18.03.2012
Ich bin so unermesslich glücklich.
Ich lebe, ich habe ein Dach über dem Kopf, ich habe es warm, ich habe eine Familie und auch sonst noch Menschen die ich liebe und die mich lieben.
Ich brauche nichts, als das Gefühl, solch Menschen um mich zu haben, Studieren zu können, zumindest ab und zu, das Gefühl, geborgen zu sein.
Ich werde geliebt und ich liebe.
Selbst wenn es ein Mensch ist, der mich nicht liebt.
Schon alleine, lieben zu können, ist ein Wunder. Viele Menschen haben selbst das verlernt.
Bisher habe ich gelernt, alles zu schätzen, was schön ist, alle zu schätzen, die mich unterstützen.
Alle zu lieben, die ihr Leben bewundern.
Ich habe gelernt, aus negativen Sachen positives zu gewinnen.
Habe gelrnt, alles lockerer zu nehmen.
Habe gelernt, was es heißt, Verantwortung für mich selber und für andere zu übernehmen.
Habe gelernt, was es heißt, Menschen auch mit Kleinigkeiten glücklich zu machen,
Habe gelernt, was es bedeutet, einen Menschen in den Arm nehmen zu können, der mir sehr viel bedeutet.
Habe begriffen, was es heißt zu leben.
Habe verstanden, was Leichtigkeit wirklich bedeutet.
Ich darf leben, ich bin hier. Auch wenn ich manchmal unter unerträglichen Schmerzen leide, auch wenn ich manchmal entstellt aussehe, wie in sonem Horrorfilm, auch wenn ich manchmal denke, ich müsste mich aufgeben…
So begreife ich doch jetzt umso mehr, wie kostbar das Leben ist, wie wenig sich lohnt, um Sachen zu trauern, die vorher als wichtig erschienen.
Um frühere Gefühle zu trauern, das Rausgehen und feiern............ Es gibt doch viel wichtigere Sachen im Leben.
Unbeschwert leben – das ist ein Traum, den ich die letzten Monate gewünscht hatte.
Das ist ein Traum, der unerreichbar schien, etwas, das so utopisch erschien.
Die Anfrage einer Bekannten, ob man nicht etwas machen könnte, weggehen, feiern.. all das war von Gedanken begleitet wie:
Nicht dass da viel geraucht wird und das Auge verrückt spielt….
Da sehe ich doch wieder nicht was um mich herum geschieht, flackerndes Licht, all das macht mich fertig…
Jetzt denke ich mir da so:
Wozu?
Das Argument zum Weggehen ist immerzu, neue Leute kennenzulernen, aber im Endeffekt lernt man keine Menschen kennen, da man eh nur betrunken über die Tanzfläche stolziert, auf der Suche nach einem Menschen, mit dem man sich kurzzeitig vergnügen kann, ohne Konsequenzen zu befürchten oder sein Herz zu vergeben, auf dass man es eh wieder verliere!
Schon alleine die Musik macht es absolut nicht möglich, da sie in einer solchen Lautstärke erschallt, dass man sich auch nur zwei zusammenhängende Sätze mitteilen kann.
Ich trinke mein Getränk aus und verlasse hochzufrieden den Laden……