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Akanthamöben Keratitis - was nun?
Akanthamöben Keratitis - was nun?
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23 Jubiläum

 


 

Hallo ihr Lieben.

 

Es ist jetzt schon ein bisschen über ein Jahr her, dass ich "Krankenhausfrei" bin, sprich mein letzter stationärer Aufenthalt kommt mir vor, als sei es schon Ewigkeiten zurück.

Ich habe lange nichts mehr von mir verlauten lassen, das liegt an mehreren Gründen.

Zum einen ging es mir (bis vor einer Woche) recht gut und ich wollte nicht immer wieder schreiben, wenn's doch (fast) nichts Neues gibt.

Zum zweiten hindern mich grad rechtlich ungeklärte Fragen, was ich veröffentlichen darf und was nicht.

Es gilt weiterhin: Wenn Betroffene mich anschreiben (von nicht-Betroffenen ist es natürlich auch sehr gerne gesehen), sieht das ein wenig anders aus, aber hier werde ich mich ab sofort ein wenig zurückhalten, was meine Medikation und Verlauf betrifft.

 

Also, bisher hatte ich so seit August relativ Ruhe. Es gab nur zwischendurch mal so 1,2 Tage, an dem das Auge anstrengend war.

Ich konnte fein rausgehen und relativ gut leben.

Seit einer Woche jetzt hatte ich große Huddelei.
Allerdings waren dies keine Akanthamöben-Keratits-typischen Schmerzen, man lernt das. die Schmerzen zu "unterscheiden".

Wie die letzten Monate blieb ich sehr ruhig, mir kann sowas irgendwie nicht mehr wirklich Angst machen.

Ich ging außerdem davon aus, dass ich die Ursache kannte:

Letzten Mittwoch bin ich beim Baden aus Versehen ins Seifenwasser gerutscht, die Augen waren wahrscheinlich offen. Seife reizt ja schon oft ein gesundes Auge, also kein Wunder, dass es verrückt spielte.

Es tränte, war rötlich, fett angeschwollen und ein stechender Schmerz trat an zwei Stellen hin und wieder auf.

Ich ging nicht in die Klinik, einfach weil ich das Klinik-Gerenne immernoch Leid bin. Da verschlägts mich eigentlich nur noch zu Kontrollterminen hin, oder falls mich irgendwann einmal solche irren Schmerzen wie zu Anfang wieder überkommen sollten.

Da aber alles noch relativ im Rahmen war, habe ich darauf verzichtet.
Das mag für einige leichtsinnig scheinen aber -

seit gestern nun geht es wieder bergauf.

 

Ich kann es wieder öffnen, es tut nicht mehr weh, ist nicht mehr rot, nicht mehr geschwollen und nur noch kleiner als das andere Auge. Zudem strengt es schon noch an, es offen zu halten, also lasse ich es bisweilen einfach geschlossen.

Unten findet ihr noch ein paar Bildchen, wieder mit meiner ollen Kamera, aber schließlich besser als keine ;)

Also, das ist der aktuelle Stand, eine Info spuck ich noch aus:
Wenn ich ein wenig viel Glück habe, bin ich wohl so in 2 Monaten mit meiner Therapie durch und Amöbenfrei ;D

Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht.

Von der Warteliste für eine Hornhauttransplantation habe ich mich herunternehmen lassen, denn das Risiko ist mir dabei viel zu hoch, dass etwas schief geht, und das "nur" fürs Sehen.

Zudem hat sich mein Visus jetzt innerhalb von ca. 2 Monaten, die zwischen den Kontrollterminen in der Klinik lagen, von 1/40% (also nicht mal einer) auf ganze 12!% verbessert.

Mein Arzt in der Klinik ist weiterhin eher skeptisch, ob da noch viel wird, eine andere Ärztin allerdings scheint da optimistischer.

Ich habe mich dazu entschieden, noch einiges an Zeit vergehen zu lassen.

Wenn man meine Hornhaut im Schnitt sieht, ist jetzt innerhalb weniger Zeit die Infiltration in der Horhaut schon um geschätze knappe 50% zurückgegangen.

Ich will erst einmal sehen, was wirklich Narbe ist und was davon noch weg geht, ich bleibe komischerweise immerzu superoptimistisch :D

 

Ich wünsche euch allen von Herzen gute Besserung und einen wunderschönen Abend!

 

Liebe Grüße

 

Alle Bilder sind von gestern, dem 22.10.2012

Zum Glück wars da nicht mal mehr annähernd so schlimm wie die Tage zuvor, Schmerzen hatte ich nur einmal am Tag (:

 

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