stunden möglich und es kann in diesen Fällen zu schweren Infektionen auf der Hornhaut kommen."

 

Ich fand es wichtig, das hier mit aufzuführen, da ich meinen Blog ja unter dem Thema "Akanthamöben-Keratits" eröffnet habe. Und da es ja doch viele Saunagänger gibt, ist das ein wichtiges Thema.

Ich bin durch Zufall auf das Thema "Linsen im Wasser und in der Sauna gestoßen, was hier im Internet teilweise verbeitet wird ist mir ein Horror

Es tragen doch sehr viele Menschen ihre Linsen, wenn sie baden gehen. Dass es dabei gesundheitliche Risiken gibt, wird oftmals verschwiegen, nicht erwähnt oder heruntergespielt (Siehe zum Beispiel hier: link). Ich finde das ungeheuerlich!

Ich finde, die Menschen sollten diesbezüglich besser aufgeklärt werden, aber das Wichtigste ist ja heutzutage das "Verkaufen" der Linsen, das habe ich schon zu oft mitbekommen.

Also, im eigenen Interesse: Raus mit den Linsen im Wasser und in der Sauna!

 

Hier verlinke ich euch noch einen neueren Artikel von mir. Wenn ihr Linsen tragt, lest euch diesen bite durch, da findet ihr noch einiges interessantes:

Warum Kontaktlinsenhygiene so wichtig ist oder: Ja, ich bin nun blind auf dem rechten Aug..

 

 


 

 

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20. Juni 2012 3 20 /06 /Juni /2012 11:57

Seit meinem letzten Bericht, der jetzt 10 Tage her ist, habe ich weitestgehend Ruhe.

Schmerzen habe ich nicht, nur zwischendrin gabs gestern mal ein paar Stunden, wo es gejuckt, getränt und wehgetan hat.

Das hat sich aber zum Glück dann wieder eingepegelt, nachdem ich noch mehr getropft habe als ohnehin schon.

Freitag bin ich wieder in der Klinik zur Kontrolle, mal sehen was da geschieht.

Ich hätte gern nochmal ein Hornhaut-OCT, um zu wissen, wie dick sie jetzt noch ist.

Der letzte liegt meiner Meinung nach schon etwas zurück, ich werde mal fragen.

Ein bisschen Sorgen mach ich mir, trotz dass das Auge jetzt wieder recht ruhig ist. Aber das ist wahrscheinlich normal.

 

Ich sende euch wiederholt liebe Grüße :)

 

 


 

 

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19. Juni 2012 2 19 /06 /Juni /2012 20:57

 

Ich habe soeben bei Youtube ein fabelhaftes Video gefunden, und möchte es euch gerne mit auf den Weg geben.

(Hier der Link, einbetten geht grad komischerweise nicht: https://www.youtube.com/watch?v=sHVoriOXCs0&feature=related)

Es beeindruckt mich immer wieder, was Menschen gemeinsam schaffen und erschaffen können.

Mit ihren Stimmen, Händen, Beinen, Füßen, Gedanken!

Sobald ein Austausch stattfindet, kann man großartige Dinge schaffen und ich finde, dieses Video beweist es mal wieder ;)

Also, scheut nicht vor Kreativität, davor Sachen auszuprobieren, euch zusammenzuschließen.

Hier füge ich zudem noch Bilder ein.

Bei uns in der Stadt war letztens Seifenblasenflashmob. Tausende von Leuten kamen, versammelnten sich und alle machten Blubberblasen.

Dies war ein wahnsinnig imposanter Anblick.

Fremde Menschen treffen sich, um gemeinsam fünf Minuten zu verbringen.

Schade fand ich hierbei, dass diesmal hinter dem Flashmob keine wirkliche Botschaft stand, das hätte man definitiv besser machen können.

Aber man soll ja nicht immer nur kritisieren, sondern auch mal genießen ..

Die Bildqualität ist leider nicht so umwerfend, ich hoffe trotzdem es reicht ;)

 

Liebe Grüße

 

DSC01548

 

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18. Juni 2012 1 18 /06 /Juni /2012 17:05

Ich nehme meine Hand, entfalte sie von der Faust zur offenen Fläche.

Erinnere mich daran, wie sich ein kleiner Spatz damals als ich so klein war im Park auf diese setzte, da sie Brotkrumen hielt.

Ich betrachte sie genau. Und just breche in Tränen aus. Stumme Tränen, denn weinen darf ich ja nicht, sonst wird das Auge wieder schmerzhaft.

Ich möchte gar nicht wahr haben, was bittere Realität ist:

Genau diese Hand lässt mich daran denken, dass jeder Mensch sein Leben selbst beeinflussen kann, selbst "in der Hand" hat - was er tut, was er wird, in welche Richtung er zeigt.

Aber ich?

Meine Zukunft wurde in die Hand eines anderen Menschen gelegt.

Meine Zukunft habe ich gewählt, doch ist fraglich ob ich die Chance bekomme, sie zu "leben".

Ein anderer Mensch hat die Entscheidungsgewalt und ich kann nichts tun. Ich versuche zwar, in die richtige Richtung zu lenken, doch das Ergebnis liegt nicht in meiner HAND.

Bin schon so kraftlos und noch mehr Kraft wird mir jetzt abverlangt.

Zu kämpfen, mein Bestes zu geben, die Wege freizuschaufeln soweit es mir irgend möglich ist.

 

Ich sitze hier. Und warte. Auf Mittwoch.

Mittwoch erst geht es endweder VORWAERTS oder RUECKWAERTS.

 

Hände sind etwas schönes.

Sie können zärtlich sein, gefühlvoll. Können streicheln, trösten.

Sie können hungrige Spatzen füttern.

Laden ein. Sie können ERSCHAFFEN.

 

Jedoch können sie auch vernichten.

Vielleicht vernichtet diese Hand meine Hoffnung.

Vielleicht vernichtet diese Hand meine Chance auf ein "normales" Leben.

 

Und ich denke daran, dass es nicht nur mir so geht.

Auch anderen Menschen wurde ungewollt, unverschuldet! die Entscheidungsgewalt entrissen.

Und auch sie sitzen da und hoffen wahrscheinlich, wie ich, dass sich alles zum Guten wenden wird.

 

Wie schrieb schon Antoine de Saint-Exupéry:

"Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche.
Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?
Sie fragen euch. Wie alt ist er? Wieviel Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen."

Anhand von Zahlen wird also nun bestimmt, wie es weitergeht. Wie MEIN LEBEN weitergeht. Oder auch nicht.
Anhand von Zahlen, Fakten und Formularen.

 

Und ich sitze hier - und hoffe.

Immernoch.

 

Und ich weigere mich momentan, aufzugeben.

Weiterkämpfen werde ich, solange ich noch kann.

Weiterkämpfen werde ich, bis zum Ende.

Ich bin nicht bereit.

Denn dann würde ich mich selbst aufgeben...

 

 


 

 

 

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16. Juni 2012 6 16 /06 /Juni /2012 10:42

 


 

 

 

Und dann denkst du, du bist so gut wie darüber hinweg, hast es geschafft,

Doch dann hast du jenen Traum, der genau diese wichtigen kleinen Mängel aufweist, so dass er dir perfekt vorkommt.

Denn Mängel erst schaffen Perfektion!

Dieser Traum mach dich nicht wütend oder lässt dich verzweifeln, wie so manche schon zuvor.

Dich erfasst eine nachdenkliche Traurigkeit, die dich begreifen lässt, dass es nie ein Ende findet, geschweige denn dass du fähig sein wirst, irgendwann einmal zu vergessen.

Der Mensch vergisst viel, vergisst jedoch nie das, was zu vergessen er versucht.

 

Am liebsten würdest du dich wieder ins Bett werfen und weiterträumen an der Stelle, wo du aufgewacht bist.

Doch dies hätte keinen Sinn, hast du doch den Traum, wenigstens dieses Mal, zu Ende geträumt und bist erst dann aufgewacht.

Wenn das Ende erst einmal gespielt ist, kann man daran nicht anknüpfen.

Und im Leben gibt es keinen zweiten oder dritten Teil, ein "Traum Reloaded" bleibt reines Wunschdenken ohne Chance auf Erfüllung.

Es war ein harmonisches Ende, ein Ende mit Glück, mit Stil und genau einer offenen Frage, wie es auch bei Filmen oft ist.

Im Endeffekt weißt du auch, dass es ganz gut ist, sind Fortsetzungen doch schon in Filmen meist miserabel!

Trotz dessen - hoffst du..

 

Diese offene Frage am Ende wirft bei Filmen viele Interpretationsmöglichkeiten auf, für dich aber im Bezuge auf den Traum nur zwei.

Und egal, welche du auswählst, beide wirken nicht richtig und machen dich missmutig.

Du hättest gerne noch eine dritte Möglichkeit, eine dritte Wahl.

 

Du denkst dich in den Traum zurück, immer wieder, immer wieder, immer wieder..

Der ganze Tag ist geprägt durch den Traume der Nacht, der ganze Tag wirkt surreal, so unwirklich als sei auch er geträumt. Du bewegst dich beinahe mechanisch, so zumindest kommt es dir vor.

Gespräche ebben auf einmal ab, denn du steckst wieder fest in deinen Träumen, in DEINEM TRAUM!

Schöne Erlebnisse kommen dir vor, wie eine Fortsetzung, also kannst du nicht hier sein, denn so etwas wirkt der Realität fern.

Doch kann es keine Fortsetzung sein, denn du weißt ja ganz genau, dass es keine Fortsetzung gibt. Nie!

 

Also wachst du kurz auf, findest dich wieder im Hier und Jetzt, ungläubig starrend.

Wirst gefragt, was denn los sei, doch du findest keine Antwort denn eigentlich weißt du es ja selber nicht.

Was ist los? Was geschieht hier mit dir, wo befindest du dich und vor allem: Warum bist du hier und nicht woanders, zum Beispiel im Bett um DOCH den Versuch zu wagen, eine Fortsetzung in das Gehirn zu brennen, nur um diese dann zu träumen.

 

Aber - du weißt, dass dies nicht gelingen wird. Du bist kein Kind mehr, welches mit einer Traumfee versehen ist, die eine schillernde, bunte Tafel aufklappt, von welcher du deinen Traum wählen darfst.

Diese betreut schon längst ein anderes Kind, denn du bist erwachsen geworden und nur Kinder haben eine Traumfee.

Entweder, du hast mit der Zeit gelernt, dein Traumzentrum zu manipulieren oder du gehst gnadenlos unter.

 

DU gehörst nicht zu den wenigen glücklichen, die gelernt haben, ihre Träume zu beeinflussen und heute - nimmst du dir wieder einmal fest vor, dies zu erlernen.

Also legst du dich abends ins Bett, überlegst dir eine Strategie. Beginnst just an diesem Tag, tatsächlich zu üben und es ist sehr anstrengend.

Doch du machst weiter.

Tag für Tag, Woche für Woche, Monat um Monat... im Hoffen es ist noch nicht zu spät und dass dein Gehirn noch lernfähig ist.

Denn dann wird es irgendwann entgegen der Regeln doch eine Fortsetzung geben.

Eine gute..!

 

 

DAS ENDE

Tag X im Jahr Y:

Du hast es gelernt! Endlich bist du dazu fähig!

Also legst du dich HEUTE in dein Bett, um..

Um was nochmal?

Ein Fortsetzung sollte es geben, von einem Traum..

Doch welcher Traum, wie war er, WAS war da doch gleich?

 

Hast du in deinem Streben, den Weg zu bestreiten doch völlig dein Ziel vergessen.

Du erschrickst gehörig, war jetzt alle Mühe umsonst?

Eigentlich nicht denn - wie heißt es doch so schön - "Der Weg ist das Ziel".

Also lachst du kurz und nimmst dir für heute erst einmal vor, von Glühwürmchen zu träumen, weil du diese kleinen Gestalten doch so sehr magst.

Oder Matrix - den vierten Teil entstehen zu lassen.

 

SO könntest du eigentlich glücklich sein, du beschließt auch, diese Angelegenheit zu vergessen, und doch - 

 

                        ES NAGT!

 

Also nimmst du dir vor, dich zu erinnern, deine Erinnerung zu schulen.

Bestreitest den Weg..

 

 

 

 

                                                         - ....an was wolltest du dich doch gleich erinnern....? -

 

 

 

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13. Juni 2012 3 13 /06 /Juni /2012 15:23

Sie ging im Wald umher, um das schönste Bäumchen zu finden, welches es da gab.

Sie hatte schon den ganzen Tag gesucht und war sehr müde, als sie es entdeckte. Es stand dort auf dieser kleinen Lichtung, ganz klein, so zaghaft.

Trug gerade die ersten Blätter und zeigte sie stolz der Sonne.

Sie ging hin und grub es vorsichtig aus, um es heim zu tragen.

Das Bäumchen fand seinen Platz im Garten hinter dem Hause.

Doch sie, sie besaß einen Hund, und als sie sah, dass er sein Geschäft an dem Bäumchen verrichtete, war sie traurig und hatte Angst.

Was, wenn er das jetzt immer tat? Das Bäumchen würde vielleicht krank werden.

Da zog ein Lüftchen auf und das Bäumchen wehte sachte hin und her.

Da bekam sie wieder Angst.

Was, wenn ein Sturm aufzöge und das Bäumchen mitsamt seinen kleinen Wurzeln aus der Erde riss?

Da kam ein Vogel, setzte sich auf das Bäumchen und begann, an den kleinen Ästen herumzupicken um Futter zu finden.

Und wieder bekam sie Angst. Was, wenn die Vögel dem Bäumchen schaden und die noch so zarte Rinde aufpicken würden?

 

So also ging sie los und schleppte einen Stein nach dem anderen heran.

Sie brachte sehr viele Steine, ehe sie begann, diese um das Bäumchen herum aufzutürmen und eine Mauer drumherum  zu bauen.

Dann besorgte sie eine riesiges Glasdach und befestigte es so, dass es nicht hinunterfallen könne.

Zufrieden ging sie zu der Tür, welche sie auch eingebaut hatte um das Bäumchen gießen zu können, herein und sagte zu ihm:

"Nun hast du dein eigen Haus und keiner wird dich mehr stören, dir wehtun und kein Sturm kann dich hinfortreißen.

Jeden Tag ging sie zum Bäumchen, goss es, setzte sich zu ihm hin un erzählte ihm allerlei Dinge.

 

Das Bäumchen jedoch wuchs, und irgendwann war es kein Bäumchen mehr sondern ein Baum.

Sie war ganz froh, dass das Bäumchen so schnell gewachsen war und ordnete diesen Erfolg ihrer Fürsorge zu.

Doch mit dem Baum wuchs natürlich auch seine Krone, welche schnell an das Glasdach stoß und seine Wurzeln, die immer weiter den Boden durchdrangen.

Sie also nahm bald das Glasdach ab, um dem Baum mehr Platz nach oben zu lassen, verlegte die Mauer und baute sie noch höher, nur um dann wieder das Glasdach oben drauf zu setzen.

Sie dachte nämlich bei sich:

Der Baum hatte die Vögel, den Regen und das Unwetter nie kennengelernt, es würde ihm vielleicht schaden.

Doch der Baum wuchs immer weiter, viel schneller als zuvor.

Seine Wurzeln schlugen sich immer weiter Wege, von denen sie nichts ahnte, sie rankten sich mittlerweile unter dem Hause durch.

Der Baum und seine Wurzeln waren sehr dick und stark, und so konnte es nicht anders geschehen:

Sie wunderte sich eines Nachts, wie sie da im Bett lag, als das Haus zu knacksen begann  und sich leicht, ganz leicht zu bewegen.

Erst dachte sie an ein kleines Erdbeben, als sie jedoch aus dem Haus nach draußen trat, bemerkte sie, dass alles um sie herum ruhig lag und nur ihr Haus solche Geräusche von sich gab und sich bewegte.

Am Morgen holte sie sich einen Fachmann. Der jedoch konnte ihr nicht sagen, was das gewesen sei, tat sie sogar ein wenig als verrückt ab, sagte sie hätte sich das eingebildet oder geträumt.

Doch sie wusste, dass etwas nicht stimmte, wusste nur nicht, was es war.

Also holte sie sich noch einen Fachmann und noch einen. Und noch einen.

Und der wusste ihr zu erklären, was da geschehen war. Denn er hatte sich den Baum besehen und den Bauplan des Grundstückes und des Hauses.

Er sagte zu ihr, dass des Baumes Wurzeln unter dem Hause langtrieben und diese eine solche Kraft besaßen, dass sie bald das ganze Haus zerreißen würden.

Da bekam sie natürlich Angst, und fragte, was sie tun könne.

Er aber sagte nur:

"Fälln, wat andres könnse nich tun Fräulein!".

 

Sie saß lange bei dem Baum, hatte es sich unter seinem Laubdache gemütlich gemacht.

Sie weinte sehr.

Es vergingen da einige Wochen und jede Nacht wurde das Zittern des Hauses erschreckender, agressiver, irgendwann nahm es so bedrohliche Ausmaße an, dass sie panisch im Bett lag.

Es schien, als würde bald das Dach über ihrem Kopf einbrechen.

 

So ging sie also am nächsten Tag, holte sich eine Axt.

Und fällte den Baum.

 

 


 

 

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12. Juni 2012 2 12 /06 /Juni /2012 18:19

Da!

Da kommt sie, die Wut. Trägt einen schwarzen Hut, mit riesiger Feder, die auf und ab wippt.

Ihre jähzornigen Augen funkeln mich an, und neben ihr gleich noch Trauer mit dem ollen schwarzem Schleier vorm Gesicht, und Wehmut, die einen See voller Tränen hinter sich herzieht um mich darin zu ertränken.

Gleich werden sie ihren Strohsack über mich werfen und mich einfangen.

Doch ich bin nicht bereit, mich ihnen einfach so auszuliefern. Wehren werde ich mich, und das nicht gerade zaghaft.

Ich renne also los, auf meinen Schreibtisch zu, schnappe mir ein leeres Blatt Papier und einen Stift, beginne zu schreiben.

Die Wut, Trauer und Wehmut jedoch laufen noch immer zielstrebig, auf mich zu, immer näher.

Ich schreibe weiter. Die Wörter sprudeln aus mir heraus, bilden einzelne Sätze, aneiandergereiht ergibts ein Textkonstrukt.

Auf einmal werden sie langsamer, sieht aus als ob sie Gegenwind bekämen.

Es scheint wiederholt zu funktionieren.

Ich schreibe weiter, eifrig, lasse meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf, schreibe einfach und erfahre erst am Ende das Ende, jenes Ende welches so gar nicht geplant war.

Geplant oder ungeplant, Wut, Trauer und Wehmut lassen sich recht einfach bekämpfen, sie sind seit einiger Zeit nicht mehr so stark.

Alles versucht haben sie, gemeine Tricks angewandt. Versuchten mich zu überrumpeln oder zu überlisten.

Doch ich bin schlauer geworden.

Halte allzeit Papier und Stift bereit, um diesen elenden Gestalten den Kampf ansagen zu können und zu keiner Zeit unbewaffnet dazustehen.

Und der Gegenwind, den ich Ihnen darbiete, gegen den ist kein Ankommen. Keine Chance für diese drei Gestalten.

Ich erschaffe ihn solange, bis sie dahin aufgeben und sich verziehen.

Dann sack ich kurz zusammen, jedoch nicht lange, um das Geschaffene anzusehen und es für gut oder weniger gut zu befinden.

 

 


 

 

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11. Juni 2012 1 11 /06 /Juni /2012 14:29

 


 

 

 

Adressiert mit schwarzem Filzer an mich dieser graue Umschlag, ein Absender ist nicht zu erkennen.

Eine nach links geneigte Schrift steht mir da entgegen, meinen Augen völlig unbekannt.

Frag mich, was wohl dahinter steckt. Ich versuche meine Neugierde im Zaum zu halten, dreh' und wende den Brief immer wieder, schließe die Augen um Kleinigkeiten zu ertasten, streiche zart über den Umschlag. Unerwartete Post wirft immer Fragen auf.

Von wem kommt sie, was mag der Inhalt sein?

 

Doch diese Post enthält nicht die gewohnten Antworten, sondern wirft vielmehr noch mehr Fragen auf. Denn nach dem Öffnen entdecke ich nur ein Wirrwar einzelner Wörter, aufgeschrieben, ausgedruckt und in Teile zerlegt.

Lerche, Glasharfe, beisammen, Steg, Schiff, verdorrt.

Auf meiner Stirn bilden sich erst zaghaft, dann immer betonter Falten, die meine Verwunderung auf zwanzig Meter Entfernung erkennen ließen.

Ich lese sie wieder und wieder, versuche einen Satz zu bilden, schiebe sie hin und her, drehe und wende sie und doch kommt kein Sinn dabei heraus.

Ich weiß damit nichts anzufagen, doch meine Gedanken können sich nicht von dem Brief und den Wörtern lösen.

Somit setze ich mich nach Stunden der inneren Unruhe hin, und baue eine Geschichte, um diesem Ereignis ein Ergebnis zuordnen zu können, denn ohne Ergebnis kann ich nicht schlafen.

___________

 

Eine kleine Lerche flog wie so jeden Tag hinaus auf die Felder, um ihr Frühstück zusammenzusuchen, damit sie nicht hungrig den Tag verbringen müsse.

Sie sang dabei ihr Morgenlied, was schon so manch einen erfreut hatte, sie trug ihre Freude gerne in die Welt hinaus.

Doch an diesem Tag fand sie nichts für ihren Geschmack passendes, und so flog sie immer weiter, weiter hinaus, überflog Hügelchen und Bäume, welche sie zuvor noch nie gesehen.

Da nun der Tag so schön war, merkte sie in ihrer Begeisterung gar nicht, wie weit sie schon geflogen und vergaß sogar mit der Zeit, dass sie vor allem des Hungers wegen hinausgeflogen war.

Als die Sonne dann schon hoch am Himmel stand, bekam die kleine Lerche mit einem Mal einen riesigen Schreck, denn vor ihr lag auf einmal ein riesiges Ungetüm, welches Sie zuvor noch nie gesehen hatte.

Es war riesig, schien gar kein Ende zu finden und verschlang sogar den Horizont.

Was sie dort sah, war das Meer, doch das konnte die kleine Lerche natürlich nicht wissen.
Freilich gab es da so Geschichten, Gerüchte, Märchen über riesige Wasser, welche seltsame Tiere ihre Heimat nannten, doch hatte niemals einer ihrer Freunde das "Meer" gesehen, und somit glaubte man natürlich nicht, dass es dies tatsächlich gab.
Denn da sind die Lerchen so wie die Menschen:

Sie glauben nur das, was sie sehen und essen können, alles andere ist für sie reine Fiktion.

Die kleine Lerche setzte sich auf einen sehr großen Baum, um diesem Etwas nur ja nicht zu nahe zu kommen, und beobachtete das Treiben eine ganze Zeit lang.

Es wankte hin und her, machte seltsame Geräusche, die die Lerche zeitweilen an die kleinen Flüßchen aus der Heimat erinnerten, nur war hier alles viel lauter und klang so impulsiv, beängstigend.

So saß sie da, streckte immer mal ihren Brustkorb hinaus, plusterte sich auf, sprang immer mal auf dem Ast hin und her, da das lange dahocken doch auf Dauer recht ungemütlich war.

Wusste sie doch aber nicht, was sie nun tun sollte. Die Futtersuche war natürlich vollends vergessen, dieses grün-blau fazinierte sie zu sehr.

Da kam auf einmal ein recht großer Vogel angeflogen, direkt auf sie zu. Natürlich erschrack die kleine Lerche, auch solch einen Vogel hatte sie noch nie zuvor gesehen.

Doch ein Vogel war es gewiss, wie sie. Denn er hatte Flügel zwei an der Zahl wie sie, Beinchen - zwei, wie sie und auch einen Schnabel, wenn er auch größer als der Ihrige war. Und so orange!

Grad schon wollte sie ihre Flügel ausstrecken und die Flucht ergreifen, da rief der gar seltsame Vogel ihr zu:

"So hab doch keine Angst vor mir, ich bin nur etwas größer als du, doch liebenswürdig bin ich ebenso!".

Und so entschloss sie sich, dazubleiben. In der Hoffnung, dieser Vogel könnte ihr erklären, was es mit diesem Ding da auf sich hätte, und ob es tatsächlich das Meer sei, wie sie vermutete.

Die kleine Lerche schwieg erst einmal, war sie doch wirklich noch sehr eingeschüchtert.

So setzte sich der Vogel neben sie, betrachtete sie von oben bis unten und lachte dann.

Das konnte die kleine Lerche nicht ertragen, sich auslachen zu lassen - dass hätte keine Lerche ertragen können. Denn sind sie doch sehr stolz auf sich und ihre Gattung, so wie sie sich flink und galant zugleich bewegten.

"Was lachst du da so? Ich bin genau so ein Vogel wie du, auch wenn ich etwas kleiner sein mag und andere Federn trage!".

Da sprach er: "Du kleiner Vogel, ich lache doch nicht über dich. Ich lache, weil ich glaubte, sehr viel zu wissen. Doch solch ein Vögelchen wie du - das ist mir mein Lebtag noch nicht untergekommen. Sag mir nun, wer bist du, dass du mit solch großen Augen seit einer halben Ewigkeit das Meer anstarrst, als hättest du es noch nie zuvor im Leben gesehen?".

Da erklärte die Lerche der Möwe, dass sie das Meer tatsächlich noch nicht gesehen habe, denn da wo sie herkäme, gäbe es nur Bäume und Felder.

So also kamen sie ins Gespräch und verstanden sich mit der Zeit recht gut miteinander, fast hätte ein Vorbeifliegender denken können, sie kennen sich schon ewig.

Sie erzählten sich von ihren Welten. Freilich kannte die Möwe auch die Felder sagte sie, doch könne sie sich nicht vorstellen, wie man dort glücklich werden könnte.

Sie erklärte ihr, dass sie die Tiere - zumindest die Kleinen - aus dem Meere fräße und dies sehr lecker sei. Zum Beweis stürmte sie auf einmal los und kam mit einem Fischchen im Schnabel zurück. Die Lerche probierte nach langem Zögern, doch schmeckten ihr die Insekten besser.

So hockten sie beisammen, unterhielten sich und es verging der Tag. Also legten sie sich alsbald schlafen, da die Nacht hereinbrach.

 

Am nächsten Tage dann verstanden sie sich noch besser und die Lerche ließ sich noch allerlei zeigen.

Sie war wirklich sehr begeistert vom Leben der Möwe und hatte nicht wenig Lust, eine Weile zu bleiben. Die Möwe war sehr angetan von der kleinen Lerche, also sprach sie ihr Mut zu.

So blieben sie Freunde und verbrachten jeden kommenden Tag zusammen.

 

Eines Tages sollte die Lerche auch erfahren, was es mit diesem Ding auf sich hatte, welches die Möwe ihr als "Steg" erklärt hatte.

Sie wusste ja bereits schon, dass die Menschen diesen erbaut hatten und er für ihre Reisemöglichkeit übers Meer diente und hilfreich war, diese zu verlassen.

So ganz verstanden hatte sie es jedoch noch nicht. Doch am besten lernt man ja wie ihr bereits wisst, wenn man etwas sieht oder erlebt.

So staunte die kleine Lerche nicht schlecht, als auf einmal solch ein seltsames Gefährt - genannt Schiff - daherkam und Menschen dieses am Steg anbanden.

Sie war begeistert, immer wieder so viel Neues kennenzulernen.

Umso erstaunter war sie, als sie sich die Möwe ansah.
"Möwe, sag, warum schaust du so traurig aus?" fragte die Lerche, und sie sollte ihre Erklärung bekommen.

Nach langem, betretenem Schweigen antwortete die Möwe:

"Liebste Lerche, es ist ein Elend. An diesem Steg legten die Menschen seit Jahren nicht mehr an, denn sie hatten das Land so ausgebeutet, dass all Gewächs so verdorrt und der Boden ohne Nährstoffe war. Somit hatten sie kein Interesse mehr, dies Land zu bebauen, denn es trug keine Früchte und keine Kräuter mehr.

Nun aber sind sie gekommen und wenn sie feststellen, dass es sich erholt hat und hier alles wieder blüht, werden sie es wieder aufreißen, neue Hütten bauen und das Land verderben mit ihrem Schmutz und mit ihren Chemikalien!".

Der Möwe entrann eine Träne, und da sie aber immer stark sein wollte und sehr stolz war, wendete sie sich von der kleinen Lerche ab. Sie sollte die Träne nicht sehen.

Doch hatte die kleine Lerche die Möwe so lieb gewonnen, dass sie richtig fühlte, wie auch ihr Herz zersprang. Denn zwei Liebende fühlen miteinander. So legte die kleine Lerche ihr Köpfchen an die Brust der Möwe und schwieg.

So saßen sie da einige Zeit, beide sehr sehr traurig, beide nicht wenig verzweifelt.

 

Es verging seitdem einige Zeit, und die kleine Lerche und die Möwe warteten darauf, dass diese zwei Menschen noch mehr Menschen holen würden, die dann das Land zerstören würden.

Doch sie warteten Tag um Tag, ohne dass dies geschah.

Diese beiden Menschen taten nichts, außer sich eine kleine Hütte zu bauen, hie und da wilde Früchte zu pflücken um sie zu verzehren und in das riesige Meer hineinzuspringen.

Dabei lachten sie, sie schienen sehr froh zu sein.

Mit jedem Lachen jedoch hatten Lerche und Möwe das Gefühl, es würde jemand ins kleine Herzchen zwicken, denn jedes Lachen brachte ihrer Meinung nach die Menschenflut näher.

Als einige Wochen später immernoch nichts geschehen war, wunderten sich beide sehr, und beschlossen entgegen dem Gesetz den Menschen nahe zu kommen, um herauszufinden was sie beabsichtigten.

Sie setzten sie sich am Abend, wenn die Sonne schon fast untergegangen war, in die Nähe der Menschen, um zu belauschen, was sie da so redeten.

Doch war da nichts gefähliches bei, sie entdeckten keinen Hinweis darauf, dass man ihr Land verraten wollte.

Natürlich saßen Lerche und Möwe immer im Schutz eines Astes, eines Baumes oder eines Steines, um ja nicht entdeckt zu werden.

Denn Möwe hatte gesagt, die Menschen sind gefährlich und täten den Tieren nur Unrecht und Leid an.

Eines Abends jedoch da geschah es!

Die Möwe hatte schon ihre Flügel ausgebreitet und war auf dem Weg in das Nachtlager, da verharrte die kleine Lerche noch auf dem Aste, da sie eigentlich heimlich Gefallen an den ihr freundlich scheinenden Gesichtern bekommen hatte und bemerkte so nicht rechtzeitig, dass eine Feder sich im Strauche verhangen hatte.

Als sie dann also davonfliegen wollte, hing sie fest und es knackste laut. Sie flatterte panisch, versuchte ihren Flügel zu befreien und bemerkte sofort den stechenden Schmerz.

Laut schrie sie nach der Möwe, um Hilfe, schrie ihre Schmerzen hinaus in die Welt.

Möwe hörte dies zu spät - sie hörte es später als diese beiden Menschen da, die gleich dahergelaufen kamen, um zu sehen was da los sei.

Einer der beiden nahm sie vorsichtig mit den Fingerspitzen, es war beinahe so als ob sie ganz zaghaft einen Apfel vom Baume pflückten, so jedenfalls kam sich die kleine Lerche vor.

Sie war froh darüber, der Mensch hielt sie auf offenen Händen und sie wollte sofort hinfortfliegen.

Aber weh! Sie konnte nicht! Sobald sie den Flügel auch nur ein Stückchen bewegte, überkam sie ein Schmerz, der durch ihren ganzen kleinen Körper stach.

Sie hatte sich den Flügel gebrochen! Nun war sie Gefangen und wohl zum Tode verurteilt, in den Händen dieser Menschen.

Möwe derweil flog über den Köpfen der Menschen hin und her, ganz aufgeregt und rief, wollte der Lerche Mut zusprechen.
Rief, sie würde sie retten, sich etwas einfallen lassen.

Und gleichzeitig rief Lerche ganz laut weiter um Hilfe, die beiden übertönten sich gegenseitig bis keiner mehr verstand, was der andere sagte.

Welch ein seltsames Bild gab das ab. Die kleine Lerche in der Hand, laut schreiend, die beiden Menschen sich rege unterhaltend und die Möwe, in einer ungeheuren Lautstärke über den Köpfen der Menschen.

Umso lustiger sah es also aus, als auf einmal alle verstummten!

Die Lerche und Möwe vor Verwunderung, die Menschen vor Konzentration. Der eine hatte da seine Kleinung auseinandergerissen und nun versuchten sie gemeinsam, den Flügel der kleinen Lerche zu verbinden, welche trotz der Schmerzen und entgegen ihrer Logik immer wieder weiter versucht hatte, hinfortzufliegen.

Dann nahm der eine Mensch, welcher auch seine Kleidung geopfert hatte, seinen Hut ab, legte Gras und Stroh hinein und bettete die Lerche in den Hut.

Möwe betrachtete das Spektakel skeptisch aus der Luft und wusste nicht recht, was sie tun sollte.

Den Menschen war nicht zu trauen, das hatte sie gelernt.

Die kleine Lerche wurde nun im Hut ins Häuschen getragen und vor dem kleinen Ofen abgelegt, wo sie es schön warm hatte. Die Menschen legten sich alsbald zu Bette, so dass die Möwe sich getraute, durch das Fenster hereinzufliegen um klein Lerche nicht allein zu lassen und ihr ein wenig Futter zu bringen.

So lief dann jeder Abend ab. Den Tag über beobachtete die Möwe alles Geschehen vom Fenster her, des Abends kam sie zur Lerche hinein und legte sich zu ihr in den Hut, damit sie nicht allein sei. Sie flog dann beizeitem wieder auf den Fenstersims, da sie den Menschen immernoch nicht traute.

Sie war eine sehr skeptische Möwe!

Am fünften Tage jedoch, da war sie so müde, da sie der Lerche am Abend so viele Geschichten erzählt hatte, dass sie verschlief.

Sie wachte dann schlagartig auf, in Panik da ihr Gefühl ihr sagte, dass es schon sehr spät war.

Umso erstaunter war sie da, als vor dem Hut ein paar kleine Fischchen für sie und Insekten für die Lerche lagen.

Dann hörte sie die Menschen sprechen: "Du Gute, wir haben dich bereits vor Tagen bemerkt. Wie du der Lerche Futter gebracht und dich zu ihr gelegt hast. Du musst sie wahrhaft gerne haben! Zum Dank und zur Anerkennung haben wir dir die besten Fische gebracht, die wir heute früh fingen!".

Von da an waren diese beiden Menschen, Möwe und Lerche gute Freunde. Die beiden Vögel waren ihnen wohl sehr dankbar, auch die Möwe hatte ihren Argwohn abgelegt.

Sie teilten gemeinsam ihr Essen und ihre Zeit und hatten viel Freude miteinander.

Nur wussten Lerche und Möwe nie, wie sie sich je bedanken sollten und das stimmte sie von zeit zu Zeit recht traurig. Sie waren beide sehr dankbare und gutmütige Geschöpfe.

Irgendwann hielten sie es nicht mehr aus und flogen an einem wunderschönen Morgen sehr früh los, um die Gegend nach einem schönem Ding abzusuchen, welches sie den Menschen bringen könnten.

Sie flogen den ganzen Tag, schauten unter jeden Stein, drehten jeden Grashalm um, befragten die anderen Vögel und Tierchen, die sie trafen.
Doch etwas geeignetes fanden sie nicht, wollten sie doch etwas Besonderes bringen. Sie flogen weit, über viele Bäume und tausende Grashalme.

So blieben sie drei Tage aus und ihre Menschen machten sich nun schon sehr große Sorgen.

 

Da geschah es jedoch, dass Möwe und Lerche an einen riesigen, grauen Berg kamen, welchen sie zuvor noch nie gesehen hatten.

Vor ihm sprudelte eine winzige Quelle, von welcher eine Maus Wasser nahm. Die beiden fragten die Maus, ob sie ihnen nicht helfen könne.

Die Maus war von Hause aus nicht gerade sehr hilfsbereit, als sie jedoch die Verzweiflung der Beiden erkannte, verriet sie Ihnen folgendes:

"Ihr müsst zu des Berges Spitze fliegen, dort werdet ihr einen Eingang zu einem Gange vorfinden, der in eine sehr große Höhle führt. Dort liegt ein seltsame Glitzerding, von Menschenhand geschafften. Nehmt dies, und ihr werdet euren Menschen Freude bereiten!". Dann zuckte sie die Schultern, drehte sich um und lief fort.

Möwe und Lerche taten wie gehießen und nahmen das seltsame Ding, welches jedoch wunderschön aussah, mit sich.

Sie hatten schwer zu schleppen, doch sobald ihnen ein Vogel begegnete, half er ein Stück tragen, und so war die Last nicht all zu schwer.

So kehrten sie nach sechs Tagen endlich zurück und legten den Menschen dies Ding vor die Füße.

 

Ach, wie freuten die beiden sich!

Und nun sollten auch Lerche und Möwe erfahren, was es damit auf sich hat.

Die Menschen spielten darauf bezaubernde Musik, am Anfang noch sehr zaghaft und mit der Zeit immer besser, da sie lernten damit umzugehen.

Sie nannten das Ding da Harfe, und da sie aus reinem Glas, sogar die Saiten aus Glas bestanden, nannten sie es später die "Glasharfe".

Jeden Morgen und jeden Abend spielen sie auf dieser und jedes Mal kommen neue Tierchen hinzu und lauschen diesem Klang, den es nur ein einziges Mal auf der Welt gibt.

Denn eine Glasharfe gibt es nur einmal auf der Welt, doch das wissen sie alle nicht.

 

___________

 

Ich betrachte da mein Werk, und frage mich, ob dies vielleicht nicht sogar Absicht des Absenders gewesen sei.

Doch eigentlich ist es egal, denn jetzt kann ich mich schlafen legen...

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10. Juni 2012 7 10 /06 /Juni /2012 22:11

Joa.

Ich war ganz erstaunt, wie ich heute aufgestanden bin, und das Auge keine Faxen gemacht hat (:
Schmerzen habe ich keine, nicht mal mehr zwicken und kneipen tut es seit heut.

Ich sehe zwar trotzdem nichts außer weiß - also noch hell und dunkel, aber es ist schon mal sehr gut, schmerzfrei zu leben. Heute war der erste Tag seit dem Spektakel mit den Brolene Tropfen, wo ich es nicht den ganzen Tag geschlossen halten musste.

Nur wenn ich in die Nähe des Fensters kam, musste ich es schließen.

Also bin ich momentan super glücklich und hoffe, dass es auch über Nacht so bleibt damit ich morgen endlich mal meinen Zahnarzttermin wahrnehmen kann, den ich jetzt schon 2 Mal verschieben musste ;)

Ich habe übrigens seit dem letzten "Statusbericht" noch zwei weitere Mails bekommen, nun sind mer schon zu siebt!

Eiei, und ich dachte am Anfang ich sei ganz allein auf der Welt mit dieser ollen Krankheit.

Schön ists zwar nicht, dass auch andere all das erleben müssen (zum Teil sogar Schlimmeres), aber gut ist immerhin, dass wir uns jetzt austauschen können.

In diesem Sinne sende ich euch allen liebe Grüße und wünsche gute Besserung.

Auf dass das Drama ein Ende hat!

 

Ich berichte weiter ;)

 

 


 

 

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9. Juni 2012 6 09 /06 /Juni /2012 12:25

Ausgebessert die Gedanken und das geknotete Ende eben jener, um zu finden des Fadens Ende.

Tokio! Nach Tokio wollte Sie  schon immer mal reisen, nur um sich dort an die Ecke einer Straße zu stellen und die Menschen zu betrachten.

Parallel zur Gelassenheit überkommt sie dann die Gleichgültigkeit, mit starrem grauen Blick, gibt es doch außer Arbeit und Putzen nichts in ihrem Leben.

Tapsen durch die Dämmerung - durch liegengelassene Pfützen auf den Straßen ihres kleinen Dörfchens, indem die Bewohner sich hinter den bunten Fassaden ihrer Häuser verstecken und Tee kochen, um ihrem Standart gerecht zu werden.

Pedantisch, exakt gemalte Muster am Zaun vermitteln das Gefühl von Ordnung, Perfektion und Wohlstand.

Ein Wanderer, der durch jenes Örtchen läuft, hört jeden Nachmittag zwischen drei und sechs lachende Kinder, welche aber nirgends zu sehen sind. Man hört sie nur, versteckt hinter dem Hause auf einer kleinen Wiese, wo Sie in ein genau bestimmtes Leben hineingeboren werden, ohne Möglichkeit, auszubrechen und mal etwas lebendiges zu tun.

Beschriftung des Schildes sagt aus:

Wir sind glücklich, egal ob wir es wirklich sind oder nicht.

Bemalung des selbst gebauten Gartenzwerges sagt aus:

Wir sind hier kreativ und haben Hobbys.

Saufen ist nicht cool, da weiß sie, und schon gar nicht, wenn die Mitmenschen es sehen.

Also steckt sie die in der Stadt eingekauften Wein- und Bierflaschen ganz unten in die Tüte, damit kein Aufruhr entsteht.

Restaurierung ihrer Gedanken, das war ihr Ziel. Doch dazu müsste sie von hier fort, müsste eigentlich noch einmal ganz von vorn anfangen.
Doch jede neue Lebensweise ängstigt sie, und deshalb schafft sie es einfach nicht, dem Irrsinn ein Ende zu setzen.

Die kleine schwarz-weiße Katze am Straßenrand faucht sie an, also wirft sie ihr ein kleines Stückchen Brot hin und läuft weiter.

Lebensfroh wird das Stückchen Brot hinter ihr verschlungen, im Hoffen es möge noch mehr da herunterfallen.

Doch die Hoffnung erfüllt sie nicht, hat sie doch selber kaum mehr Hoffnung.

Dächer, alle so gleich, blicken auf sie herab und lächeln dazu.

Hysterische Libellen fliegen an ihr vorbei, im Spiele Zeit ihres Lebens stecken geblieben, lassen die Flügelchen surren um ihr zu zeigen, was sie verpasst.

Bunte Bändchen, herumgebunden um des Baumes Stamm da drüben, wehen im Winde zaghaft, umgarnen das Bäumchen liebend.

Die Wiesen hier sind alle so grün, als hätte einer den Pinsel genommen und sie angemalt. Der kleine Froch im Grase fühlt sich zwar recht wohl, doch traut er sich gar nicht zu hüpfen, aus Angst er könne ihm schaden. Also kriecht er um die Halme herum.

Klar geordnete Wege weisen ihr die Richtung, zumindest geben sie das vor.

Das beige-matte Haus neben dem ihren gibt klar zu erkennen, dass in ihm Staubkörnern jeden Tag aufs Neue der Kampf angesagt wird, dreckiges Geschirr gibt es nicht, selbst im Bad findet man keine Zahnpasta- oder Seifenreste.

Hier werden nur die öffentlichen geschaut, alles andere ist primitiv und gehört verhöhnt.

Radio spielt nur MDR, die restlichen Sender spielt es nicht, hat es seit dem ersten Anschalten auch nie kennengelernt.

Jeden Morgen kann man hinter den sauberen Fenstern das gemeinsame Frühstücken am Tisch beobachten, doch da jeder nur einen kurzen Blick hineinwirft, bekommt keiner das Schweigen mit, welches hier dominiert.

Fein aufgetafeltes Obst, fünf Müsli-Sorten, ein riesiger Korb voll Brot, acht Aufstriche und vier verschiedene dargereichte Säfte, Milch und Kaffee sind doch schließlich Aussage genug.

 

Neu gepflastert werden müsste die Straße eigentlich auch einmal, denkt sie dann und schließ die hübsch dekorierte Tür zu ihrem Heim auf.

 

 


 

 

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Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


DSC00051.JPG