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23. Februar 2012 4 23 /02 /Februar /2012 22:20
 23.02.2012

 

Der Februar der Februar.

Alles steht Kopf.

Alles in Bewegung, nie Ruhe. Vorwärts! Vorwärts!

Schläge ins Gesicht, dann wieder durch sanftes Massieren der Seele das Herz so in Verwirrung gebracht, dass es nicht weiß, ob es stillstehen oder springen soll. Denn es geht bergauf.

Es macht man so und man so.

Hie schweigt es still, verkriecht sich, da es nicht weiß, wohin mit sich.

Da wiederum beginnt es zu rennen und zu schlagen, dass es sich anfühlte, als hätte man tausende von Nadeln in der Brust.

 

Alles verändert, durch eine erzählte Sache.

Eine erzählte Sache, die mich zurückwarf und mich zweifeln ließ. An allem.

Vor allem an meinem Bauchgefühlt.

Kopfstand der Welt, durch eine erzählte Sache.

 

Dann aber – denn man ist ja nun erwachsen geworden – Reden.

Reden, erläutern, Ungläubigkeit und betretenes Schweigen. Zigarette.

Erzählte Sache gibt es so nicht.

War dann doch alles vor Umsonst. Die Aufregung. Der Kopfstress. Viel zu viel mit einmal auf einmal.

Viel zu viel, Zerstören des Vertrauens.

 

Und wieder steht die Welt Kopf.

Falsch herum stand sie und steht jetzt wieder falsch herum.

Steht sie dann also richtig herum?

 

Kann nicht sein.

Was ist das für eine Logik, in der ein Fehler gar kein Fehler war und dann doch alles seine Ordnung hat und aber wieder auch nicht.

Kopfschütteln meinerseits.

Verwirrung. Und doch so viel Klarheit wie schon lange nicht mehr. Beides zugleich. Vernetzt. Vernetzt. Fäden überall die so herumhängen und mich teilweise durchblicken lassen. mir teilweise die Sicht versperren. Netze. 

 

Fragestunde.

Was ist die Wahrheit?

Ist die Wahrheit, was ein Mensch sagt oder tut?

Liegt die Wahrheit im Gedanken?
Ein Mensch kann anders Reden und Tun, als er denkt. Was dann aber ist die Wahrheit derer beiden Dinge?

Spott und Verhöhnung – Mal angenommen gesagt. Denken aber tut man etwas anderes.

So kann man ja doch nicht sagen, das Gedachte sei die Wahrheit.

Denn spricht man so Schimpfsachen aus, so ist dies nicht ungesagt.

 

Was ist die Wahrheit?

Wem kann man glauben?

Wem schenkt man sein Vertrauen?

Was ist gesagt, was nicht. Was sind Worte? Was sagen sie?

 

Abwägen.

Wie mit einer Waage die einzelnen Geschehnisse auf die eine oder andere Seite legen.

Unklarheit ist eigentlich nicht unklar.

Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl. Wieder.

Hätte ich auch damals tun sollen.

War das doch alles so unbegreiflich. Ein Mensch, der immerzu brutal ehrlich, soll auf einmal das Gegenteil sein?

Auf einen Tag?

Weiß für mich dann doch, was mir gut tut und was nicht.

Weiß für mich mein Glück zu finden und das Unglück zu entfernen.

Ich entscheide mich hiermit für mein Glück.

Denn es geht mir gut dabei.

Zu gut.

 

Zigarette.

 

 


 

 

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21. Februar 2012 2 21 /02 /Februar /2012 18:21
 21.02.2012



 

Und ich stehe vor deinem Grab und kotze!

Dabei weiß ich gar nicht wer du warst. Oder vielmehr – was du warst.

Sollte ich dich beschreiben, könnte ich es gar nicht verwörtlichen.

 

Und jetzt stehe ich hier, kotze, und kann gar nimmer aufhören. Und freue mich darüber, endlich meinem Unmut Luft machen zu können.

 

Ich kenne ihre Zeilen, kenne sie, als seien es meine eigenen.

Weiß, was du mit ihr getan, weiß, welche Narben sie durch dich trägt.

 

Kannte dich von früher da, als wir noch alle jünger waren. Schienst ganz nett, ein wenig verrückt vielleicht, aber doch ganz nett.

Akzeptabel warst du da in meinen Augen. Bis ich ihre Zeilen zu Gesicht bekam.

Und mein Gesicht veränderte sich. Bekam einen grauen Schimmer, der nie mehr weggehen sollte. Begriff ich doch just in diesem Moment, was leben bedeutet und was es bedeutet, entlebt zu werden.

Durch dich.

 

Irgendwann dann – da war es mir genug. Jeden Abend stankst du immens – nach „ich komm nich mit meim Leben klar“. Und als ich kurz davor war, auch zu stinken, hielt ich mich denn von dir fern. Brach den Kontakt ab und beschloss, ein Leben weit weg deines Gestankes zu führen.

Und so schob ich ihre Zeilen in den entferntesten Winkel meines Kopfes, drehte mich um und ging hinfort.

 

Dein Gestank aber holte mich immer wieder ein. An so manchen Abenden erinnerte ich mich daran und ekelte mich aufs Neue. Zum Glück wurden diese Erlebnisse immer seltener.
Wüsste nicht, wie ich sonst wieder hätte ruhig leben können.

 

So verging dann Jahr um Jahr.
Ich hatte gelernt, achtsam zu sein.

Stellte dann fest, dass ich zu achtsam war. Vertrauen unmöglich. Nicht mal meinen besten Freunden vertraute ich. Arbeitete an mir, veränderte  mich Tag für Tag. Drehte mich mit dem Winde, folgte kleinen Lüftchen, lernte wieder, mit dem Sturm zu tanzen und zu singen, wann immer es mir möglich war.

Lernte, die Sonne zu genießen, wobei sie mir zuvor immer lästig war, da alle Welt dann glücklich schien.

War sogar irgendwann fähig, einfach mal nichts zu tun.

Dazuliegen, so ganz ohne alles.  Ohne Buch. Ohne Musik. Es gelang mir sogar manchmal, nicht einmal nachzudenken und einfach die Welt Welt sein zu lassen.

 

Bis eines Tages du vor mir standest.

Ein Abend in der Heimat, nichts zu tun gewesen. Leipzig lag ruhig.

Zu ruhig, wie ich hätte bemerken sollen.

Denn schon immer war es so. Wenn diese besondre Art der Ruhe die Welt und so auch mich erfüllte, kam von irgendwo daher eine Welle auf mich zu. Irgendetwas, das versuchte, mich hinfort zu reißen und zu ertränken.

Und siehe da!

Die Klingel schrillte.

 

Da hab ich dann die Tür geöffnet, und du standst vor mir.

Mit einem unsicherem Lächeln. Ich dachte mir so kurz bei mir: töten das Vieh!

Ließ es dann aber.

Ich entschloss, dir zuzuhören und zu schauen, was du nun bist.

In mein Haus lassen konnte ich dich, kanntest es ja ohnehin und umziehen würde ich eh bald schon. Dann würdest du nicht mehr wissen, wo ich zu finden wäre.

Hielt die ganze Zeit außerhalb deines Blickwinkels ein Messer bereit.

Auf der Lauer, stets bereit, dich anzugreifen.

Oder wohl eher, mich zu verteidigen.

Solltest du es schaffen, mir das Messer zu entreißen, so lägen dann hier auch genug Flaschen herum, um eben eine von diesen zu greifen und über deinen Kopf zu ziehen, der doch so unfassbar leer ist.

Hast ich selber geleert, durch deinen Gestank.

 

Wie du dann so auf meinem Balkon saßest, stellte ich fest, dass du immer noch das Gleiche ---Nichts- bist, wie früher.

Littest wirklich an einem Herzfehler, das sei damals kein Spiel und Schabernack gewesen, sagtest du voller Verzweiflung.

Und da freute ich mich diebisch, dass ich dich hatte hereingelassen.

Dich so zu sehen entfachte in mir ein Freudenfeuer.

 

Ich hatte nun die Wahl.

Die Wahl zwischen einem Leben weiter ohne dich und – einem Leben, dir bei deiner Selbstzerstörung zuzuschauen und dabei fein in die Hände zu klatschen. Die Möglichkeit, zu beobachten, wie du zugrunde gehst.

Ich war stark geworden, ich konnte deine Anwesenheit – zumindest unter diesen Umständen – recht gut ertragen.

Ich entschloss mich somit für die zweite Option.

 

An diesem Abend schickte ich dich schon nach kurzer Zeit fort, ein Mensch wollte mich besuchen, den ich sehr gerne mochte. Guter Grund, dich wieder rauszuschmeißen, guter Grund.

Nicht mal lügen war notwendig. Sagte dir einfach, ich mochte ihn um einiges lieber und wollte ihn durchaus sehen. Geh bitte!

 

Daraufhin folgten Telefonate. Immer wieder riefst du mich an, erkundigtest dich nach mir.

Und dass es dir so schlecht ging, war immer wieder Punkt der Tagesordnung.

Riesig gefreut habe ich mich da! Mein Herz machte immer einen kleinen Satz, wenn ich hörte, dass dein Leben immer mehr den Bach runtergeht.

Bei folgenden Treffen war ich nie allein, immer war jemand in der Wohnung. Sonst hätte ich dich auch nie hereingelassen.

Hatte ihre Zeilen nicht vergessen.

Wie auch hätte ich sie vergessen können. Niemals werde ich sie vergessen, begleiten werden sie mich immer.

Es folgten wieder und wieder Annäherungsversuche von dir, du hast mich angewidert.

Diese bekannte Angst überkam mich.

Habe mich gefragt, ob ich das richtige tue. Ob ich mich nicht doch einer Gefahr aussetze.

Aber die Genugtuung tat so unfassbar gut, sie überrannte mich. Die Angst überging ich einfach. Ich konnte nicht anders.

 

So sehr gestunken wie früher hast du nicht.

Schon, aber nicht so krass.

Deshalb konnte ich davon ausgehen, du würdest mir nichts tun.

Denn Menschen zu verletzen schafftest du nur, wenn du so sehr gestunken hast, dass du dich selbst nicht mehr begriffen hast.

Ich warf dich schon immer nach kurzer Zeit raus, betrachtete dich immer nur kurz, um mich zu vergewissern, dass du dem Abgrund tatsächlich immer näher rückst.

 

Ich solle mich doch einmal bei dir melden, das waren deine Worte. Hab ich dann nur getan, wenn ich nicht mehr sicher sein konnte, dass du noch lebtest.

Rief dann kurz an, um zu hören, ob du lebst oder vielleicht doch endlich das zeitliche gesegnet hattest.

Lange musste ich warten, sehr lange.

Meine Ungeduld wuchs stetig an.

 

Bis dann eines Tages der Anruf kam.

 

Und jetzt stehe ich hier.

Ich stehe vor deinem Grab und kotze!

Eine besondere Art der Freude erfüllt mich, eine Freude, die mit immenser Erleichterung einhergeht.

 

Irgendwann dann ist mein Magen so leer, dass einfach nichts mehr geht.

Das finde ich schade aber – alles hat ja nunmal ein Ende.

Die Sonne scheint dezent hinter den Bäumen hervor, ein paar Vögelchen singen, ein leises Windchen weht.

 

Sie lebt weiter in einem Käfig, eine gebrochene Seele, die man versucht hat zu flicken. Da das nicht ging, sperrte man sie einfach weg. In der Hoffnung, sie könnte vergessen werden. In der Hoffnung, auch sie möge einfach so dahinsterben, ohne dass einer es bemerke.

 

Doch ich tanze mit dem Windchen davon, nehme mich der Vögel an und singe mit.

Mehr schlecht als recht, da meine Stimme vor Freude zittert und gar nicht weiß, wie sie singen soll, da sie doch so überhaupt keine Kontrolle über sich hat.

Aber ich ignoriere sie und tanze und singe weiter.

 

 

 


 

 

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16. Februar 2012 4 16 /02 /Februar /2012 21:33
 16.02.12

 

 

Du bist da. Jede Zeit meines Lebens begleitest du mich.

Lange konnte ich dich aus meinem Kopf verbannen, lange hat es funktioniert. Doch jetzt habe ich das Gefühl, du hast einen Weg zu mir gefunden.

Mittwoch war dann der Scheißtag. Mittwoch war der Tag, an dem ich das Gefühl hatte, du stündest neben mir, legtest deine Hand auf meine Schulter und …

Und ich wurde ruhig.

Wurde leise und fühlte mich so ruhig, wie schon lange nicht mehr. Saß da vor dem Zimmer und wartete – darauf, was gleich passieren würde.

Mir war alles egal. Nicht auf diese Art von wegen „Ich-hab-keinen-Bock“, eher so auf die Weise - „was passiert, passiert halt“.

Denn du warst ja da.

 

Bisher warst du nur anwesend, weil ich an dich dachte. Mir sagte: Das hätte er gewusst. Dies hätte er mir erklären können. Ich musste schmunzeln, weil ich mich erinnerte, wie du mir zu dem Thema schon einmal etwas erzähltest.

Jetzt ist es ein: „Hallo – da also bist du wieder“ – Gefühl.

In diesem Moment zumindest war es ein „Hallo – da bist du wieder“ Gefühl.

Wie ich dann aber aus dem Zimmer herauskam und erfuhr – Prüfung bestanden – so war ich mitnichten ruhig.

Da wurde aus der Ruhe ein gewaltiger Sturm.

In mir hatte ich das Gefühl, es tobte eine Menge Leute, wütend und aufgehitzt, machten da Krawall, schwenkten so ihre Schilder herum, dass sie meine Magenwand trafen und stampften alle gemeinsam im Takte auf.

Schön war das freilich nicht, doch ich wusste mich nicht gegen zu wehren.

Warum da diese Meute so ein Gezeter veranstaltete, war mir schleierhaft, hatte keinen leisen Schimmer.

Schnell dann ins Klo einsperren, wo zum Glück keiner ist, da ja Semester vorbei ist und nur noch ein paar Prüfungen laufen.

Wusste nur, du stehst hinter mir und schaust zu.

Siehst mich da so an und kannst ja auch doch nichts gegen tun.

 

So ging ich denn nach Hause, aß da so einen Salat und Nudeln und ertränkte die Meute vehemment.

In Soße. Und Wein.

Was bildeten die sich denn auch ein, mich nach so langer Zeit wieder zu penetrieren.

Ertränk sie jetzt einfach immer wieder.

In irgendeinem Matsch.

 

Ich will dich nicht immer bei mir haben. Ich mag dich nicht sehen. Ich mag wenn überhaupt – nur einen kurzen Gedanken aufwenden. Und dann nämlich, wenn ich das will und es mir erlaube.

Wenn ich nur kurz an dich denken kann, da da so viele um mich herumsitzen und ich gar nicht zulassen kann, allzu lang an dich zu denken.

Denn sonst fallen mir wieder so Sachen ein, wie du geredet und gelacht hast und all das Ganze.

Dann wird nämlich aus einer schemenhaften Skizze immer mehr das Abbild deiner selbst, gestochen scharf, beinahe lebendig!

 

Ich lebe! Ich lebe hier und ich lebe jetzt.

Was vergangen, ist vergangen. Und will mich nicht mit dir beschäftigen. ICH LEBE.

Und meine netzartigen Gedanken weben mich dann ein, so als ob ich mich fühlte, als sei ich tot. So dass ich taub bin, benommen, einfach so wie nicht da.

 

Und so hab ich dann nach dem Schmause noch ein bisschen Wein hinuntergeschickt – drehte mich dann zu dir um, nahm den Radierer und radierte dich einfach weg.

Solange du als Bleistiftzeichnung immer wieder erscheinst, ist mir das gut möglich.

 

Muss ich mir nur noch überlegen, was ich tu, wenn du in Eding-Gestalt auf mich zurennst.

 

 

 

 


 

 

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21. Januar 2012 6 21 /01 /Januar /2012 01:59

Und dann sitze ich manchmal einfach da.

Höre ein Lied.

 

Und dann ist mein Kopf leer.

 

Ich sitze einfach so da, meine Arme hängen da so an mir herunter, als würden sie gar nicht so wirklich zu mir gehören.

Die baumeln da rum, wie die Schaukeln von den Bäumen, welche angebracht wurden, um die Kinder zu erfreuen, die schon lange fort sind.

Sie haben so unglaublich ausgeschaukelt, diese Schaukeln!

Hängen da so rum, verdeckt von den Büschen, die da jetzt nun schon mittlerweile aus dem Boden schauen, schaukeln sacht im Wind und wissen gar nicht mehr, wozu sie eigentlich da sind.

Denken - wenn sie denken - sie seien dazu da, damit ein Vogel sein Nest auf Ihnen baue.

Das glauben sie, fragen sich, ob das die tatsächliche Wahrheit ist. Wenn sie denn hinterfragen.

 

Ein Vögelchen wüde nie ein Nest auf Ihnen bauen, viel zu unsicher für die kleinen zukünftigen Sprösslinge.

Würden durchgerüttelt werden, käme ein heftiger Wind auf.

 

Ab und zu ist schon eines vorbeigekommen, hockte sich dahin und guggte. Fragend. Wartend.

Ob dies ein geeigneter Platz sei für die Kleinen?

Die meisten dann weiter geflogen, die Gefahr erkennend.

Nur eines hatte sichs gewagt, die Schaukeln zu testen. Setze sich darauf, sprang hin und her, befand dieses Plätzchen als lustig.

Fing an, ein paar Haare zu sammeln, Stöckchen und Laub. Hatte schon mit dem Bau begonnen. Bis es wieder einmal fortflog, um weitere feine DInge zu sammeln - kam es wieder - Nest war herabgefallen, zerprungen, kaputt

Der Wind!

Sah`s das Vögelchen, gab einen entsetzten Laut von sich und flog davon.

 

 

Schaukeln da so rum, die Schaukeln, ohne zu wissen, dass sie schaukeln, warten.. ja..!

 

Sie wissen nicht, worauf. Wissen eigentlich nicht einmal, dass sie warten.

Doofe Schaukeln!

Gehören gar nicht dahin, haben ihren Sinn schon lange verloren! Zu nichts nutze!

Schnüren doch nur dem armen Baume die Arme ab mit ihren Schnuren, welche so fest gebunden und gewickelt.

Wissen selbst nicht einmal, wozu sie nutzen.

 

 


 

 

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7. Januar 2012 6 07 /01 /Januar /2012 14:01
 Jan 12 

 

 

 

 

 

Ich bin nicht allein.

Nie bin ich allein gewesen!

Da bewegt sich so allerhand in mir, von dem keiner etwas ahnt.

 

Zum einen lebt da das Traumtier- bestimmt einigen bekannt! Gibts arg viele von, in Massen, überall!

Das Traumtier, es ist so mindestens eine Stunde am Tag aktiv, manchmal sogar den ganzen über.

Das Traumtier kanns ich jedoch- trotz der vielen Jahre, die wir uns nun schon kennen - immer noch nicht entscheiden, ob es nun zahm sein möge, oder nicht.

Oftmal erscehint es mir friedlich, immnernoch zu oft jedoch reißt es sich denn los und poltert herum, wie es nun grad lustig ist.

Verwirrung meinerseits- unabkömmlich!

Es zu fangen gelingt nur- durch Konfrontation seitens der  Realität.

Dann ist das Traumtierchen zumeist erschrocken und verschüchtert, braucht eine ganze Weile, um isch erneut vorzuwagen...!

Das macht aber nix- denn leben muss man ja irgendwie auch-

 

Mit -Supergirl-!

Auch eine gute Freundin von mir, besucht mich immer dann, wenn ich denke, ich sehe kein Land mehr.

Kopf platzt, ales frustrierend, irgendeine zwischenmenschlich humanitäre (oder auch nicht!?) Situation ist mir zu viel oder ein Mensch- welcher auch immer es diesmal sein möge- hat mir -Die Enttäuschung- auf den Hals gehetzt- so mitten ins Gesicht geklatscht, mit dem Auftrage, es zu zerfleischen.

Dann kommt -Best Friend Supergirl- und zieht mich in die Luft hinauf.

Dann ist -Sonnenaufgang.

Schweben über Dächer, Städte, Länder hinfort...

Brauch' euch nicht, Brauch' euch alle nicht, hinfort mit jeglichen negativen Einflüssen.

Also hinfort mit allem.

Alles kann enttäuschen, alles kann schief gehen, also alles aufgeben.

-Best Friend Supergirl- ist nicht dazu da, die Welt zu retten, sie kann halt einfach fliegen, trägt nen riesigen Umhang mit der Aufschrift "cool sein tu ich jetzt mal" und zieht mich fort.

Gelobigt sei -Supergirl-!

 

Überlebt nur nicht allzulang, nie!

Ist schon an die 56 Mal gestorben- kann halt nur immermal wieder auferstehen, wie das so bei "Superhelden" festgelegt wurde, von wem auch immer!

 

Hinfort gefegt vom -Besen-.

 

Der Besen trägt nen grünen Hut und hat riesige Augen.

Der Besen ist mal mehr stark, mal weniger.

Oft gibt es auch ne endlos lange Schlacht, die sogar mich als Fan beider irgendwann langweilt- wenn nicht sogar nervt!
Aber sonst ist der Besen ganz okay soweit, kehrt halt, macht sauber in dem ganzen Wirrwar, räumt auf und putzt und das alles.

Sucht Traumtier und Supergirl, um diese radikal mit gan vil Chemo zu entfernen.

Guter Besen!

Setzt mir dann so Sachen ins Ohr wie:

Muss weitergehen, lern halt draus, mach das Beste aus der Situation, blablabla..

Das, was man ind er Regel schon alles seit man denken kann hauptsächlich von den Eltern, teilweise auch schon von Freunden hat zu hören bekommen.

Ulkigerweise- wie alt der Besen auch schon sein mag- funktioniert es dann tatsächlich immer wieder.

Guter, Guter Besen!

Hallo Realität, da bin ich wieder.

 

 


 

 

 

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8. Dezember 2011 4 08 /12 /Dezember /2011 03:34

Man sagt zwischen Traum & Realität liegen Welten. Doch für mich gibt es nur eine Welt. Und diese ist nicht sehr groß. Meine Welt ist zugleich meine Realität. Wenn nicht jetzt, dann nicht sehr viel später. Ich wünschte, in meiner Welt lebtest du.

 

Man sagt Zeit heilt die Wunden. Doch dem ist nicht so. Es ist auch nicht so, dass man sich an den Schmerz gewöhnt. Man verdrängt einfach und vergisst. Oder versucht es. Und an manchen Tagen, vor allem in Zeiten, in denen man die Stille erlebt, drängt sich alles wieder zurück, ins Bewusstsein.

 

Man sagt vieles.

 

Doch am Ende stimmt nicht einmal die Hälfte davon.

 

 


 

 

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8. Dezember 2011 4 08 /12 /Dezember /2011 03:34

Lassen Sie sich gesagt sein: Die Literatur der Menschheit sollte nicht zu ernst genommen werden!
Denn die Menschen irren, man könnte meinen, sie irren nahezu immer!
So ist alles nur Spekulation und Fiktion, manches auch ein Gemisch und ein Gewäsch davon!


Mutieren wir wieder zum Kaffeekonsumenten?

 

 


 

 

 

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9. November 2011 3 09 /11 /November /2011 23:28
 10.11.2011

Ich weiß es genau..

 

Noch weiß ich, wie es war, wie es sich angefühlt hat, ihn zu umarmen.

Doch irgendwann werden ich es wohl vergessen.

Ich weiß noch, wie er gelacht und geredet hat, wie sich seine Stimme überschlug, wenn er sich freute.

Ich weiß, wie seine Augen blitzten, wenn er uns voller Begeisterung etwas erklärte!

Ich kenne noch genaustens seinen Gang, gesenkter Blick nach unten, tief in Gedanken versunken - Rufen zwecklos.

Ich kenne noch seine dünnen, fast knochigen Finger, seine ausgeprägte Hüfte - wunderbar für einen Angriff ausgelegt - Und dann:

Sein verzweifeltes Lachen und Rufen, da er so unglaublich kitzlig war. Unfähig, sich zu wehren, da sein Gelächter ihm nicht erlaubte, sich zu widersetzten.

Flehen, doch bitte aufzuhören, da die Bauchschmerzen schon begannen.

Ich kenne bisher keinen Menschen, der so kitzelig ist, wie er es war.

 

Seine knochigen Wangen, oft mit mehr oder weniger kleinen Stoppeln besetzt.

Wie er dastand und meine Umarmungen kaum zulassen konnte, mir nur auf den Rücken oder die Schultern klopfte und kaum reagierte.

Und doch wusste ich, dass er mich auch lieb hat.

 

Ich weiß noch genau, wie er sich am Telefon meldete, mich begrüßte, wenn wir uns sahen, wie er sich verabschiedete...

"Cousine, was gibts?".

"Tschüss Cousine".

Seine Stimmt hallt mir in den Ohren, immer wieder...

Ohne Unterlass.

"Cousine, könntest du heute vielleicht wieder nachrasieren?".

"Willst du auch ein Bier Cousine?".

........

 

Ich weiß noch genau, wie er sich immer ein Kissen krallte, wenn wir einen Serienabend hatten.

Und wie er sein Kinn darin vergrub, die Hände jedoch unter dem Kissen, geballt.

Wie er kaute, wie sich seine Muskeln und sein Kiefer bewegte.

Weiß genau, in welchem Winkel er sein Bier hob und trank, wie es aussah, wenn er schluckte.

Ich kenne seinen Geruch, weiß, wie sich die Pullis anfühlten, die er trug.

Wie glatt sein Ledermantel war, den er sich als erstes kaufte. Und wie froh ich war, wenn ich ihn mal anprobieren durfte.

Wie er ihn mir einmal umlegte, da ich so arg fror.

 

Dass er sein Portmonaie in seiner Hosentasche trug, wenn er es mithatte, sein Geld jedoch trotzdem lose.

Dass er eine Hose besaß, die auch unten, also insgesamt vier Taschen hatte.

Wie stolz er auf seine Eckzähne war und mir dies auch immer wieder zeigte.

 

Wie es klang, wenn sein Schlüssel klapperte, wenn er sich bewegte, jedoch aber auf dem Bett lag und das Geräusch deshalb nur dumpf war.

 

Weiß noch, wie er immer seine Schuhe band. Beziehungsweise, dass er sie am Ende oft nicht mehr richtig band, da es ihm zu lange dauerte..

Wie er schaute, wenn er laß.

 

Dass er sich freute, dass ich seine Mütze mochte, auch wenn er es so nicht sagte.

 

Ich wünschte, ich würde es immer so klar vor mir sehen, wie jetzt.

Niemals vergessen, doch...

Die Erinnerungen werden verblassen, so wie immer...

 

Und trotzdem..

 

..hoffe ich!

 

 


 

 

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6. November 2011 7 06 /11 /November /2011 00:38
 05.11.2011

 

Ich will

 

 

Ich will leben, mich nicht fragen, will vorwärts gehen.

Will nicht verzagen.

Ich will LEBEN, immer weiter.

 

Ich will vergessen und neu beginnen.

Ich will alles beiseite lassen.

 

Lernen, mich zu beherrschen. Lernen, mich zu kontrolieren.

 

Gefühle?

Gefühle können zerstören.

Gefühle können aber auch der Anfang von etwas Neuem sein.

Wie nun?

Wie weiter?

Vorwaerts streben oder es dabei belassen?

 

Sehnsucht nach Veränderung.

Sehnsucht nach dem Leben erfüllt mich.

Suche.

Suche nach mir.

Ich kann momentan nicht ich sein.

Frage mich, wer ich bin, denn ich habe mich verloren.

Ich habe nicht verloren, ich habe MICH verloren.

Ich bin nicht verloren, ich suche mich nur selbst.

 

Was sind meine Ziele?

Mein Verlangen?

Was erfüllt mich?

Wofür lebe ich?

 

Lebe ich für mich?

Momentan nicht.

Kann nicht für mich leben..

 

Versuche, für ihn weiterzuleben. Versuche, ihm gerecht zu werden, obwohl ich weiß, dass ich es nicht kann.

 

Ich kann niemals so gut sein, wie er.

Er war so intelligent.

Er war unglaublich.

Er WAR..

 

Innerlicher Krieg in mir -

 

weiß nicht, wie ich weitermachen soll.

 

Gehe vorwärst, da ich nicht die Kraft und den Mut habe, aufzugeben.

Ich gehe vorwärts, um das Leben zu begreifen.

Um meine Familie nicht im Stich zu lassen.

 

Und immer wieder Fragen über Fragen.

 

Anfangs dachte ich:

Niemals hätte er mich allein gelassen. Er wusste so viel von mir, niemals hätte er mich verlassen,

Ich war seine kleine Cousine, der er die Welt erklären konnte.

Ich war seine kleine Cousine, die Hilfe bedurfte.

Ich dachte, er hat mich geliebt, so sehr, dass er mich nicht im Stich gelassen hat. Nie.

 

Und langsam begreife ich, dass er nicht einfach weg ist. Nicht in ein anderes Land, er lebt nicht woanders weiter.

Sein Rucksack und sein Ausweis sind nicht verschwunden, weil er versucht, sich woanders eine neue Existenz aufzubauen.

Wahrscheinlich hat er seinen Ausweis verloren und sein Rucksack liegt bei einem Bekannten. Hat ihn da vergessen.

Oder entsorgt mit wichtigen Zetteln und Info's, die keiner von uns sehen und wissen sollte.

Wo sind die Tablettenschachteln??
Wahrscheinlich auch entsorgt...

 

 

 

Ja.

 

 

Ich wurde verlassen.

 

 

 

Ich wusste, dass etwas nicht stimmt.

Habe gesagt: "Jetzt hört mal auf, etwas stimmt da nicht. Er würde sich nie so ewig nicht melden bei seiner Familie, wenn da nicht irgendetwas nicht in Ordnung wäre."

Und ich habe nichts getan.

Ich habe einfach nichts getan.

 

Hatte ihm eine Nachricht geschrieben, in der ich meinte, dass er wenigstens absagen sollte oder sagen sollte, wenn er sich nicht mit mir treffen wollte.

Hatte ihn das letzte Mal gesehen, als wir bei der Oma waren.

Hatte ihn gefragt, ob wir mal wieder ein Bier trinken gehen würden.

Und er sagte ja, ich fand Zustimmung.

Er wirkte sogar freudig.

Wir hatten einen vagen "Termin"..

Und nie antwortete er.

Ich sagte ihm, dass ich ihn gerne wiedersehen würde und aber nicht verstünde, dass er sich nicht meldet und nicht absagt.

 

Und dann - irgendwann - begriff ich, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Dass da etwas gewaltig nicht stimmt.

Sagte es sogar, sprach es aus.

 

Und doch unternahm ich nichts aus der Angst heraus, ich würde ihn nerven. Angst zerstört alles...

Und weil ich dachte, es hat Zeit.

 

Bin an seiner Wohnung vorbei gefahren, war schon zu spät  zu einem Treffen und überlegte, ob ich klingel.

Wollte aber nicht noch später kommen und dachte, das machst du ein andern Mal. Er will dich wahrscheinlich eh nicht sehen oder ist gar nicht da.

 

So auch an diesem.Tag.

Ich war schon ungefähr eine halbe Stunde zu spät und fuhr an seiner Wohnung vorbei.

Ich wollte klingeln.

Ich wollte fragen, ob alles ok ist. Hätte ihm wahrscheinlich helfen können.

Doch ich fuhr weiter!

Wollte nicht noch später ankommen.

 

Hatte einen sehr schönen Abend. Viel Spaß und Freude.

Und dann tat er es.

 

Er sprang.

 

 

 

 

 

 

 

Und ich hatte keine Zeit mehr..

 

 


 

 

 

Ich will zurueck!

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5. November 2011 6 05 /11 /November /2011 10:21
 05.11.2011 
 

 
 

November

 

Trauer.

Schöne Erlebnisse.

Erinnerung - Rueckschlag

Man will allein sein.

Rueckzug.

Dann wieder Verdrängen von Empfindungen, von Gedanken.

Abschalten.

Beiseite schieben.

Weiter leben.

Ignorieren von Tatsachen!

Klammern an winzige Details.

Hoffen auf Besserung.

Auf dass es vorbeigehen möge.

Einfach aufhören.

Befassen mit der Situation unmöglich.

 

Aus dem Leben gerissen auf lange Dauer.

Krankenhaus.

Allein.

Jeden Tag Besuchszeit wenige Stunden. Ablenkung.

Anfangs gut zu verkraften.
Anfangs möglich zu ignorieren.

Zurueck in die Realität.

Das wahre Leben.

 

Und wieder -

Krankenhaus.

 

Realität.

 

Krankenhaus.

 

Realität.

 

Krankenhaus. Bröckeln der Fassade.

Gedanken, Gedanken...

Gedanken!!

 

Realität.

Zusammenbruch.

GEDANKEN UNABWENDBAR.

Fragen über Fragen, Zweifel und Verzweiflung.

Schlaflos jeder Zeit.

 

Familie!
Familie hilft.

Und ich lebe noch immer - immer weiter.

Hallo Welt!

Da bin ich wieder!

 

 

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  • : Was erzählt uns die Welt? Warum schweigt sie so oft, wenn wir selber schreien. Vorwaerts? Rueckwaerts? Wie geht man mit einer Krankheit um, die einen in vielen Situationen beeinträchtigt und oft zurückwirft? Meine Philosophie vom Leben. Kritik, Fragestellungen. Erzählungen. Gedichte..
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Im Detail liegt das Wunder..

 


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So ihr Lieben (: 

 

 

 

 

Ab sofort könnt ihr euch die meisten Artikel in den Kapiteln

"Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Verlauf"

und "Akanthamöben..und das Auge macht Krawall!-Gedanken" anhören!

Hierzu müsst ihr nur das zum Artikel gleichnamige Video anklicken,

welches sich je unter oder über dem Text befindet.

Die noch fehlenden Artikel werden auch bald vertont, bitte um etwas Geduld ;) Frisst doch alles recht viel Zeit, weshalb ich nicht immer sofort dazu komme, das Geschriebene auch in auditiver Form bereitzustellen.

 

 


Zudem: Wenn ihr auf einer Seite landet, auf der Musik losspielt und

diese aber nicht euer Fall ist, einfach runterscrollen. Der Player befindet

sich dann in einem meiner Artikel.

Da ich alles recht schlicht halte, ist er auch auf Anhieb zu erkennen ;)

Ein so kleines Kästchen, wo ihr einfach auf Pause klickt.

 

 

Ich wünsche euch viel Spaß.

 

 


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