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1. Juni 2012 5 01 /06 /Juni /2012 11:39

 


 

Yannick meinte einmal zu mir:  "Vielleicht sind wir ja irgendwann mal eine Akanthamöben-Keratitis-Selbsthilfegruppe".

 

Und mittlerweile ist es eigentlich genau das.

So langsam baut sich hier ein richtiges Netzwerk auf. Wir telefonieren herum, geben uns Tips, tauschen uns aus. Jeder versucht, zu helfen und da zu sein.

Es ist wirklich Wahnsinn und ein unglaublich schönes Gefühl.

Dank dem Einsatz und der Hilfsbereitschaft meiner Kontaktpersonen sind Probleme und Notlagen (oft) lösbar geworden.

 

Wenn schon viele Ärzte (Kliniken) usw. nicht helfen können oder wollen, so helfen wir uns jetzt gegenseitig, soweit dies möglich ist.

Und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Es macht auch viel Freude, für andere da sein zu können. Ich hätte mir damals vor allem in der Anfangszeit noch viel mehr als jetzt gewünscht, ich hätte wen zum sich austauschen gehabt. Es macht so froh, das jetzt anderen bieten zu können.

Man lernt auch noch viel dazu, da jeder über etwas Bescheid weiß, wo man selber noch nicht dahintergestiegen ist.

Man fühlt sich nicht mehr allein mit dieser Krankheit und in der Welt verloren.

Auf dass es weiter vorwärts geht!

 

Ein fröhliches, lautes:

Liebe Grüße

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30. Mai 2012 3 30 /05 /Mai /2012 12:58

Also manchmal fragt man sich ehrlich!

Vor 1 1/2 Wochen gab ich in meiner Apotheke ein Rezept ab für Brolene Augentropfen.

Nun ging das bisher immer klar, sie kamen nach 1 bis 1 1/2 Wochen an (müssen aus dem Ausland eingeschifft werden), weshalb ich sie halt immer rechtzeitig bestellte.

Heute aber rief ich da an, ob sie vergessen hätten mich zu informieren, ob die Tropfen schon da seien, was denn da los sei.

Man sagte mir doch ernsthaft: "Nicht lieferbar"! Daraufhin versuchten sie meinen Arzt zu erreichen, was sie nun machen sollten.

Ich selber ergriff Initiative und rief in meiner Klinik an. Man sagte mir, mein Arzt ist diese Woche nicht da, leitete mich aber in die Ambulaz weiter. Hier kam mir die nette Schwester entgegen, sprach mit einer Oberärztin, aber man kann nichts machen.

Brolene sind in der Klinik nicht da, und es gibt kein Ersatzpräparat.

Jetzt steh ich also auf dem Schlauch. Ohne Tropfen. Die Apotheke wird sie jetzt über Stuttgart bestellen, was aber wiederum lange dauern wird.

Prost Mahlzeit! Rückfall vorprogrammiert.

Ich werde jetzt alles daran setzten, eine andere Apotheke zu finden, welche zuverlässiger ist.

Anstatt dass man hätte gleich angerufen und Bescheid gesagt, anstatt dass man hätte gleich versucht sie woanders herzubekommen!

Die Mitarbeiter dort wissen, dass diese Tropfen enorm wichtig sind.

Hallelujah!

Das ist eine absolute Frechheit.

 

Ich werde jetzt Dienstag auf Anraten der Schwester in die Klinik gehen (im Hoffen mein AUge hält noch durch). Bis dahin versuch ich zu erfahren, ob es eine Möglichkeit gibt, diese vielleicht aus Freiburg zu beziehen, da dort ja einige Akanthamöben-Patienten behandelt werden, vielleicht kann man es irgendwie regeln dass sie mir das schnellstmöglich zuschicken.

 

Nachtrag:

Die Brolene Tropfen dürfen nicht unter den Krankenhäusern geschickt werden.

Generell dürfen diese in Dtl. nirgends gelagert werden, da diese hier verboten sind (da toxisch) und nur mit Rezept auf einen bestimmten Namen ausgestellt werden.
Ich danke hiermit riesig dem Bernhard, der versucht hat, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um mir zu helfen.
Auch danke ich Markus, der mich beruhigt hat, indem er mir erzählte, dass vor allem die Polyhexanid wichtig sind, da diese noch am meisten wirken.

Ich tropfe nun im Moment sehr viel Polyhexanid und hoffe, dass es gut geht!

Wir blicken optimistisch in die Zukunft.

 

Liebste Grüße (:

 

 


 

 

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30. Mai 2012 3 30 /05 /Mai /2012 00:34

 


 

 

 

Ich möchte hiermit allen einen Dank aussprechen, die sich über meinen Blog mit mir in Verbindung gesetzt haben!

Schon mit Yannick war es großartig, einen Menschen zu haben, mit dem man sich austauschen und dem man sich anvertrauen kann und man das Gefühl hat, nicht mehr alleine zu sein.

Mittlerweile sind wir schon zu fünft und es tut sich ordentlich was, das Ganze beginnt vorwärts zu schreiten!

 

Ich habe gehofft, jemandem mit diesem Blog helfen zu können, wenigstens durch ein paar Infromationen - doch ich hätte nie gedacht, dass es soweit kommen würde.

Telephongespräche beginnen jetzt, mitunter sehr lange, man kann sich Mut zusprechen, über viele Sachen reden die belasten oder belastet haben, man findet Unterschiede und umso mehr Gemeinsamkeiten.

 

Hier auch ein herzlicher Dank an die Uniklinik Leipzig, in der ich mich (vor allem) seit ich von Oberarzt Dr. Nestler betreut werde, sehr sehr wohlgefühlt und ernstgenommen gefühlt habe.

Man nimmt sich Zeit, erklärt, ist für jedigliche Rückfragen offen, usw.

Ich werde dort bestens betreut und bin froh,solch ein Glück zu haben.

 

Hiermit noch einmal mein Apell an alle Betroffene:

Geht in eine Klinik, in der ihr ernstgenommen werdet und euer Leiden nicht einfach abgetan und als Schauspielerei dargestellt wird!

Geht in eine Klinik, in der ihr den Ärzten vertraut! Dies ist ein absolutes Muss - meiner Meinung nach!

Zur Not ergreift selbst Initiative.

Ich habe jetzt viele schlimme Sachen gehört und so kann es einfach nicht gehen, lasst euch das nicht gefallen!

Ihr seid Menschen, die ein Anrecht darauf haben, gut behandelt zu werden!

Ihr seid Menschen, die ein Recht darauf besitzen, nach bester Möglichkeit behandelt zu werden!

Ihr seid Menschen, denen man nicht einfach Hoffnung und Mut noch mehr kaputtmachen darf, es ist ohnehin schon schwer genug!

Traut euch, eure Rechte einzufordern. Ich habe das Glück, gut betreut zu werden und ich wüsste nicht, wie ich jetzt drauf wäre, wäre das nicht so und ich hätte nichts geändert!

 

Besonderen Dank gilt es auch ein wiederholtes Mal an meine Familie und Freunde zu richten, welche für mich in dieser harten Zeit da waren und sind, an mich glauben, mich stärken, mir Hoffnung und Mut geben zu jeder Zeit!

Ich habe oft gezweifelt, war ein paar Mal kurz davor mich aufzugeben - doch durch euch habe ich es geschafft, weiterzumachen.

Durch euch habe ich eine Kraft entwickelt, die ich mir selber nie zugetraut hätte!

Durch euch habe ich wieder Freude am Leben, Freude an viele Kleinigkeiten, Freude, in die Zukunft zu blicken.

Durch euch sind all die Ängste, all das Bangen, dieses eingeschränkte Leben ertragbar geworden.

 

Ein riesiges Dank an euch alle - noch ist es nicht vorbei, aber - gemeinsam aber kann man alles schaffen.

Liebste Grüße!

 

 


 

 

 

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25. Mai 2012 5 25 /05 /Mai /2012 14:31

 


 

 

 

Saß das kleine Mädchen, schweigend und allein, auf einer Bank

am Rande der Wiese und schaute entlang

des Weges um zu erkennen,

warum es da saß.

 

Die Beine kaum lang genug als dass die Füße hätten den Boden berühren können.

„So lange du die Füße unter meinen Tisch unter meines Hauses Dache steckst, hast du zu folgen“, sagte der Vater immer zu ihr.

Dabei wollte sie träumen, wollte sie selbst sein, wollte doch nur

ihr Glück.

Da gab es dieses Mädchen in ihrer Klasse, hübsch anzusehen und auch recht nett, gescheit und gewitzt, von allen gemocht da schon in so jungen Jahren – Charakter.

Und das kleine Mädchen mochte sie auch, mochte aber doch gern Zeit mit ihren besten Freunden verbringen, spielen, toben, scherzen, ärgern und verzeihen.

 

„Man verzeiht nicht. Solange du etwer werden willst, darfst du nicht verzeihen, denn die Welt ist schlecht und du wirst ausgenutzt.“

Erzählte er ihr und nahm den Hammer, schlug auf sie ein, immer wieder.

Du wurdest missachtet, du bist zu nett, du darfst so lieb nicht sein.

Belogen, verraten, verarscht. Über dich lustig gemacht haben sie sich, ausgelacht, sitzen gelassen. Ausgenutzt, Ausgenutzt. Und noch mal mit dem Hammer:

keiner mag dich.

 

Das kleine Mädchen baumelt mit den Füßen, hin und her, her und hin.

Gibt doch alles keinen Sinn? Ich bin so klein, so jung, so echt.

Möchte so bleiben. Wer gibt ihm das Recht? Mich zu demütigen, oder hat er vielleicht Recht?


Da geht ein Junge, Schritt für Schritt, langsam auf die Bank zu mit skeptischem Blicke und zieht eine Augenbraue hoch.

Um sie herum dreht sich die Welt und wirkt schwarz, dann grau, so weiß. Und mit einem Mal wächst sie, schnell und schneller, der Kopf dreht, die Füße berühren auf einmal hart den Boden.

Der kleine Junge schreitet auf sie zu, wirkt mit jedem seiner Schritte selbstsicherer, baut seinen kleinen Körper vor ihr auf und fragt:

„Was machst du hier? Das ist meine Bank“.

Graues Haar im leichten Winde geschüttelt, die Brille zurechtgerückt, das Kleid sachte geordnet. Dann sieht die alte Frau ihn an und spricht. Nicht.

 

So steht er da vor ihr, die Augenpaare in gleicher Höhe aufeinander gerichtet, fest fixierend. Um die Augen des Jungen spielt ein leiser Hauch von Wut und Verwunderung. Seine Bank – wegen einer alten Frau - BESETZT.

Die Bank ist so schon recht klein gebaut, hier und da fehlt ein Brett und zudem – sie sitzt in der Mitte.

Neben ihren Augen kleine Falten, die ihn anlächeln und er erkennt – IHRE Mitte.

 

Sie rückt an den äußersten Rand der Bank, zupft behutsam ihr Kleid zurecht, schüttelt ihr Haar im Winde, spürt die aufkommende Frische im Nacken.

So sitzen sie dann da, schweigend. Eine gefühlte Ewigkeit.

Noch ein zweites Mal blickt sie ihn an. Sehr lang.

Reicht ihm ihre Decke hinüber, mit welcher sie die Knie bedeckt und fragt:

„Verzeihst du mir?“

Und bei ihm im Kopf dreht es sich, erst langsam, dann immer schneller, die Welt um ihn herum wird schwarz.

„So lange du die Füße unter meinen Tisch unter meines Hauses Dache steckst, hast du zu folgen“, sagt der Vater immer.

Dabei will er träumen, will er selbst sein, will doch nur

sein Glück.

 

„Man verzeiht nicht. Solange du etwer werden willst, darfst du nicht verzeihen, denn die Welt ist schlecht und du wirst ausgenutzt.“

Du wirst sonst missachtet. Du bist zu nett, du darfst so lieb nicht sein.

Belogen, verraten, verarscht. Über dich lustig gemacht haben sie sich, ausgelacht, sitzen gelassen. Ausgenutzt, Ausgenutzt.

 

So sprach er dann: „Nein“.

Denn sonst würde sie kommen. Immer wieder und er denkt beklommen: >Das ist doch aber meine Bank, mein Plätzchen, mein Schätzchen, wo niemand mich findet und bindet an – die Realität der Realität.“

Da steht die Frau auf und sagt leise mit stummen Lächeln: „Es ist nie zu spät!“.

 

 

DSC00667

 

 

 

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16. Mai 2012 3 16 /05 /Mai /2012 18:30

Das Schlimmste ist meiner Ansicht nach, dass ich nicht einmal „in Ruhe“ weinen und heulen kann, wenn mir danach ist. Denn jedes Mal tut dann das Auge weh, fühlt sich seltsam an und es tritt wieder ein Fremdkörpergefühl auf. Wenn also das Auge recht stabil war und ich mal doch nicht an mich halten konnte und weinen musste, litt ich schon nach Kurzem unter diesen Symptomen und verbat es mir dann sofort, damit es nicht noch schlimmer würde.

Irgendwann hörte ich gänzlich auf, zu weinen. Es begann eine schlimme Zeit, anfangs war es meist sehr schwer, an sich zu halten, irgendwann ging es und auch jetzt noch – Monate später – belastet mich dies zutiefst. Es fehlt mir! Denn irgendwann muss man schließlich seinen Gefühlen freien Lauf lassen können, um nicht zu platzen.

Deshalb habe ich mich zum Beispiel bis jetzt (es ist nun ein Jahr her) mit dem Tod meines Cousins nicht befasst. Erst kam die Verdrängungsphase, und dann ging es ja schon mit dem Auge los. Verarbeitung nicht wirklich möglich. Zumindest nicht so, wie es nötig wäre.

 

Wenn alles schief geht und es immer mehr gibt im Leben, an dem man zweifelt, dann noch zwei Todesfälle belasten, ist es einfach hart. Nur sag ich mir dann immer: Wenn ich dann wieder gesund bin irgendwann, werde ich mir wohl 3 Tage lang nur schöne Musik anhören und alles rauslassen. Hemmungslos weinen. Wenn mir auf der Straße danach ist, wird es mir egal sein was andere Leute denken, was sie tuscheln hinter vorgehaltener Hand. Denn diese wissen einfach nicht, was es bedeutet, unbeschwert weinen zukönnen. Dann sollen ruhig alle sehen, wie mir zumute ist, dass ich weine, vor Glück, vor Trauer, vor Erleichterung, Wut,... Hauptsache, ich kann es irgendwann wieder einmal!

Unbeschwert!

 

 


 

 

 

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16. Mai 2012 3 16 /05 /Mai /2012 15:40
 Mai 2012 

 


 

 

Trotz führt bekanntlich nicht immer all zu weit, ich jedoch dachte, ich kann die Gesetze umstellen. Ist aber leider nicht so ganz gelungen.

Nachdem ich Oktober letzten Jahres die Diagnose gestellt bekam, und mir eine Ärztin sagte, ich könne Studium vergessen, war ich vorerst verzweifelt, dann überkam mich Wut und Trotz.

Ich dachte so bei mir, ich schaffe das, irgendwie ist das machbar.

 

Tja.

Das erste Semester war für mich auch schaffbar (wie auch immer, das frag ich mich bis heute!), trotz dass ich anfangs viel fehlte.

Am ersten Tag des zweiten Semesters freute ich mich dann richtig, da das Auge nun schon sehr lange richtig stabil war und ich nach Lust und Laune rausgehen konnte (zumindest war das meistens der Fall).

Die ersten beiden "Stunden" hielt ich durch, merkte aber wie sich mein Zustand im Laufe des Tages verschlechterte, bis es gen Mittag wieder anfing zu tränen, zu Schmerzen und höllisch wehzutun.

Ich ging also nach Hause, tropfte sehr viel und begab mich zum Arzt.

Trotz weiteren viele Tropfens wurde es nicht so gut, dass ich hätte wieder normal rausgehen können, viele Tage lag ich nur im Bett und hörte mir Hörbücher an oder vertrieb mir die Zeit mit aufräumen, Musik hören, ...

Zumal vieles in diesem Semester am Computer gelehrt wird, war es für mich schon alleine da unmöglich, hinzugehen.

 

Seit Kurzem geht es wieder besser, auch wenn öfters noch Tage dabei sind, an denen nichts geht.

Nacharbeiten und Aufholen ist jetzt nicht mehr zu schaffen, bald sind bei uns schon Prüfungen. So mache ich wenigstens bei einer Gruppenarbeit noch mit, soweit es mir möglich ist und dieses Semester ist sozusagen verwirkt.

Da auch jetzt der Zustand keinesfalls als stabil zu bezeichnen ist, will ich nun ein Urlaubssemester beantragen.

Hierzu stöberte ich im Internet, fand aber überall andere Aussagen, zum Teil sehr verwirrend, zum Teil falsch wie sich herausstellte.

 

Krankheit und Studium? Was nun?

 

Zunächst einmal ging ich ins Studentenwerk zur Sozialberatung (Suche bei Google: Stadt / Studentenwerk / Sozialberatung), wo man mir sehr freundlich entgegentrat und mich beriet, wie nun vorzugehen und was zu beachten sei:

Bafög und Krankheit

 

Erst einmal sei sehr wichtig zu wissen, dass wenn ihr Bafög bezieht, ihr mindestens 3 Monate im Semester studiert haben müsst.  Gut für mich ist in dem Falle, dass ich wie oben erwähnt bei der Gruppenarbeit mitgemacht habe und so wahrscheinlich eine Prüfungsleistung vorlegen kann.

Wenn ihr überhaupt keine Möglichkeit habt, rauszugehen usw,  solltet ihr euch an eure Dozenten wenden und eine Lösung finden, um irgendwie eine Leistung zu erzielen.

Ansonsten könnte es arg Ärger mit dem Bafög-Amt geben!

 

Vorgehensweise Urlaubssemster wegen Krankheit

1. In meinem Falle ist es so (bitte schaut auf der Seite eurer jeweiligen Universität bzw. Hochschule nach, ob es da anders ist), dass der Antrag auf Uralubssemester innerhalb der Rückmeldefrist (diese geht einher mit der Überweisung des Semesterbeitrages) gestellt werden muss.

Hier den Grund "Krankheit" angeben!

Um diesen zu vervollständigen, müsst ihr euch ein Attest auf "Studierunfähigkeit!" von eurem jeweiligen Arzt geben lassen (am Besten gleich in mehrfacher Ausführung, auch z.B. fürs Amt) und dieses mit abgeben!

 

2. Des weiteren holt ihr euch vom Amt einen ALGII ! Antrag, welcher auszufüllen und rechtzeitig abzugeben ist. Beachtet hier, dass sich die Bearbeitungsdauer in den meisten Fällen auf mindestens um die 6 Wochen beläuft.

Hinweis: Auf den Antrag ist der Beginn des Auszahlungsdatums zu benennen (beispielweise wenn das Semester ab 1.9. läuft dann halt der 1.9.).

Auf dem Antrag ist auszufüllen, ob ihr arbeitsfähig seid oder nicht. Auch wenn das jetzt seltsam ist (ich habe mich auch gewundert), müsst ihr dort ein Häkchen bei arbeitsfähig setzten, auch wenn ihr wie ich gar nicht arbeiten könnt. So ist es zumindest beim ersten Urlaubssemester. Wenn ihr noch ein zweites einlegen müsst, dann wird das Häkchen nicht bei arbeitsfähig gesetzt (fragt mich nicht wieso, ich habs leider vergessen bei den  vielen Infos die ich an diesem Tag mit auf den Weg bekam).

Ihr dürft dann während eures Urlaubssemesters KEINE! Prüfungen ablegen, auch wenn man euch in der Uni vielleicht etwas anderes erzählt, dann bekommt ihr Ärger mit dem Amt.

Dadurch, dass ihr ein Urlaubssemester wg. Krankheit macht, dürft ihr definitiv nicht studieren.

 

3. Das Kindergeld müsst ihr rechtzeitig abmelden. Wartet hierzu unbedingt eine Bestätigung ab, wenn diese nicht kommt, hakt nach!

 

4. Zudem müsst ihr euch beim Bafög-Amt abmelden.

 

So. Dies ist vorerst alles. Während des Prozesses in den nächsten Wochen/ Monaten halte ich euch natürlich auf dem Laufenden, falls sich noch weitere interessante Informationen ergeben.

 

ACHTUNG:
Alle hier aufgeführten Informationen sind von mir "zusammengetragen". Ich gebe keine Garantie für Richtig- und Vollständigkeit, sondern biete lediglich meine Erfahrungen als Hilfe an.

Wendet euch in allen Fällen am Besten selbst noch einmal an euer zugehöriges Studentenwerk und eure Uni/Hochschule!

 

Stand: Mai 2012

 

Nachtrag vom 04.10.2012

Der Antrag auf Urlaubssemester wurde bei mir sofort bewilligt.

Ich habe daraufhin das Bafögamt schriftlich darüber informiert, dass ich nun ein Urlaubssemester beantragt habe und die Bewilligung etc. mit hinzugefügt.

Daraufhin habe ich ALG2 beantragt.

Nun zum Kindergeld: Der Mensch vom Arbeitsamt meinte (im Gegensatz zu der Frau vom Studentenwerk), meine Mam könnte das Kindergeld wahrscheinlich weiterhin bekommen.

Daraufhin haben wir uns nocheinmal im Internet belesen und folgende Seite gefunden:

http://www.studis-online.de/Studieren/urlaubssemester.php

Diese ist sehr zu empfehlen!

_________________________________________________________________

Ich zitiere:

"Anspruch auf Kindergeld besteht fort, wenn ...

  • Ihr im Ausland studiert;
  • Ihr ein Praktikum absolviert (das den Charakter einer Ausbildung hat);
  • Ihr Euch auf eine Prüfung vorbereitet;
  • Ihr krank seid (auch nach der Genesung während der verbleibenden Zeit des Urlaubssemesters);
  • Ihr Euch im Mutterschutz befindet (Sofern Ihr das Studium im Semester nach Ablauf der Mutterschutzfrist wieder aufnehmt, auch während der verbleibenden Zeit des Urlaubssemesters; pausiert Ihr länger, bleibt es beim Kindergeld während der Mutterschutzfrist).

Während des Urlaubssemesters besteht kein Anspruch auf Kindergeld, wenn ...

  • Ihr Euch beurlauben lasst, um umfangreicher in studentischen Gremien zu arbeiten;
  • Ihr Euch beurlauben lasst, um Euch um Eure Kinder zu kümmern;
  • Ihr Vollzeit erwerbstätig seid.

_________________________________________________________________

  Hier findet ihr also viele Informationen die die eine oder andere Frage beantworten.

Wir zumindest werden weiter das Kindergeld beziehen, es vorsichtshalber jedoch lieber nicht ausgeben, falls die Kindergeldstelle es doch zurückfordern sollte.

Wenn dies der Fall ist, werden wir weiter sehen.

Viel Glück euch !

 

Hier noch ein meines Erachtens sehr guter Artikel in der Zeit (geht um ein Mädel, welches unter Morbus Crohn leidet):

http://www.zeit.de/2011/03/C-Morbus-Crohn?commentstart=25#comments)

 

 

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12. Mai 2012 6 12 /05 /Mai /2012 21:53

Und wie ich dann erfuhr,

da legte ich mich wieder zu Bette

und blickte ins Nichts, um  zu ergründen,

wo du nun seyst.

So lag ich da.

Sehr lange, bis ich aufstand und aß.

Es vergingen dahin viele Tage.

Irgendwann dann weinte ich kurz.

Bis man mich nahm

In den Arm

Mich hielt

Und da sagte:

Schau her, hast immer Gutes

Erzählt.

Und gelacht.

Mit ihr. Von ihr.

Und da lag ich dann da, lächelte,

Stand auf.

Und lebte.

Denn die Wahrheit ist.

Glück.

 

Und als da so die Wolken brachen,

da wusste ich, du würdest

glücklich seyn.

Und ich würde glücklich seyn.

Und eines Tages

käme einer daher, der da wäre

sehr unglücklich.

Und ich

könnte ihm geben ein Stückchen

des Glücks, welches du

mir hast beibringen können.

Was auch immer Glück

für dich gehießen,

war nicht in Worte zu fassen,

einzig ein Ausdruck

deines Gesichts zeigte mir

dein Befinden,

deine Seele.

 

Sonnenblumenkerne,

daher gereicht,

klein und doch so kraftvoll.

Um des Lebens Kern eine

reizend schöne Schale, mit vielen

Schattierungen.

Schütz das Innenleben, welches dann so

kraftvoll entspringt,

wächst und gedeiht, seyne

wahre Schönheit erst dem

intensiven Betrachter zeigt.

 

Wie ich dich da nahm in den Arm,

und wusste,

du würdest wandern gehen,

aus dem sonnigen Tale,

hinfort auf des Berges Spitze,

um der Sonne noch näher zu kommen,

war mir doch zugleich klar,

ich würde dich nie missen.

Bist du ja immer bei mir,

komme was da wolle.

Seyen die Mächte auch noch

so bös und finster,

sey der Horizont nicht mehr zu erkennen,

klare sich eben dieser auf um zu

entfalten deine

Schönheit und

Weisheit.

 

 


 

 

 

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19. April 2012 4 19 /04 /April /2012 15:51

Was ich am Wochenende mache, fragst du?

Magst mich wohl sehen? Nun gut, das lässt sich einrichten. Doch nur am Samstag.

Und was tust du momentan? Nichts. Gehst gleich zu Besuch. Und danach hast du Zeit.

Das finde ich gut. Lass uns doch gemeinsam etwas unternehmen.

 

Viele Spiele habe ich schon gewonnen. Auch dieses hier gewann ich bereits.

Vergiss das nie!

 

 

Gemeinsames Laufen hinzu zur Stadt. Kalt ist es heute.

Da kommt eine Bahn, lass sie uns nehmen. Die Bahn für uns alleine? Sehr gut.

Nein, ich möchte nicht spielen gehen, du etwa? Lass uns gemeinsam etwas trinken.

Es unterhält sich momentan so gut mit dir.

Vorbeikommen am Kino. Nein, nichts Gutes. Bin auch eher auf Kommunikation aus.

Und dann genieße ich das Zusammensein mit dir. Die Befürchtung, nichts zu reden zu haben, verschwindet, bis ich sie vollends vergessen habe.

Und wir reden über alles, kann die Augen nicht von dir lassen.

Immernoch übst du Faszination auf mich aus.

 

Und wir reden ohne Unterlass. Verstehen uns prächtig. Könnten sogar die Sätze das Anderen zu Ende führen.

Nicht immer aber doch sehr häufig.

Keine Beziehung also willst du, soso. Dabei kann es wundervoll sein. Ausziehen?? Ja, will ich. Ach, du auch? Dann lass uns zusammenziehen, eine Wohngemeinschaft.

Nein, du bist mir nicht zu verrückt. Ich bin nicht viel anders. Nur auf eine andere Art.

Ein roter Faden. Für den Abend. Und später.

Es schließt. Ich will nicht gehen. Jedoch keine Dramatik in mir. Ein Bedauern, allerdings kein Bruch.

 

Zu einer wunderbaren Zeit hat er uns rausgeschmissen!
Nichts fährt, eine Stunde lang. Nun laufen wir also duch die Nacht. Und entdecken- eine Wiese, welche recht groß scheint.

Bedeckt mit Schnee. Ach was, s ist schon kein Schnee mehr. So festgefroren, wie er ist.

Entdecken Spuren über Spuren- die der Raben, der Hunde und der Menschen, die jene ausführen.

Hinterlassen selber Spuren, blicken nicht zurück.

Geprägt ist die Nacht von Zweideutigkeiten. Mein Körper bebt wegen des Lachens, welches ich nur bei dir so austragen kann.

 

Da ist sie, die alte Druckerei. Schon immer wollte ich hinein.

Und du erfüllst mir diesen Traum. Ohne Unterlass erforschen wir jeden Winkel in dieser stillen friedlichen Nacht.

Sind glücklich.

Hoch hinaus geht es, hinauf aufs Dach. Nein, ich habe keine Angst. Ich weiß, es wird nichts passieren.

Und fasziniert erblicke ich den riesigen, leeren Platz unter mir. Spüre deine Anwesenheit hinter mir.

Kann kaum Begreifen. Es ist ein Traum, das muss es wohl sein. Mit dir gemeinsam.

Zeitlos irren wir herum, betrachten jedes kleine Detail.

Ein Balkon, welcher sich schon absenkt und in der Mitte geneigt ist.

Schon von der anderen Seite sah ich ihn.

Er wird nicht brechen!

Und mein Herz bleibt kurz stehen bei diesem Anblick dieses kahlen Baumes, welcher sich anfangs noch gegen die eisige Kälte zu wehren versuchte und mittlerweile von Eiszapfen bedeckt ist.

Er wird keine Luft mehr bekommen, das Eis bedeckt seine Zweige auf jedem Millimeter.

Im Detail liegt das Wunder.


Nach langer Zeit, wie es mir vorkommt stehen wir wieder vor dem Eingang und sehen uns noch einmal um.

Mehr als zwanzig Zentimeter Schnee bedecken den Innenhof, welchen wohl noch niemand erforschte.

 

Dies ist kein Schnee mehr. Schon vereist ist er nämlich, zeitweise an gewissen Stellen so sehr, dass es sich anfühlt, als würde man auf dem Boden laufen.

Und doch bricht man ab und zu ein, da andere Stellen nicht so verhärtet sind.

Ein Spiel machen wir daraus. Unser Gewicht müssen wir verlagern, um weiterzukommen.

Und aprupt bleiben wir stehen.

Sind fasziniert von dem Anblick, welcher sich uns bietet. Doch dieser Moment hält nur recht kurz.

Denn gleichzeitig rennen wir los, vor Freude strahlend, lachend.

Unbegreiflich. Eine riesige Eisfläche liegt vor uns, daneben noch eine kleinere.

Und sehr lange sind wir nicht zu bremsen.

Mit Anlauf also geht es auf das Eis. Wir fallen uns lachen in die Arme.

Fassen uns an den Händen.

Drehen uns im Kreis und halten und gegenseitig von einem Sturz ab.

Ich genieße deine Nähe, lache. Wir hören nicht auf zu scherzen.

Luftgitarre auf dem Eis, meterweit schlitternd. Umarmend stehen wir kurz da, lassen uns kurz darauf wieder los, um noch einmal zu rutschen.

Auf dich zu, von dir weg, auf dich zu komme ich.

Trotz deiner Größe kann ich dich über das Eis ziehen.

Du jedoch schaffst dies nicht. Das findest du gar nicht gut.

Der Trick ist, keinen Halt zu suchen auf dem Eis. Nur dazustehen und den Arm an die Hüfte zu ziehen. Dann wird das. Aber das begreifst du nicht. Ich werde es dir auch nicht sagen!

Es bereitet Freude, dich in solcher Verfassung zu sehen.

„Na Warte!“ Höre ich dich noch rufen und schwebe schon in der Luft.

Du wirbelst mich durch die Luft, läufst weiter.

Meine Beine lege ich um dich. Mag das. Und wir umarmen uns ein weiteres Mal. Nicht loslassen möchte ich dich, es ist alles wunderbar. Ganz großes Kino.

Wie in einem Märchen fühle ich mich. Nur dass du nicht mein Prinz bist.

Doch seltsamerweise bedauer ich dies nicht.

Dieser Abend macht mich glücklich, ich wünschte er würde noch lange andauern.

Begreife, dass diese Momente alle einmalig bleiben werden.

Für immer.

 

Wie ein wunderbarer Traum kommt es mir vor.


Euphorie am Rande des Wahnsinns.

 

 

 


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19. April 2012 4 19 /04 /April /2012 15:27

19.04.2012

 

Wegen meines Umzugs hatte ich die letzten Wochen leider keinen Internetzugang, warum ich hier auch nicht veröffentlichen konnte.

Heute war ein Telekommensch da und ich bin wieder am Start!

Es geht weiter....

 

 

Am Freitag war ich wie geplant in der Klinik und mir wurde Blut gezogen, um eine Hornhauttypisierung vorzunehmen.

Auch war ich kurz zur Kontrolle drin, das Tropfen soll ich so weiter handhaben (soweit es mir möglich ist meinte er).

Ansonsten gibt es sonst nicht viel Neues.

Das Licht macht mich momentan ein wenig fertig, aber solange ich relativ schmerzfrei bin, bin ich ganz zufrieden.

Jeder Tag verläuft auch anders. Oft habe ich jetzt Ruhe drin, manchmal allerdings ist es dann wieder nicht soo gut.

Jeden Tag bin ich gespannt, wenn ich aufwache, wie mein Auge ist. Aber dies steht in keiner Relation zu dem, was ich sonst  teilweise schon ertragen musste.

Auch mit dem Buchprojekt komme ich vorwärts.

Mittlerweile habe ich es geschafft, meine komplette Akte durchzuarbeiten, um den Verlauf schildern zu können.

Parallel dazu werde ich hier natürlich trotzdem weiter berichten, um euch auf dem Laufenden zu halten!

 

 


 

 

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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 16:08

Soeben war ich in der Klinik und es gibt ein paar Neuigkeiten.

Das Auge sieht ein wenig besser aus als am Freitag, die deutliche Besserung allerdings ist eher subjektiv.

Viel verändert hat sich nicht.

Tropfen soll ich momentan weiter wie bisher, allerdings dann nächste Woche ein wenig herunterfahren und die Woche danach noch mehr.

Dexa und Polyspectran bleiben von der Anzahl vorerst so, Dexa soll ich dann ab April auf dreimal reduzieren.

Am 13. April bin ich wieder bestellt - sehr früh - denn die Blutabnahme wurde nun vorverlegt.

 

Ich habe außerdem mal gefragt, warum das Ringinfiltrat weiß ist.

Natürlich weiß ich ja mittlerweile, dass dies vor allem eine Abwehrfunktion ist und nicht die Akanthamöben selbst.

Jedoch wollte ich schon immer wissen, warum es nun doch ausgerechnet weiß ist :D

Jetzt kann ich berichten, dass das zum Ersten daher kommt, da mittlerweile schon Narben vorhanden sind, zum Zweiten sind dies weiße Blutkörperchen und zum Dritten ist das Weiße auch durch die Schwellung, also das "Aufschwemmen" der Hornhaut zu sehen.

Mal wieder eine Frage aufgelöst (:

 

So also werde ich hoffen, dass es jetzt so ruhig bleibt , sodass ich vor der geplanten Kontrolle am 13.04. erstmal nicht wieder hin muss.

 

 

 


 

 

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Ab sofort könnt ihr euch die meisten Artikel in den Kapiteln

"Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Verlauf"

und "Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Gedanken" anhören!

Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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