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9. Juni 2012 6 09 /06 /Juni /2012 09:15

Die Preise sehr angenehm, das Klientel auch.

Ruhe, wann immer du Ruhe suchst.

Gegenüber ein angesagtes "Szene-Cafe", in dem sich die Leute um einen guten Platz schlagen, wo sie auch ja von Vorbeigehenden gesehen werden.

Hier, wo ich sitze, sieht mich keiner. Nimmt mich keiner wahr.

Eine Couch, sehr gemütlich, ein paar Tischchen mit Stühlen drumherum.

Eine kleine "Bar", hinter der das Essen und Getränke zubereitet werden.

Ein paar Bücherregale und einen hinteren Teil, in dem Gesteine verkauft werden.

Hier - findest du Ruhe, empfindest du Gemütlichkeit.

Wenn du hier bist, bist du frei. Legst du keinen Wert darauf, wer dich sieht und wer nicht, legst du keinen Wert darauf "GESEHEN ZU WERDEN"!

Gegenüber aber da - da tummelt sich so allerlei, was sich "Alternativ" nennt, ist es doch ein "alternatives Cafe", wo die Leute mit bornierter Gleichgültigkeit das Kaffeetässchen anheben und ihr Gesicht so hinter den Zeitungen verstecken, dass man es doch ganz gut noch erkennen kann.

Ist schließlich "cool", dort zu sitzen.

Ich aber fühl mich da ganz und gar "uncool". Ist das doch alles nur der derzeitige Hype, der die Studenten, Schüler und Geschäftsleute, die ANDERS sein wollen, hintreibt.

Immer wieder fallen Blicke auf, die suchend die Straßen abklappern, ob da nicht wer daherkommt, der sie SIEHT!

Es gibt dort Plätze, die immer zuerst belegt werden, da das Schaupotential größer ist als zum Beispiel am Tisch hinten links in der Ecke.

"Ach Mensch - du hier?" sagt ein blondes Mädchen nicht erstaunt zum Tüp mit dem Lockenkopf.

Auch er nicht verwundert: "Ach nein, das gibt's doch nicht!".

Befriedigt, die Strichliste endlich beginnen zu können, schaut er weiter, nachdem sie weg ist, kann sich auf seinen Gesprächspartner mit dem blauen Tuch um den Hals schon kaum mehr richtig konzentrieren.

Deshalb wird hier auch meist nur "Smalltalk" geführt, um sich ja nicht aufeinander konzentrieren zu müssen.

Die Straße ist interessanter.

Alternativ sein ist jetzt in, alternativ sein muss man um mit bravour zu überleben, darzustellen und von sich selbst ein akzeptables Bild in der "Gesellschaft" machen zu können.

 

Der Tüp im blauen Karo hat gerade beschlossen, heute mal doch mitzukiffen, denn er weiß, wenn er das jetzt öfter tut, kann er in ein paar Wochen dann mal behaupten, wie kaputt sein Leben doch eigentlich ist und schon immer war, weshalb er "ja schon immer" kifft und trotzdem was aus ihm geworden ist.

So beweisen wir nämlich Stärke!

Dass er aber genau in diesem Moment verkörpert, wie kaputt sein Kopf denn wirklich ist, checkt irgendwie so wirklich keiner, alle sind nämlich just in diesem Moment auf ihren Tee in den entzückenden Blümchentassen fixiert.

Ach, schmeckt der gut, und hier gibts ja so besondren Tee, den gibt es sonst NIRGENDS, der ist voll hype!

Dass der Tee aber direkt gegenüber im Teegeschäft eingekauft worden ist, scheine nur ich zu wissen. Oder wissen zu wollen.

 

Zudem wird dort die "Küche" in den Himmel gepriesen, wobei aber alle immer nur nen Burger kaufen, da der nicht so teuer ist wie der Rest vom Dargebotenen.

"Die "Küche" dort ist 1a, das MUSS man einfach probiert haben", hört man einen Dahergelaufenen zu seiner schönen Begleitung sagen.

Setzt sich hin, bestellt einen Kaffee zum Zeitvertreib und einen Burger. Selbstgemacht, versteht sich, deswegen ist der ja so "in"!

Sie bestellt das Gleiche, nach einem nur sehr Kurzem Blick auf die Karte.

Sitzen dann da, diskutieren beschwingt über den Kulter-Teil der hießigen Zeitung und was denn heute Abend so "geht".

Abholen will er sie um elf, sie aber macht zwölf draus, damit sie noch genügend Zeit hat, sich "fertig zu machen", schließlich werden alle "coolen" Leute heute Abend anwesend sein, da muss man "gut aussehen".

 

Ich wende mich nun ab, greife mir ein Buch, welches mich schon lange beobachtet, und vergreife mich an dessen "lyrischen Inhalt", welcher mir eigentlich nur lyrisch erscheint, da er das ausdrückt, was ich in so manchen Momenten fühle und denke.

 

 


 

 

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7. Juni 2012 4 07 /06 /Juni /2012 23:35

Sechs Betten. Und ich alleine.

Ein Billardtisch, 4 Kö's. Und ich alleine.

Vier Stühle in der Küche, zwei Bänke auf dem Balkon, viele Gläser, viele Tassen, viele Teller.

Und ich alleine.

Riesiger Balkon. Für ein Dutzend Menschen Platz, überdacht. Und ich alleine. Dort...

 

Drei Räume.

Und ich..

 

Steh dort.

Habe Ruhe gesucht, Stille, Einsamkeit.

Doch jetzt - weiß ich nicht wohin mit mir und meinen Gedanken, sie erschlagen mich beinahe, erdrücken mich, schnüren mir die Kehle zu.

Wollte Einsamkeit und nun..

Will sie mich, will mich holen und verschlingen. Versuche krampfhaft, ihr zu entkommen, flüchte mich auf den Balkon.

Zigarette an. Habe nicht mal an den Alkohol gedacht, um mich zu betäuben.

Rauche gleich noch eine und noch eine und als ich feststelle, dass das nichts bringt, renne ich herein und schmeiße mich auf - Bett Numero ein.

Betrachte den Billardtisch, dann überkommt es mich und mein Körper bebt so sehr, dass ich Angst habe, das Bett würde es durch das ganze Zimmer rücken.

Dann überfällt mich Hass. Der Hass auf ihn, da er sich einfach aus dem Staub gemacht hat, der Hass auf mich, da ich das so an mich heranlasse, der Hass auf alle, die glücklich sind.


Also renne ich wieder auf den Balkon, rauche eine, schmeiße daraufhin den Wasserhahn der Wanne an um ein kochend heißes Bad zu nehmen, in der Hoffnung ich möge darin verbrennen.

Dem ist aber nicht so, ich schreie zwar kurz auf, aber mein Körper gewöhnt sich schnell an die Hitze.

Mache Musik an, schön deprimierend, rauche eine in der Wanne, tauche danach meinen Kopf unter Wasser, in der Hoffnung ich möge einfach so ertrinken.

Dem ist aber leider  nicht so und selbst ersäufen kann ich mich nicht.

Dann überlege ich, ob das mit dem Fön tatsächlich hinhauen würde, verwerfe dann aber den Gedanken da ich feststelle, dass das Kabel von der Steckdose bis zu mir erstens eh viel zu kurz wäre, zweitens ich den Mut nicht besitze, drittens - was wenn es schief geht? Und ich danach rumkrüpple?

Rasierklingen schießen mir als nächstes in den Kopf, hätte ich sogar mit, aber auch diesen Gedanken verfolge ich nicht weiter.

Denn ich habe nicht die Kraft hierfür. Ich habe gar keine Kraft.

Bin kraftlos.

 

     kraftlos.... fühle ich mich und tauche meinen Kopf wieder in das heiße Wasser, welches mir nun eher lauwarm scheint.

 

"Scheiße" denk ich dann so bei mir, warum hat er die Kraft und ich nicht. War sein Leben so schrecklich?

Ist meines etwa schön? Ist meines etwa besser? Was ist mein Leben denn ohne ihn?

Es ist definitiv leer.

 

   leer.... fühle ich mich und tauche, bis mir die Luft ausgeht und ich mich nicht länger unter Wasser halten kann.

 

 

Sechs Betten. Und ich alleine.

Ein Billardtisch, 4 Kö's. Und ich alleine.

Vier Stühle in der Küche, zwei Bänke auf dem Balkon, viele Gläser, viele Tassen, viele Teller.

Und ich alleine.

Riesiger Balkon. Für ein Dutzend Menschen Platz, überdacht. Und ich alleine. Dort...

Drei Räume.

Und ich..

Liege da. Eine Ewigkeit. Wenn ich ganz still verharre, ist die Wassertemperatur auszuhalten, sobald ich mich jedoch einen Millimeter bewege, schlägt das Wasser aus, bewegt sich, umstreift meinen Körper und lässt mich spüren, wie kalt es doch eigentlich mittlerweile ist!

Ein letztes Mal noch tauche ich unter, denk: "..wenn ich ewig hier liegen bleib, vielleicht erfrier' oder verhunger' ich dann?", probiere es aber gar nicht erst aus, weil ich die Wohnung hier eh nur zwei Nächte gemietet habe.

Außerdem ist das Eklig. Und ich zu bin zu gefräßig.

Also springe ich dann aus der Wanne, schmeiße ein Handtuch über mich, gehe eine rauchen, zücke das Telephon und beschließe, der Ruhe, Stille und Einsamkeit ein Schnippchen zu schlagen und zu entkommen.

 

 

 

 

 


 

 

 

                                                                                                                                                          ..du fehlst mir !

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7. Juni 2012 4 07 /06 /Juni /2012 23:00

Es ist gar nich allzu lang her, da gab es eine Zeit, in der es mich nachts herausgetrieben hat.

Ich ging dann nicht weit, ein paar Minuten entfernt gab es einen riesigen Spielplatz.

Er hatte alles, außer einer vernünftigen Schaukel. Dabei sind Schaukeln doch das Wichtigste!

 

Da gab es nur so einen Korb, den man kraftvoll anschubsen und sich dann hineinschwingen musste, damit er einige Minuten lang hin- und herschwenkt, ohne stille zu stehen.

Wenn ich also daherging, gab ich ihm einen Stoß und warf mich hinein.

Gab mich ein paar Minuten meinen Gedanken hin, bis es wieder an der Zeit war, ihm einen neuen Schub zu verpassen.

So ging es einige Male, bis ich denn müd geworden war und einfach da sitzen oder liegen blieb.

 

An guten Tagen dachte ich über die Sterne nach, in schlechten Momenten über belastende Dinge, die mir das Leben schwer und mich traurig machten.

Da ich solch Gedanken nicht lange aushielt, widmete ich mich dann ebenfalls den Sternen und träumte mich dahinauf.

 

Es gab da schon vor einem Jahr einen Abend auf diesem Spielplatz, der vieles verändern sollte.

Damals verbrachte ich oft Zeit mir DIR, ich mochte DICH gern und du stütztest mich in einer schweren Zeit.

Bis du an dem Abend meinen Stolz verletztest.

Ich nahm es hin, wendete mich ab und ging, da ich es nicht aushielt. Interpretierte Gefühle hinein in das, was da mit mir los war, jedoch war es das nicht.

Nur mein verletzter Stolz.
Aber das begriff ich erst später, eigentlich, als es schon fast zu spät war.

Ich sagte DIR solch garstige Worte, die niemals hätten ausgesprochen werden dürfen.

Meine Wut überkam mich, meine Verletztheit ließ mich Dinge tun, die eigentlich nicht zu verzeihen waren.

Wenigstens hatte ich die Courage, diesen Fehler auch vor DIR einzugestehen und versuchte es ungeschehen zu machen.

Was aber ich auch immer daraufhin zu DIR sagte, was ich auch immer am Tag darauf DIR schrieb, nichts wird es je ungeschehen machen.

Denn dies werde ich mir nie verzeihen.

Zwar hast DU mir verziehen, ich jedoch kann es nicht.

 

So ein Mensch wollt ich nie sein, so ein Mensch war ich noch nie.

Solch einen Menschen, dem DU verzeihst, der wird niemals diesen einen Satz vergessen, den er da sagte -der niemals hätte erst entstehen dürfen!

Zwar glaubte ich dies nur eine Zehntel Sekunde, doch mit dieser Aussage war dann eher meine Absicht, DICH zu verletzen.

Und doch bist DU wiedergekommen.

Und doch können WIR uns ohne Furcht in die Augen sehen.

Und doch weiß ICH, dass DU dort auf dem SPIELPLATZ mein Leben verändert hast.

 

Denn solch ein Mensch werde ich nie wieder sein.

Dank DIR!

 

 


 

 

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7. Juni 2012 4 07 /06 /Juni /2012 21:26

Es ward einmal ein kleines Mädchen, das lebte mit seiner Mutter in einem kleinen Haus, das vor Schönheit jedes andre in diesem Land übertraf.

Die Menschen nannten es da das Haus der Blumen oder Blumenhaus, da sich tausende von wundervoller Blumen um es herum rankten, jede auf seine Weise einzigartig.

Das Mädchen da ward bald älter geworden, jedoch konnteund wollte es die Mutter nicht allein lassen um ihr eigenes Glück zu machen, da diese schwer krank war und nicht allein zu leben wusste. Zudem liebte sie dies Haus so sehr, wenn es auch klein sein mochte und so wenig Platz bot.

So bliebs also daheim und stellte auch sonst gar oft das Wohl anderer über sein eigenes.

 

Eines Tages aber da geschah es, dass der Landesherr daher kam, da er von der Pracht des wundersamen Hauses wohl gehört hatte.

Er besah es sich und wollte es doch sein eigen nennen.
Sein Schloss von dem er kam, war an Größe unübertrefflich und auch sonst sehr schick anzusehen, war doch aber das kleine Häuschen da in dem Dorfe etwas, was es nirgendwo sonst auf der Welt zu finden gab.

Er fragte also die Mutter, ob er ihr das Haus nicht abkaufen könne. Die Mutter hätte zu gern den üppigen Lohn genommen um sich und ihrer Tocher ein besseres Leben zu bescheren, doch fragte sie das Mädchen zuerst, was ihm denn lieber sei.

Da antwortete sie:

"Lieb' Mutter, die Bezahlung ist gar gut, doch gäbe es nichts, was mein Herz mehr erfüllen könnte, als hier wohnen zu bleiben mit dir und jeden Tag eine neue Blume wachsen zu sehen!".

So sprachs und ging davon.

 

Der Landesherr aber ward erzürnt, dass sie ihm sein Glück verwehren wollte und sprach zur Mutter:

"Ich habe ein Anrecht darauf, mir zu nehmen was ich will. Ich machte euch dies großzügiges Angebot und ihr schlagt es aus. Ich sehe dies als Beleidigung und werde euch ins Verließ sperren müssen!".

Und so geschah es also.

Er befahl, das Mädchen und die Mutter zu greifen und in ein Verließ zu sperren, wo sie nimmer mehr das Tageslicht erblicken würden.

Man tat wie gehießen und der Landesherr bezog sein neues Reich.

 

Als er schon mehrere Tage dort wohnte, begannen die Leute zu tuscheln, denn das Haus sah anders aus als zuvor.

Natürlich, es sah jeden Tag anders aus, da bisher jeden Tag eine neue Blume gewachsen war, doch entdeckte man nun hie und da Verwelkte.

Der Landesherr tat dies ab und machte das Wetter zu schulden.

Doch als dann Tag für Tag immer wieder eine Blume starb, machte er sich wutentbrannt zu seinem Schlosse auf, wo das Mädchen und die Mutter in getrennten Verließen harrten und ihr Leben fristeten.

 

Zuerst ging er zu der Mutter und fragte sie:

"Sag, du alte Frau, warum welkt jeden Tag eine Blume an diesem wundersamen Hause, seit ich dort wohne?".

Doch sie sprach da nur:

"Meine Tochter wird dir darauf Antwort geben können!".

So also ging er zu dem Mädchen und fragte auch sie:

"Sag, du seltsames Mädchen, warum welkt jeden Tag eine Blume an diesem wundersamen Hause, seit ich dort wohne?".

Und das Mädchen sah ihn mit festem Blicke an und fragte: "Wisst ihr das nicht selber, mein Herr?". Doch er schüttelte nur den Kopf.

Sie hielt kurz inne und erklärte ihm dann:

"Die Blumen wachsen aus der Liebe heraus. Habt ihr denn niemand, den ihr achtet, schätzt und liebt?".

Wieder schüttelte er den Kopf. So sprach sie dahin weiter:

"Ich liebe meine Mutter, ich liebte mein Dorf und meine Heimat. Ich liebte die Tiere um mich herum und auch das Haus der Blumen liebte ich von ganzem Herzen.".

Er besah sich das Mädchen, setzte sich hin und sann nach.

Genau eine Stunde tat er das, dann stand er auf und ging - wortlos.

Am nächsten Tage da kam er wieder, brachte ihr gut Essen, doch sie schob es nur von sich weg und bat den Herren, es der kranken Mutter zu bringen.

Er blickte sie erstaunt an, verharrte wieder eine Stunde bei ihr, stand dann wieder wortlos auf und ging hinfort in seine Gemächer.

Am dritten Tage dann kam er, brachte ihr ein Glas Wein, welches sie wieder von sich fortschob und darum bat, es der kranken Mutter zu geben. Genau eine Stunde saß er wieder bei ihr, bis er die Zelle verließ.

Am vierten Tage dann brachte er ihr eine warme Decke und ein Kissen, da sie am Tag zuvor gehustet hatte und drohte, sich stark zu erkälten. Auch an diesem Tage bat sie darum, doch lieber die Mutter damit zu umsorgen.

So ging es dahin noch einige Tage, nie sprachen sie mehr als ein paar Worte.

Der Herr gewann das Mädchen bald arg lieb und auch sie fand Gefallen an ihm, da er wohl doch ein gutes Herz besäße, was es nur herauszuholen galt.

Eines Tages, wie er dann dort saß, und die Tage gar nicht mehr zu zählen wusste, sprach er:

"Heute werde ich zum Blumenhaus zurückkehren. Sei du so gut, begleite mich. Denn ich schätze dich, achte dich und ich liebe dich zugleich."

Sie aber sprach: "Ich werde euch nicht begleiten können, denn ich kann verzeihen aber nicht vergessen. Nie könnte ich euch also so lieben, wie ihr es jetzt tut."

So also ließ er das Mädchenund die Mutter frei und ihres Weges ziehen, er aber lebt seitdem alleine im Hause der Blumen.

 

Und die Leute, sie stehen jeden Morgen früher auf als je zuvor, stürmen zum Hause und bestaunen es mit offenen Mündern.

Denn seither wachsen dort jeden Tag da Blumen zweie an der Zahl, und zudem noch Schönere, als es da jemals zu bestaunen gab.

 

 


 

 

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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 21:34

 


 

 

 

Laufe mit gesenktem Kopf. Hände in den Hosentaschen, rieche den Regen. Mich umhüllt Dunkelheit.

Blicke mich kurz um, glaubte Schritte gehört zu haben.

Entdecke jedoch nichts außer das Flackern der Straßenlaterne am Wegesrand. Die letzte in dieser Gegend.

Werden wohl die ersten Regentropfen gewesen sein, die nun die Erde erreicht haben und auf liegengelassene Plastiktüten prallen.

 

Entferne mich immer mehr von der Laterne, die wohl bald den Geist aufgibt, entferne mich vom festen Wege, immer weiter stolpere ich in das Dunkel hinein.

Sauge den Duft des Regens in mir auf und verliere mich in Gedanken.


Da! Schon wieder!

Blicke mich um, nur um dann wieder nach vorne zu sehen und meinen Schritt zu beschleunigen.

Ganz geheuer ist mir das nicht.

Nackenhaare stellen sich auf.

Fühle. Gefahr.

 

Zweifel. Soll ich mich verstecken? Rennen? Rufen?

Entscheide mich für letzteres. "Hallo?"

Keine Antwort, doch etwas in mir sagt: Lauf! Jetzt hat es dich definitiv mitbekommen!

Also renne ich.

Schlage Haken, renne im ZickZack.

Unendlich weit wie mir scheint. Dabei sind es nur 200 Meter zur nächsten Ecke, wo es wieder Licht gibt.

Geben müsste!

 

Habe meinen Weg verloren, weiß nicht wo ich bin.

Also renne ich einfach weiter, die Angst durchfließt meinen Körper.

Der Regen hat nun richtig eingesetzt, ein richtiges Unwetter.

Bin durchnässt bis auf die Knochen. Weiß nicht, ob ich vor Angst oder Kälte zittere.

 

Höre. Fühle. Bass.

Weit entfernt, scheint als würde ich das Ziel nie erreichen.

Stolpere immer wieder, die Dunkelheit wirkt nicht, als würde sie mein Freund werden wollen..

Einmal falle ich, schaffe es jedoch, mich gleich wieder aufzurichten, nur um noch panischer zu werden und weiter dem Basse zu folgen.

 

Auf einmal!

Licht!

Blendet mich, muss die Hand vor Augen halten.

Wieder. Diese. Schritte. Schaben. Auf. Dem. Boden.

Will mich ein letztes Mal umblicken, um dann aufzugeben und kraftlos zusammenzubrechen.

Falle jedoch.

Zu früh!

 

Spüre etwas Nasses. Im Gesicht.

Will die Augen nicht öffnen, mein Körper bebt. Mein Finger krampfen sich zusammen, die Fingernägel reißen das Innere meiner Handfläche auf.

 

"Miauu?" Höre ich da, fühle etwas an meinem Bauch.

Öffne apprupt die Augen und entdecke - ein kleines, dünnes, zusammengerolltes Wollknäul an mir.

 

Weine und lache zugleich.

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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 16:54
 2010

 

Selbstironie ist etwas Wunderbares! Selbstironie macht das Leben von Tag zu Tag lebenswert und bringt den Menschen dazu, kritisch sich selbst gegenüberzutreten.

 

Fehler sind etwas Wunderbares! Sobald der Mensch gelernt hat, ihnen mit Selbstironie entgegenzutreten. Und wenn dies geschieht, ist alles um so vieles einfacher. Das Leben ist nicht mehr bunt – es ist kunterbunt!

 

Nehme man sich also Zeit, in Zukunft ein wenig eher aufzustehen, einen Tee oder Kaffee zu kochen (oder was auch immer beliebt), sich hinaus auf eine Bank oder auf den Balkon zu setzen und erst einmal herzlich in den Tag hineinzulachen.

Wozu brauchst du schöne Ereignisse, Mensch!
Wozu musst du dich an wunderbare Momente erinnern?

Warum kannst du dich nicht an die Fehler erinnern, welche du begangen, ohne innerlich zusammenzuzucken und dich zu verurteilen?

Ein reelles Urteil zu bilden, ist unabbringlich, um erfolgreich im Leben zu bestehen. Doch sieh sie nicht nur kritisch, sieh sie positiv und gelassen, lach darüber!

 

 

Rueckwaerts?

Dreh den Kopf, bevor du losläufst!

 

 


 

 

 

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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 16:49

Feine weiße Schokolade

Dies ist, was dich gut beschreibt

Und so nun, mein Lieber, rate

Was mir in Erinn‘rung bleibt

 

Gehe mit dir, Schritt für Schritt

Durch belebte Wälder gern

Wage nun rasanten Schritt

Bist mein Abend, bist mein Stern

 

Weiß wohl, dass auch du mich schätzt

Dass du gerne bei mir weilst

Mag es, dass du mich nicht hetzt

Nicht um meine Liebe feilst

 

Unerreichbar wirkst du nur

Nie erreichbarer gewesen

Und ich niemals besser fuhr

Kann aus deiner Mimik lesen

 

Hier ein Winken, dort ein Lachen

Weiter gehen die Späße nun

Können es jedoch nicht lassen

Könn‘ nicht gehen, könn‘ nicht ruhn

 

Miteinander, Hand in Hand

Augen, die nie schlafen

Schmaler Mund, zum Kuss bereit

Klettern über jede Wand

Leise schwingt das Abendkleid

 

 


 

 

 

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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 16:46

 

Schleier der Nacht erheben sich 

Langes Warten, nur auf dich 

Wohin wird mein Blick sich wenden 

Wird mich wieder Liebe blenden? 

 

Laute Stille, nicht mal Knistern

Kann nicht reden, nicht mal flüstern

Fühl' mich von mir selbst bedrängt,

Weiß nicht, was mich zu dir lenkt

 

Unsinn ist es, hoffnungslos

Und so stehst du vor mir bloß

Blaue Augen, sanftes Lachen

Wie nur soll ich weitermachen?

 

Noch ists nicht Liebe, nur Gedanken

Gerate nach und nach ins Wanken

Möcht dich sehen, mit dir scherzen

Was geschieht mit meinem Herzen

 

Fühle mich erst wie zerrissen

Dann, als ob wir Segel hissen

In Gedanken und leicht traurig

Dann in Euphorie, so schaurig!

 

Benebelt der Verstand.

So reich' mir doch die Hand!

Atem stockt, von Glück umgeben

Ich möchte dich in meinem Leben

 

Willkommen im Wunderland!

 

 2010


 
 

 

 

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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 15:50

Langeweile, Hände ringen

wiegen des Kopfes, hin und her

Leis im Kopf ein Liedchen singen

Welt erscheint so trist und leer

 

Handyklingeln, Spiele spielen

Klebeband mit Blättern paaren

Auf die Schneck' mit Erde zielen

Ich mag jetzt nach Hause fahren

 

Kinderschreien, Kopf der brummt

Gleicher Ablauf jedes Mal

Mücke, die so laut jetzt summt

Knie zittern, Kopf wird kahl

 

Kälte, die zum Frösteln bringt

Lächeln, eingefror‘n, mal echt

Leis der Frosch im Grase springt

So ists gut und so ists recht

 

 


 

 

 

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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 15:48

Viele Ängste gehören mittlerweile zum Alltag.

 

Dies beginnt schon morgens, sofort nach dem Aufwachen. Ich traue mich nicht, meine Augen zu öffnen, Gedanken wie:

"Wird es jetzt aufgehen?", "Wird es rot sein?", "Ist es heute okay oder werden Schmerzen oder Lichtempfindlichkeit wieder mein Leben beeinflussen?" gehen mir durch den Kopf.

Dann erst wage ich den Versuch.

 

Dann geht es schon weiter.

Es muss geduscht oder die Haare gewaschen werden.

Angst vor dem Wasser erschwert beides sehr. Immerhin hat es sich gebessert, früher hatte ich unter der Dusche richtige Panikattacken, da immer die Angst da war, dass Wasser in die Augen kommt.

Und schließlich leben diese Viecher eben in diesem.

Mittlerweile ist es ertragbar, man gewöhnt sich so relativ daran.

Baden ist für mich natürlich nur in der Wanne möglich - dort sind schließlich keine Wellen oder Kinder, die im Wasser rumplanschen.

Im See, im Meer oder in der Schwimmhalle werde ich wohl nie wieder baden gehen, zu groß ist die Befürchtung, es passiert etwas.

Wenn man eine Nacht gemeinsam und nicht alleine schläft, so ist Duschen am nächsten Tag - zumindest gemeinsam - nicht drin.

Allein ist es schon anstrengend genug, zu zweit wäre es die Hölle.

 

Sobald ich rausgehe, regiert die Angst den Kopf, dass die Schmerzen wieder losgehen.

Zu oft schon saß ich in der Bahn, musste das Auge schließen, weil es rundherum zu hell und somit sehr anstrengend war, das gesunde Auge schloss sich dann automatisch und auf einmal begann es zu tränen, wehzutun und herumzuspinnen.

Das Öffnen BEIDER Augen war auf einmal nicht mehr möglich, nur mit Gewalt konnte ich noch kurz mein gesundes Auge aufreißen, um wenigstens schnell aus der Bahn zu stürmen und es irgendwie heim zu schaffen.

Dies jedoch zog unglaubliche Schmerzen mit sich.

Immer, wenn ich rausgehe stellt sich mir die Frage:

Komme ich wieder zurück?

Und was, wenn nicht?

 

Dann muss man immer aufpassen, dass man auch ja viel (bzw. genug für mehrere Tage) Essen im Hause hat.

Denn wenn es wieder losgeht, ist rausgehen teilweise unmöglich, oft unerträglich.

Selbst einkaufen wird dann zu einem Höllentrip, wenn es denn überhaupt möglich ist.

 

Weiter geht es mit den "Zukunftängsten", die vor allem am Anfang oft über mich hereinbrachen.

Was geschieht mit dem Studium? Was, wenn ich gar nicht studieren kann? Wie geht es dann weiter?

Dieser ganze organisatorische Kram der zusätzlich noch belastet, aber nicht beiseite geschoben werden kann, setzt zusätzlich unter Druck und schafft Ängste.

Dies hat sich mittlerweile zum Glück reguliert, auch durch viel Hilfe von Außen.

Doch auch das geht nicht einfach vorbei und ist sogar jetzt manchmal noch gegenwärtig, auch wenn ich es mittlerweile so hinbekommen habe, dass alles irgendwie zumindest relativ geregelt ist.

 

Diese Ängste zu bekämpfen ist zum großen Teil sehr sehr schwierig bis hin zum Teil gar nicht möglich. Dies alles zehrt natürlich auch zusätzlich an den Kräften.

Bleibt nur zu hoffen, dass das ganze Spektakel irgendwann aufhört.

Und dass man irgendwann wieder angstfrei durchs Leben spazieren kann.

 

 


 

 

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Ab sofort könnt ihr euch die meisten Artikel in den Kapiteln

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und "Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Gedanken" anhören!

Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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