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24. Mai 2012 4 24 /05 /Mai /2012 14:38

Früher viel gespielt, mir die Zeit genommen und trotz dessen nicht intensiv genug.

Intensität ist wichtig für jeden Ton, den der Mensch auf einem Instrument schafft. Genug Leidenschaft, genug Liebe, genug Emotion, genug Kälte…

Nur mit diesen Voraussetzung ist Musik Musik!

 

Einzelne Noten bewirken Wunder.

Wunder im Kopf, im Bauch, in Menschen.

Wunder sind die Existenz eines jeden Menschen. Ohne Wunder lebt der Mensch nicht, er existiert.

Mensch ohne Musik ist undenkbar. Jeder trägt einen bestimmten Rhythmus in sich, eine Melodie oder eine einzelne Note.

 

Es gibt nur zwei Arten von Menschen.

Dur-Menschen und Moll-Menschen.

Ich weiß noch nicht, zu welchen ich gehöre. Ich nehme an, zu den Dur-Menschen.

Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht.

 

 


 

 

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17. Mai 2012 4 17 /05 /Mai /2012 02:33

16. Mai 12

 

 


 


Jedes Mal dann wenn ich bei dir liege, habe ich Angst, mein Herz könnte mich verraten. Denn es schlägt in einer Wucht, wie es das nur bei dir tut.

 

Und wenn du mich dann umarmst, nehme ich also deinen Arm und lege ihn so um mich, dass er nicht in die Nähe meines Herzes kommen mag.

 

Mir wurde letztens die Frage gestellt, ob ich an "Geister" glaube. Meine Antwort lautete wie folgt:

           Wie soll ich nicht an Geister glauben, wo ich mir doch jeden Tag meine eigenen schaffe?

 

>Dann ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem du es einfach sagst. Egal was ist, egal was war und ebenso gleichgültig ist dir, was geschehen wird, was dein Handeln für Konsequenzen haben wird.

Zumindest in diesem Moment.

Du sagst es einfach gerade so heraus, wie wenn du beim Bäcker stehst und dir ein Brötchen geben lässt.

Und schlagartig trittst du eine gewaltige Lawine los, die nimmer mehr zu stoppen ist. Du versuchst es auch gar nicht, stehst nur stumm und siehst dem Geröll zu, wie es so den Berg hinunterbraust, welchen du dir über Jahre mit Mühe und Kraft erbaut hast und hast nicht wenig Lust, dich in die Schlucht zu stürzen, welche sich da vor dir auftut.

Unter dem Schutt, den tausenden von Steinen hast du begraben dein Herz, Tag für Tag und Stunde um Stunde hast du einen neuen Stein herangeschleppt, um es zu verstecken, zu schützen.

Denn einmal hast du es gezeigt und erfahren müssen, was es heißt, dies nie wieder tun zu dürfen.

Und jetzt, mit einem Schlag, verliert die Fassade an Glaubwürdigkeit, du hast es gesagt. Einfach so. Geradeheraus.

Alles war zusammengeschustert aus vielen unpassenden ungleichen Steinen, hattest eine Mörtelpampe zusammengemischt um das Zeuch zusammenzuhalten. Bist höher geklettert, stetig ein Stückchen.

Wozu?

 

Um alles durch einen einzigen Satz zu zertrümmern, in Schutt und Asche zu zerlegen.

 

Blickst also,  schaust wie`s den Berg zerstört, das Getöse hörst du nicht, denn bist vor Entsetzen taub. Ein Gefühl der Verbitterung und Wut macht sich breit in dir - kriecht vom Kopf aus in dein Herz. Trotz dass du weißt - es war unabwendbar.

 

Alles hat ein Ende. Außer anscheinend meine Liebe zu dir, denke ich und hoffe, dass ich mich irre.

 

Soweit also war es letztens fast. Ein Wort noch hat gefehlt, ein kleines Wörtchen.

Es war so selbstverständlich in diesem Moment, schien weder falsch noch richtig und so einfach. Zumindest tat es das in den ersten Sekunden. Bis mir wieder schlagartig bewusst wurde - ich dürfe das niemals tun.

 

"Ich liebe.. Wein!" sprach ich dann also und war entsetzt über mich, wie ich es hatte soweit kommen lassen.

Und ich weiß - irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem ich es einfach sage. Egal was ist, egal was war und ebenso gleichgültig ist mir was geschehen wird, was mein Handeln für Konsequenzen haben wird. Zumindest in diesem Moment.

 

Und ich habe Angst. Vor mir, vor meinem Handeln. Angst, das zu zerstören, was da ist und zu verlieren den Menschen den ich liebe - für immer.

 

Alles hat ein Ende.

So heißt es. Und ich flehe jeden Tag, jedes Jahr aufs Neue, dass das Sprichwort sich bewahrheiten wird.<

 

 

 

 

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12. Mai 2012 6 12 /05 /Mai /2012 21:53

Und wie ich dann erfuhr,

da legte ich mich wieder zu Bette

und blickte ins Nichts, um  zu ergründen,

wo du nun seyst.

So lag ich da.

Sehr lange, bis ich aufstand und aß.

Es vergingen dahin viele Tage.

Irgendwann dann weinte ich kurz.

Bis man mich nahm

In den Arm

Mich hielt

Und da sagte:

Schau her, hast immer Gutes

Erzählt.

Und gelacht.

Mit ihr. Von ihr.

Und da lag ich dann da, lächelte,

Stand auf.

Und lebte.

Denn die Wahrheit ist.

Glück.

 

Und als da so die Wolken brachen,

da wusste ich, du würdest

glücklich seyn.

Und ich würde glücklich seyn.

Und eines Tages

käme einer daher, der da wäre

sehr unglücklich.

Und ich

könnte ihm geben ein Stückchen

des Glücks, welches du

mir hast beibringen können.

Was auch immer Glück

für dich gehießen,

war nicht in Worte zu fassen,

einzig ein Ausdruck

deines Gesichts zeigte mir

dein Befinden,

deine Seele.

 

Sonnenblumenkerne,

daher gereicht,

klein und doch so kraftvoll.

Um des Lebens Kern eine

reizend schöne Schale, mit vielen

Schattierungen.

Schütz das Innenleben, welches dann so

kraftvoll entspringt,

wächst und gedeiht, seyne

wahre Schönheit erst dem

intensiven Betrachter zeigt.

 

Wie ich dich da nahm in den Arm,

und wusste,

du würdest wandern gehen,

aus dem sonnigen Tale,

hinfort auf des Berges Spitze,

um der Sonne noch näher zu kommen,

war mir doch zugleich klar,

ich würde dich nie missen.

Bist du ja immer bei mir,

komme was da wolle.

Seyen die Mächte auch noch

so bös und finster,

sey der Horizont nicht mehr zu erkennen,

klare sich eben dieser auf um zu

entfalten deine

Schönheit und

Weisheit.

 

 


 

 

 

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19. April 2012 4 19 /04 /April /2012 15:51

Was ich am Wochenende mache, fragst du?

Magst mich wohl sehen? Nun gut, das lässt sich einrichten. Doch nur am Samstag.

Und was tust du momentan? Nichts. Gehst gleich zu Besuch. Und danach hast du Zeit.

Das finde ich gut. Lass uns doch gemeinsam etwas unternehmen.

 

Viele Spiele habe ich schon gewonnen. Auch dieses hier gewann ich bereits.

Vergiss das nie!

 

 

Gemeinsames Laufen hinzu zur Stadt. Kalt ist es heute.

Da kommt eine Bahn, lass sie uns nehmen. Die Bahn für uns alleine? Sehr gut.

Nein, ich möchte nicht spielen gehen, du etwa? Lass uns gemeinsam etwas trinken.

Es unterhält sich momentan so gut mit dir.

Vorbeikommen am Kino. Nein, nichts Gutes. Bin auch eher auf Kommunikation aus.

Und dann genieße ich das Zusammensein mit dir. Die Befürchtung, nichts zu reden zu haben, verschwindet, bis ich sie vollends vergessen habe.

Und wir reden über alles, kann die Augen nicht von dir lassen.

Immernoch übst du Faszination auf mich aus.

 

Und wir reden ohne Unterlass. Verstehen uns prächtig. Könnten sogar die Sätze das Anderen zu Ende führen.

Nicht immer aber doch sehr häufig.

Keine Beziehung also willst du, soso. Dabei kann es wundervoll sein. Ausziehen?? Ja, will ich. Ach, du auch? Dann lass uns zusammenziehen, eine Wohngemeinschaft.

Nein, du bist mir nicht zu verrückt. Ich bin nicht viel anders. Nur auf eine andere Art.

Ein roter Faden. Für den Abend. Und später.

Es schließt. Ich will nicht gehen. Jedoch keine Dramatik in mir. Ein Bedauern, allerdings kein Bruch.

 

Zu einer wunderbaren Zeit hat er uns rausgeschmissen!
Nichts fährt, eine Stunde lang. Nun laufen wir also duch die Nacht. Und entdecken- eine Wiese, welche recht groß scheint.

Bedeckt mit Schnee. Ach was, s ist schon kein Schnee mehr. So festgefroren, wie er ist.

Entdecken Spuren über Spuren- die der Raben, der Hunde und der Menschen, die jene ausführen.

Hinterlassen selber Spuren, blicken nicht zurück.

Geprägt ist die Nacht von Zweideutigkeiten. Mein Körper bebt wegen des Lachens, welches ich nur bei dir so austragen kann.

 

Da ist sie, die alte Druckerei. Schon immer wollte ich hinein.

Und du erfüllst mir diesen Traum. Ohne Unterlass erforschen wir jeden Winkel in dieser stillen friedlichen Nacht.

Sind glücklich.

Hoch hinaus geht es, hinauf aufs Dach. Nein, ich habe keine Angst. Ich weiß, es wird nichts passieren.

Und fasziniert erblicke ich den riesigen, leeren Platz unter mir. Spüre deine Anwesenheit hinter mir.

Kann kaum Begreifen. Es ist ein Traum, das muss es wohl sein. Mit dir gemeinsam.

Zeitlos irren wir herum, betrachten jedes kleine Detail.

Ein Balkon, welcher sich schon absenkt und in der Mitte geneigt ist.

Schon von der anderen Seite sah ich ihn.

Er wird nicht brechen!

Und mein Herz bleibt kurz stehen bei diesem Anblick dieses kahlen Baumes, welcher sich anfangs noch gegen die eisige Kälte zu wehren versuchte und mittlerweile von Eiszapfen bedeckt ist.

Er wird keine Luft mehr bekommen, das Eis bedeckt seine Zweige auf jedem Millimeter.

Im Detail liegt das Wunder.


Nach langer Zeit, wie es mir vorkommt stehen wir wieder vor dem Eingang und sehen uns noch einmal um.

Mehr als zwanzig Zentimeter Schnee bedecken den Innenhof, welchen wohl noch niemand erforschte.

 

Dies ist kein Schnee mehr. Schon vereist ist er nämlich, zeitweise an gewissen Stellen so sehr, dass es sich anfühlt, als würde man auf dem Boden laufen.

Und doch bricht man ab und zu ein, da andere Stellen nicht so verhärtet sind.

Ein Spiel machen wir daraus. Unser Gewicht müssen wir verlagern, um weiterzukommen.

Und aprupt bleiben wir stehen.

Sind fasziniert von dem Anblick, welcher sich uns bietet. Doch dieser Moment hält nur recht kurz.

Denn gleichzeitig rennen wir los, vor Freude strahlend, lachend.

Unbegreiflich. Eine riesige Eisfläche liegt vor uns, daneben noch eine kleinere.

Und sehr lange sind wir nicht zu bremsen.

Mit Anlauf also geht es auf das Eis. Wir fallen uns lachen in die Arme.

Fassen uns an den Händen.

Drehen uns im Kreis und halten und gegenseitig von einem Sturz ab.

Ich genieße deine Nähe, lache. Wir hören nicht auf zu scherzen.

Luftgitarre auf dem Eis, meterweit schlitternd. Umarmend stehen wir kurz da, lassen uns kurz darauf wieder los, um noch einmal zu rutschen.

Auf dich zu, von dir weg, auf dich zu komme ich.

Trotz deiner Größe kann ich dich über das Eis ziehen.

Du jedoch schaffst dies nicht. Das findest du gar nicht gut.

Der Trick ist, keinen Halt zu suchen auf dem Eis. Nur dazustehen und den Arm an die Hüfte zu ziehen. Dann wird das. Aber das begreifst du nicht. Ich werde es dir auch nicht sagen!

Es bereitet Freude, dich in solcher Verfassung zu sehen.

„Na Warte!“ Höre ich dich noch rufen und schwebe schon in der Luft.

Du wirbelst mich durch die Luft, läufst weiter.

Meine Beine lege ich um dich. Mag das. Und wir umarmen uns ein weiteres Mal. Nicht loslassen möchte ich dich, es ist alles wunderbar. Ganz großes Kino.

Wie in einem Märchen fühle ich mich. Nur dass du nicht mein Prinz bist.

Doch seltsamerweise bedauer ich dies nicht.

Dieser Abend macht mich glücklich, ich wünschte er würde noch lange andauern.

Begreife, dass diese Momente alle einmalig bleiben werden.

Für immer.

 

Wie ein wunderbarer Traum kommt es mir vor.


Euphorie am Rande des Wahnsinns.

 

 

 


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25. März 2012 7 25 /03 /März /2012 05:23

Ich wusste, dass etwas fehlt, und doch nicht, was.

Höhen und Tiefen, bergauf und bergab die ganze Zeit.

Schwanken zwischen aufgeben und Kraft schöpfen.

Bin noch hier, und frage mich, was mich just in diesem Moment hier gehalten hat.

Frage mich das zur Zeit sehr oft.

Um herauszufinden, was mir fehlt.

Denn was man hat, misst man in der Regel nicht.

War es doch sicherlich weniger das Schicksal, welches ich herausgefordert, als vielmehr mein Unterbewusstsein, dass mir sagte, wie das Schicksal entscheiden würde.

Wusste ich doch ganz genau, welches Ergebnis dieses Spielchen haben würde.

Was also hat mich hier gehalten?

Natürlich meine Familie, einige meiner wahren Freundschaften.

Die Hoffnung, es würde besser werden, die Hoffnung der Schmerz über den Verlust würde sich irgendwann mindern.

Die Hoffnung, alles würde sich irgendwann zum Guten werden.

Die Hoffnung, meine Liebsten würden lernen, irgendwann damit umgehen zu können und die Hoffnung, ich könne dabei helfen.

Vielmehr jedoch war es wahrscheinlich diese unabdingbare Liebe und die Hoffnung, welche mich nie verließ.

Die Hoffnung, lieben zu dürfen und die Hoffnung, irgendwann wiedergeliebt zu werden.

Ich weiß es immernoch nicht und bin ratlos.

Ratlos und rastlos, Gedanken vernebeln meinen Verstand zu jeder Tageszeit, sie kommen ganz plötzlich und in Momenten, in denen ich nicht damit rechne und wo es gänzlich unpassend ist.

 

Auch Neugier hat eine sehr große Rolle gespielt.

Ich bin viel zu neugierig, als dass ich einfach aufgeben könnte.

Was hält das Leben bereit, was wird noch geschehen?

Was wiederum wird nicht geschehen, wohin wird mein Weg mich führen?

Die Frage, inwiefern ich meinen Weg beeinflussen kann.

 

Doch vor allem war es wahrscheinlich Liebe.

Nicht nur die Liebe zu meiner Familie. Auch diese unendliche Liebe zu dem Menschen, welchem ich schon vor langer Zeit mein Herz geschenkt, ohne dass dieser Mensch davon wüsste.

Beziehungsweise es wahrscheinlich nicht sehen mag, denn eigentlich ist es so unglaulich offensichtlich.

Doch wäre es viel zu kompliziert und jetzt ist doch alles so schön einfach.

 

Es geht mir gut, sogar sehr gut.

Ich weiß jedoch nicht, was fehlt.

Suche in allem, was ich tue einen Sinn.

Sehe ich keinen Sinn und keinen Hintergrund, lasse ich es einfach, ohne Lust, ein Risiko einzugehen.

Ohne Lust, diesen Moment einfach zu leben.

Alles was ich tue, muss für mich eine Bedeutung haben, um diesen kleinen leeren Fleck zu füllen.

Ich weiß, es ist keine große Sache.

Ich weiß, es ist nichts unmögliches.

Rätselraten, der Versuch mich zu finden.

Ich hatte mich gefunden, aber ein Stück weit wieder verloren. Anders kann man dies wohl nicht erklären.

 

Und dann geh ich hinaus.

Warme Luft, der Sommer kommt wohl.

Laufe ein wenig herum, es zieht mich zu einem Spielplatz und ich lasse es um mich geschehen.

Allein mit mir selbst, allein in der Vergangenheit. Allein in der nie währenden Zukunft, welche ich mir heranziehe wie das Herrchen den Hund, nur mit sehr viel Gewalt.

Blicke nach oben, sehe da ein paar Sterne und das Schaukeln wirkt aufwühlend und beruhigend zugleich.

Und zwischen all dem Gedankenwirrwar habe ich erkannt, was mir fehlt.

 

Kraft.

Kraft, mich damit auseinanderzusetzen, die Kraft es einfach geschehen zu lassen.

Die Kraft, zu weinen, die Kraft über ihn nachzudenken.

Zu schmerzhaft die Erinnerungen, die daherkommen.

Zu schmerzhaft der Gedanke, ob ich nicht doch hätte etwas tun können.

Zu schmerzhaft der Gedanke, dass er nie wiederkehren wird.

Alles ist für mich nur ein Traum, wirkt noch nach fast einem Jahr so unreal.

Und in kurzen Momenten, in denen ich mich in der Realität finde, eine unglaubliche Liebe, die ich empfinde.

Und da es mich sofort zerreißt, wisch ich die Gedanken schnell weg.

Ich stand zwischen zweierlei:

Der Liebe, die mich von hier fortzog, und jene, welche mich wahrscheinlich hier gehalten hat.

Ich widme mich der, welche noch bei mir ist.

Wenn auch eher weniger als mehr.

 

Diese ist zu ertragen, mit dieser weiß ich umzugehen.

Dieser Mensch lebt.

Meine andere Liebe, meine Liebe zu ihm jedoch basiert auf der Vergangenheit.

Wird nie wiederkehren, wird nie wieder real.

Ist Unsinn, will ich vergessen.

Will vergessen.

Unsinn!

 

 


 

 

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22. März 2012 4 22 /03 /März /2012 23:19

Und dann regst du dich auf, dass die anderen sich aufregen – über Kleinigkeiten, über Lappalien, über ihre ach so schrecklichen Problemchen – über NICHTS!

Und dann denkst du: „Fickt euch!“, kriegst Wutanfälle, schreist und kotzt in die Ecke.

Und denkst dir: „Was regen die sich überhaupt auf? Du musst zum Ordnungsamt? Du hast kein Bock, dich bei Netto an der langen Schlange anzustellen? Regst dich über den Blitzer auf, der dich beim –beirotüberdieAmpelfahren- erwischt hat?....“

Und du hast so Bock, mit einem Maschinengewehr alles niederzumetzeln.

Alle abschlachten!

Ich habe nicht wenig Lust, aus euch und eurem Gejammer Ragout zu machen, euch durch die Hexelmaschine schieben und das Gericht die Klospülung runterzuspülen.

Ich werd verrückt, sagst du?

Das Problem ist – ich beginne nüchtern zu werden.

Beginne, euch zu sehen, wie ihr seid.

Nichts als ein Haufen nie zufriedenzustellender, jammernder, Aufmerksamkeitslechzender und dämlicher Menschen.

Warum ihr das Recht habt zu leben, frage ich mich, wo ihr doch das Leben nicht einmal anseht, wenn ihr alles um euch herum beschimpft und beschmutzt!

Nur eine handvoll vernunftbegabter Wesen gibt es noch, die zu schätzen wissen, was das Leben so bereithält.

Sonst nur Kotzemenschen!

Wo man auch hinblickt.

Und die kleinen Menschen werden von den großen Kotzemenschen so lange bespuckt und ihnen Scheiße ins Gehirn gepflanzt, bis sie selber zu eben diesen werden.

Generationsübergreifendes Desaster – das kann man nun nicht einmal mehr sagen – die Gesellschaft hat die Generationen hingerafft.

Mittlerweile benehmen sich viele Erwachsene wie ein 15-jähriger, pupertierender, pickliger Teenager. Oder wie ein 16-jähriges Mädchen, das noch in dem Glauben ist, sich vor Jungens hervortun zu müssen, herumzutackeln und ihre Schönheit mit 5 Zentern Schminke zu „betonen“.

Die immerzu shoppen gehen, um ja zu jedem Anlass neue Kleidung tragen zu können, um jeden Tag ein anderes heißes Top tragen zu können, wo die Nippel durchscheinen oder die Titten in die rechte Form gedrückt werden, mit Push-Up BH drunter, da das ja wichtig ist!

Und dann mit Konfektionsgröße 36 in die Clubs, „feiern gehen“…

Unter mittlerweile nunmehr kargem Prozess ihrer Kinder, die eigentlich schon aufgegeben haben, das Verhalten ihrer aufgebitchen Muttischlampe, die sich an den gleichaltrigen Kumpel rancaipiranhat, zu verstehen und zu akzeptieren.

Nehmen es halt einfach hin, was sollen sie sonst anderes tun, hassen sie dafür und wollen das später anders machen. Werden aber wahrscheinlich genauso, wenn nicht sogar schlimmer.

Machen ihrem Unmut via Facebook Luft:

1: „Ich fass es nicht!!! Einfach nur peinlich!!!“

2: „wasn lozz süzze????“

1: „Mein Leben ist DER HORRORFILM schlechthin!!“

2: „och süzze… : ( : ( kopf hoch!! :‘(  ! liebU :*“

3: „was denn nur los? Kann man dir irgendwie helfen..?“

4: „Wenn ihr ihr wirklich helfen wollt, schenkt ihr ne .44 Magnum. Ich wäre an ihrer Stelle dankbar für das Geschenk. Wenn mein Vater die Ische abschleppt, die ich mir angeln wollte, würd ich mir auch die Kugel geben…“

1: „DANKE DU ARSCH! Musst du das aller Welt erzählen……???“

5: „haha! Lol! Rofl! Wtf…. :D:D:D“

6: „zu geil….^^“

7: „…Yvonne? ..wusste gar nicht, dass du mich so magst.. naja… das wird wohl jetzt nix mehr oder? … :/ „

2: „…ouhhh liebezzz… tut mir so leid… : ( : ( @4: WAZ SOLL SIE JEZZ MIT NEM EIS?? HöR AUF SIE ZU VERARSCHEN!!! @Yvonne: loveUsoo..oo match!“

 

Schon scheiße, in FB sein Leben zu bejammern und dann zu heulen, dass jemand drauf eingeht, einsteigt, wie auch immer…..

Dummheit, wo man nur hinblickt.

Ganz traurig finde ich die sogenannte Seite „Facebook- Fail des Tages“.

An sich gut, um die eigene Blödheit zu vergessen und sich an der anderer Leute aufzugeilen.

Allerdings auch nur wieder ein Beweis, wie bekloppt die Menschheit doch ist.

An jene Seite können Posts und Kommentare anderer geschickt werden, die dann veröffentlicht werden, damit alle darüber lachen können.

Dort gibt es manchmal sogenannte Fakes – also gestellte, gefälschte, „gepimpte„ Posts, um alles noch komischer erscheinen zu lassen und die Besucherzahlen ins unermessliche zu steigern.

Da frage ich mich – wozu diese Fakes, wenn es doch genügend dämlicher Leute gibt. Die eingesendeten Sachen sind also im Auge des Erstellers nicht dämlich genug, man muss noch eins draufsetzen!

Für mich ein Armutszeugnis.

Eine Schlagzeile wäre doch dann eher, stünde da eines Tages:

Kein Facebook-Fail des Tages – heute mal keine Kommentare blöder Menschen eingeschickt, die sich lohnen zu veröffentlichen…

Auch viele Blogs strotzen meiner Meinung nach nur so vor Blödheit, die immer mehr um sich greift.

Tausende von Blogs irgendwelcher weltblinder Kiddies, Teenies, Frauen und Schwuler über „Lifestyle&Beauty“, „Moder uns Schminke“ oder richtige „Schuhblogs“ besetzen die Hitklicklisten.

Dies alles scheint mir so unbegreiflich, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder heulen soll.

Ich entscheide mich fürs kotzen!

 

Heute habe ich mir eine Reportage angeschaut über eine Organisation, welche den Inhalt hat, meistgesuchten Verbrecher Joseph Kony aufzuspüren, der u.a. in Uganda Kinder entführt, Ihnen eine Knarre in die Hand drückt und sie zwingt, ihre Eltern zu ermorden.

Auch ich bin mittlerweile Facebook-Opfer, so ists leider.

Habe das Video zu Kony 2012 gepostet und siehe da – daraufhin keine Kommentare, Likes, Shares…

Da fragt man sich doch ehrlich! Die meisten werden es sich wohl gar nicht angeschaut haben.

Habe danach geguggt, was noch so gepostet wurde und war entsetzt, was den Menschen so wichtig erscheint.

Im Gesamten habe ich eh schon länger festgestellt, dass eigentlich nur Geheule, sinnloser Mist oder „Mann vs. Frau-Bilder“ reingeklatcht werden.

Intellektueller Anspruch = 0.

Würde ich in diesem Bezug meine „Freundschaftsliste“ radikal bearbeiten und nur die drin lassen, die auch mal sinnvolle Sachen in die Welt hinaustragen, so blieben tatsächlich nur 5/100 übrig.

Momentan schmeiße ich wenigstens schon grad diejenigen radikal raus, wie nur am jammern & sich beschweren sind.

Irgendwie stellt mich das zufrieden, verpasst mir ein Lächeln.

In meinen Gedanken spiele ich wieder mit meinem Maschinengewehr, irgendwie muss das sein.

 

Gehe in die Küche, zünd mir ne Kippe an, wärm meinen Kaffee in der Mikrowelle auf, schalt das Radio ein und setz mich hin, um in Ruh zu rauchen.

Einer meiner Mitbewohner hat wieder Sputnik oder Energy oder irgendsone Scheiße eingestellt.

Erkenne ich sofort an dem Gedöhns, was mir da entgegenschallt.

Schüttel den Kopf und nehme es hin, da grad zu faul aufzustehen.

Einzig ein Programm ist eingespeichert – MDR Figaro..

Da nur ich weiß, wie das geht.

Wenn da so Opern kommen, mache ich aus, lünger als eine Stunde halte ich auch klassische Musik nicht aus, einfach nicht mein Geschmack.

Bringen da aber oft so Künstler, die keine Sau kennt, welche aber mächtig gut sind.

Auch die Themenabende schaffen es oft, zu fesseln.

Beim Rest, der nicht interessiert, wird einfach abgeschaltet.

In der Regel aber bringt der Sender sogar Freude.

Doch ein Mitbewohner von mir hat sich mal wieder die Mühe gemacht, nach Gedöhns-Frequenz zu suchen…

Sinnloses Gelaber, „Guten Moooorgen, es ist 8 – raus aus den Federn mit Mr. Cool und seinen Radioischen!“…

Als ob jeder Mensch in ganz Deutschland um 8 aufstehen würde.. Die ham doch alle einen an der Waffel, denk ich mir – und nehme es hin.

Dummes Gelache irgendeines Mädels mit quietschender Stimme aus unerfindlichem Grund.

Ich wundere mich.

„Bekenntnisse“ von „Hörern“ des Senders, dass dieser der Beste sei, immer die neusten Hits bringe (davon gibt es ja auch bekanntlich in Dtl. Nur 30 im Jahr) und dass sie ihn sooo lieben, nicht wüssten wie sie ohne aus dem Bett kommen sollten, geschweige denn leben!

Werbung für Deo, Kinofilme, Klofix, Autoreparatur….

4 Lieder, zwischendurch wieder Gelaber.

Kinowerbung.

Anspielen von drei Liedern, die da doch NIE zu hören sind,  trotzdem hegt man leichte Hoffnung, es möge einmal etwas Vernünftiges gespielt werden.

Anpreisen des Senders, wie toll er sei.

Nennen der nächste paar Lieder, die gespielt werden.

Weeerbung!!!!

4,5 Lieder..

PROMINEWS!

Rihanna hat pinke Schuhe zu lilanem Kleid getragen, die hat wohl die Farbblindheit gepackt,     sollte zu Modeberatung gehen. Schäm dich, Rihanna! Fatal!

Speckfalte bei Daniele Katzenberger entdeckt! MUSS SOFORT DIÄT BEGINNEN!

Es reicht mir – ich drücke am Radio die „1“ und ein Lächeln huscht mir übers Gesicht.

Viel Spaß beim erneuten Sendersuchen!

 

 

 

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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 02:33

Gründe, im Erdgeschoss zu wohnen


Viele Leute mögen ja gar nicht ins Erdgeschoss ziehen.

Beim besten Willen kann ich nicht verstehen, warum.

Viele prägende Erinnerungen an meine jetzige Wohnung werden mich wohl noch jahrelang begleiten!

So prägend, dass ich nun krampfhaft nach einer Erdgeschosswohnung gesucht habe, um solch Ereignisse nicht missen zu müssen!

 

Zum einen wäre da die Bahn, die am Fenster vorbeisaust.

Dies ist äußerst praktisch in schlaflosen Nächten. So kann man anstatt der Schafe die vorbeiratternden Bahnen zählen!

Zudem weiß man: Umso seltener die Bahn fährt, desto später ist es!

Und um so lauter sie vorbeiprescht, umso sicherer kann man sich sein, dass es weit nach 0 Uhr ist, da die Bahn so nicht mehr an allen Haltestellen hält und somit an einer Geschwindigkeit gewinnt, die man sich als Nicht-Erdgeschoss-Bewohner nicht mal zu träumen wagt.

Mit der Schnelligkeit der Bahn steigt natürlich auch automatisch das Erbeben der Erde, somit also hat man nach vielen vielen Jahren wieder eine „Wiege“ als Bett, was demnach Kindheitserinnerungen wieder aufleben lässt..

 

Zum anderen erfreut man sich daran, die Paketannahmestelle des Hauses zu sein.

So sieht man wenigstens einmal alle Gesichter, wo man doch sonst nie einen Menschen im Hause hört, geschweige denn sieht.

Niemals wieder alleine sein!

Außerdem ist es doch wunderschön, das strahlende Gesicht des Paketmenschen zu sehen, der sich freut, dass er nicht in den dritten Stock rennen muss!

Noch schöner wird es dann, wenn er immer gleich bei dir klingelt und den eigentlichen Adressaten gar nimmer versucht, zu erreichen.

Schließlich bist du froh, wenn du der Menschheit etwas Gutes tun kannst!

 

Lautstarke Gespräche vor deinem Fenster versüßen dir oft den Tag oder Abend.

Umso betrunkener oder älter die Leute, desto lauter werden die Unterhaltungen und du bist froh, endlich mal ein wenig Abwechslung zu haben.

Dass du so gar nicht mehr verstehst, was da im Film geredet wird, ist nicht weiter tragisch.

Schließlich ist es doch viel interessanter zu hören, dass eine Angelika, beste Freundin von der Freundin des Mädchens, dass da daraußen herumsteht, den Freund der Inge – die Schwester vom Udo – verführt hat!

Was braucht Mensch noch mehr?

Achja – vielleicht ein Gespräch über den trockenen Kuchen der Frau A., die letztes Wochenende zum Tee lud und definitiv den Kuchen sieben Minuten zu lange im Backofen ließ!

DANN ist Mensch glücklich!

 

Wenn man mal vergisst, die Rollos herunterzumachen und einen Gast hat, also morgens nackend aus dem Bett aufsteht, sieht man am Blicke der vorbeigehenden Leute, ob man sich mal wieder auf Diät setzen sollte.

 

Mülltonnen direkt vor dem Fenster gestatten zudem das unauffällige inspizieren der Hausbewohner Lebensstil!

Direkt durch das Fenster kannst du in den Mülltonnen schauen, was denn da so weggeschmissen wird und dir noch brauchbare Sachen herausfischen!
Was ein Luxus!
Der unschöne Geruch dabei ist nicht weiter schlimm, Mensch kann sich doch an alles gewöhnen!

Viel zu schön ist es, diese Möglichkeiten zu haben, da kann man das doch sicher ignorieren!

Weiß gar nicht, wieso sich so manch einer darüber aufregt.
Das Beste an der Mülllagerung vorm Haus ist, dass wenn da einer auf der anderen Straßenseite daherläuft, der dir gar zuwider ist, du dir schnell die Biotonne aufklappst, dich freust dass es so bitter riecht, deine Hand hineinreckst und den Besagten mit einer Fuhre bewirfst!

Welch Segen!

 

Man vergisst auch nie wegen der Einbrecher, die Fenster zu schließen, so umgeht man das Problem der einziehenden kalten Luft im Winter, wenn man lüftet.

 

Der Keller verschafft immer wieder positive Gedanken, da man oft frierend dasitzt und sich da so denkt: „Wenigstens habe ich Kost und ein Dach überm Kopf und muss nicht wie andere im Regen herumrennen, da keine Heimat“

Das blau anlaufen an den Zehen und der Nasenspitze wird dann ungemein gerne hingenommen und Mensch lernt, dankbar zu sein, dass wenigstens noch keine Eiszapfen an der Nase oder den Ohren wachsen.

Die immensen Heizkosten sind auch unsagbar toll!

So lernt man wenigstens, nichts zu Essen und nimmt gut ab, da man das Geld für die Nachzahlung benötigt!

 

Erdgeschosswohnungen sind fabelhaft!

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:28


 

Meine Mitbewohner und ich stellten letztens fest:

Komisch ist das WG-Leben schon.

Zumal es  oftmals auch von allein vor sich hinlebt.

Zum einen tauchen da ständig so Sachen auf, die keiner zu identifizieren weiß.

Ein Rucksack ohne Herrschaft bereiste bei uns bereits tagelang Zimmer um Zimmer, da jeder von uns glaubte, er gehöre dem Zimmernachbarn.

Bis uns dann eines Tages das Schicksal mal wieder gemeinsam an den Küchentisch setzte und wir feststellten, dass dieser niemandem von uns gehört.

Ein bei uns vom vor Freude strahlenden Postboten für Frau Stolz abgegebenes Päckchen wurde dann nach wochenlangem Warten in unserem sanft beleuchtetem Flure von uns aufgerissen und der Süßigkeiten entleert, da Frau Stolz nicht existierte.

Ein kleiner Ankeranhänger und zwei traurige zerschlissene, alte Jacken zieren mittlerweile unseren Fundus, welcher stetig anwächst.

Erst vor kurzem fanden sich dann in unserem Briefkasten an die 30 kleine, quadratische Zettelchen der ganz besonderen Art:

Im Fünferpack aufgeteilt und mit Gummis auf absolut verwirrender Weise zusammengeknüpft enthielten sie hunderte von Lebensdaten nicht nennenswerter Personen, die irgendwann einmal gelebt haben und mittlerweile das zeitliche gesegnet haben.

Außerdem fand ich Geburtsdaten älterer Menschen, die mindestens die 70er-Grenze überschritten haben.

Psalme und Verse zierten den einen oder anderen Zettel, Bibelstellten wurden zitiert.

Ab dem Zeitpunkt ließ dies nur einen Schluss zu:

Ich war mir sicher, das war das selbst kreierte Notizbuch des Sensenmanns!

Dass dieses mitnichten die Form eines Buches hatte, sondern so komisch zusammengewürfelt war, bestätigte meine bereits schon lange aufgestellte These:

Auch der Sensenmann war mittlerweile auf dem „Selbstfindungs- und Ich-Will-Individuell-Sein Trip“ hängengeblieben, der mittlerweile um sich greift wie eine Seuche.

Nachdem ich allerdings das vierte Päckchen entknotet hatte und mir zu Gemüte führte, fand sich da die komplette Abschrift einer Ankündigung der jährlichen Wasserablesung!

Allerdings für eine Straße, deren Name mir doch unglaublich bekannt vorkam!

Nach langem Kramen in meinem Gedächtnis stellte ich fest:

In der dort aufgeführten „Kreuzstraße“, welche ich vehement aus meinem Gedächtnis gestrichen hatte, wohnte ich selber mal, bis ich im Oktober letzten Jahres schreiend das Weite suchte.

Ich las entsetzt nochmals die Anschrift:

Da stand doch tatsächlich die Kreuzstraße 44! (ich wohnte gegenüber - in der 41!!!)

Nun bestätigte sich mein Entschluss von dort wegzuziehen wieder einmal. Ich war unglaublich erleichtert. Denn sollte der Fall eintreten, dass der Sensenmann Amok läuft, da seine Wasserabrechnung unendliche Ausmaße annimmt, war ich wenigstens nicht in der Nähe.

Ein zufriedenes Lächeln schmückte dann mein Gesicht, als ich daran dachte, dass mein Vater noch im Nebenhaus wohnt!

 

Zum anderen haben wir neuerdings, nachdem erneut Grüße aus Friedrichshafen den Weg zu uns fanden, die Existenz einer imaginären neuen Mitbewohnerin festgestellt: Sophie!

Sophie hat noch keiner von uns sich vorzustellen getraut, denn würde sie eines Tages aus unserem Schrank springen, bekämen wir vielleicht einen ungeheuren Schreck, da sie der Vorstellung nicht entspräche.

Immer wieder bekam Sophie Post.

Letztens allerdings dann langte es mir, als dann doch tatsächlich der jedem bekannte Brief von der GEZ eintrudelte.

Bisher hatte ich Sophie akzeptiert und sogar mit offenem Herzen aufgenommen.

Nun allerdings beschloss ich, sie hinauszuwerfen.

Wenn schon die GEZ an imaginäre Mitbewohner schreibt, hört der Spaß langsam auf.

Ich also nahm mir ein Stift und einen Zettel und schreib da so ein Blatt, welches ich im Netto aufhängte:

 

Sophie sucht neue Bleibe.

 

Aufgrund persönlicher Umstände haben wir imaginäre Mitbewohnerin und Freundin abzugeben.

Bei Interesse bitte bei der unten genannten Telefonnummer anrufen, für Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung.

 

Da kam da ein kleines Mädchen daher, welches uns anrief und fragte, ob Sophie noch zu haben sei.

Ich weiß ja, man soll arglose Kinder nicht in die Pfanne hauen - aber mit der GEZ ist nunmal nicht zu spaßen.

Soll die kleine Annelise sich jetzt mit ihr herumschlagen!

 

 


 

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:08

 

Für meinen Schreibtisch habe ich lange gespart, da war ich vielleicht 12.

Geld hat trotzdem nicht gereicht, worauf hin mir meine Eltern die Hälfte bezahlten.

Früher hatte ich mal einen Schlüssel für die Fächer, der ist jetzt weg. Warum, weiß ich nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass es ein Drama war- für mich.

Denn ich hatte viele Geheimnisse, die es zu verstecken galt.

Ist ein alter Schreibtisch, hat schon viele Jahre auf dem Buckel.

Und groß ist er, wunderbar. Konnte ich immer meine Hausaufgaben super drauf machen.

Ach ja, ich glaub der Schlüssel zerbarst irgendwann.

Gab nur noch einen, war ja schon so alt der Tisch, waren bestimmt schon mal einer oder zwei dem Vorbesitzer verloren gegangen.

Schön ist er, dunkelbraun. Ich mag dieses zusammengequetsche helle DDR-Holz nicht, es wirkt so kalt und chemisch.

So sah mein vorheriger aus.

Deswegen habe ich gespart.

Riesige Fächer hat er, links und rechts ein großes. Links unterteilt in 3, rechts unterteilt in 2.

In der Mitte das kriegt man ohne Schlüssel nicht auf, es sei denn, man drückt den Boden des Faches hoch und zieht es nach vorne. Denn es hat keinen Knauf, nur ein Schloss.

Ich weiß noch, der Schlüssel hatte nicht in das mittlere Schloss gepasst. Oder doch? Bild ich mir das ein? Ich weiß nicht so recht…

Wie ein krass gestreiftes Zebra in den falschen Farben ist des Schreibtisches Musterung.

Überall Unebenheiten. Und Kratzer. Und Dellen, Brandflecken, abgeplatzte Holzstellen.

Er hat bestimmt schon viel  erlebt, mehr als ich.

Hausaufgaben wurden auf ihm gemacht, Briefe geschrieben. Geschäftlich oder privat.

Liebesbriefe. Vielleicht eine Kündigung?

Vielleicht eine Drohung oder Bittstellung.

Wenn er reden könnte, hätte er bestimmt viele interessante und auch weniger interessante Sachen zu erzählen.

Welche Bücher schon auf ihm lagen, welche Stifte verwendet wurden und „in“ waren (Zu meiner Schulzeit waren es Fineliner).

Welche Musik er gehört hat.

Momentan hört er „Jack Savarotti“. Eher ruhige, melancholische Musik.

Weiß nicht, ob ihm das gefällt. Vielleicht mag er auch Elektro, Klassik oder Gothmetal.

Wüsst ich gerne.

Kann ihn aber nicht fragen, nur hoffen, er mag meine Musik. Denn er wird noch sehr lange bei mir bleiben.

Solange ich mir ein Zimmer mit mindestens 16 m² leisten kann.

Streitereien mit meinen Eltern hat er auch schon miterlebt. Wenn ich mich mit meiner Mutter stritt, hätte er vielleicht mit dem Kopf geschüttelt. Schade, dass er das nicht kann. Ich war manchmal sehr gemein, vielleicht hätte er mich zur Besinnung bringen können?

Oder mich motivieren in schweren Momenten.

Oder mich ausschelten, oder mir seine Gedanken mitteilen.

Zuhören kann er super, mein Schreibtisch. Ob er lesen kann, was ich gerade über ihn schreibe? Also es wohl eher spüren, denn er hat ja keine Augen.

Naja, ne Haut hat er ja auch nicht, auch kein Herz.

Ist ja doch nur ein oller alter Schreibtisch.

Aber ein schöner, mit viel Platz innendrin…

 

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19. März 2012 1 19 /03 /März /2012 23:04

 

Hängen geblieben

 

Ich bin hängen geblieben.

Schon wieder.

Das passiert mir in letzter Zeit häufiger.

 

Eigentlich wollte ich mir einen Kaffee machen.

Dann hänge ich in meinen Gedanken fest, wie ne zerkratzte CD.

Es rattert und man kommt von diesem einem Gedanken nicht los, welcher es auch sei. Starrt ins Leere. Und irgendwann versagt sogar dieser Gedanke und man ist besinnungslos, anwesend aber besinnungslos.

Bis zur Besinnungslosigkeit gedacht, so geht es mir oft. Die Zeit vergeht, man weiß nicht wie spät es vor dem Ausfall war und hat auch kein Interesse daran, es zu wissen.

Eine Ewigkeit sitze ich dann so und hänge rum.

Auf meinem Stuhl, die Arme baumeln wie die eines Affen. Trotz dass ich eine Leere in mir spüre, fühle ich wiederum doch nichts. Ein seltsamer Zustand, nicht zu beschreiben.

So könnte ich ewig sitzen, bis ich nach hundert Mal die Augen wieder aufschlagen plötzlich wieder in der Realität bin.

Eigentlich war ich es ja die ganze Zeit, aber egal.

Ist sowieso egal. Man ist ja eh leer.

Zeit ist weg, das macht aber auch nichts. Ich hätte diese –vielleicht eine Stunde?- lesen können. Schreiben, mein Instrument erklingen lassen, laufen…

Nehme ich so wahr und wirkt auf mich trotzdem irrelevant. Unwahr.

Was solls. Was wollte ich nochmal vorhin?

Achja.

Kaffee.

 

Und ich stehe auf und will mir einen Instant Kaffee machen.

 

 

Ich bin hängen geblieben.

Schon wieder.

Das passiert mir in letzter Zeit häufiger.

 

Eigentlich wollte ich mir einen Kaffee machen.

Dann hänge ich in meinen Gedanken fest, wie ne zerkratzte CD.

 

Macht nix.

 

 


 

 

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welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


DSC00051.JPG